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Psychiatrie-Museum Haar

Museum auf dem Gelände des kbo-Klinikums Haar zur Geschichte der Psychiatrie und der Anstalt Eglfing-Haar – mit NS-„Euthanasie“, Klinikalltag und Reformen.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Das Museum entstand 2005 auf dem Gelände des heutigen kbo-Isar-Amper-Klinikums in Haar, einer der größten psychiatrischen Kliniken Deutschlands. Es erzählt die Geschichte dieses Hauses und der Psychiatrie als Fachgebiet anhand von Objekten, die tatsächlich im Klinikalltag benutzt wurden.

Die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing wurde 1905 eröffnet und galt damals als Beispiel einer menschenfreundlicheren Psychiatrie: In einer weitläufigen Parkanlage standen Pavillons mit Terrassen und Gärten, ein Gutshof und Werkstätten sorgten für Beschäftigung und Selbstversorgung. 1912 kam die benachbarte Anstalt Haar mit einem der ersten Kinderhäuser hinzu. In der NS-Zeit wurde Eglfing-Haar unter Direktor Hermann Pfannmüller zu einem zentralen Ort von Zwangssterilisationen und Krankenmorden; rund 4.000 Menschen wurden deportiert oder vor Ort getötet. Am 18. Januar 1940 brachte man von hier aus 25 Männer nach Grafeneck, wo sie noch am selben Tag ermordet wurden.

Die Ausstellung stellt einige der Opfer mit Namen und Gesicht vor und zeigt zugleich den Alltag der Patientinnen und Patienten, die bis in die 1970er-Jahre oft jahrelang in der Klinik lebten – unter anderem in einem rekonstruierten Wohnraum mit Originalmöbeln. Weitere Themen sind die Reformbewegung ab den 1960er-Jahren, die Psychiatrie-Enquete von 1975 mit Dezentralisierung, ambulanten Angeboten und dem Verbot von Zwangsjacken sowie bekannte Patienten wie Oskar Maria Graf und Eugen Gabritschevsky.

Highlights

  • Originalobjekte aus über 115 Jahren Klinikgeschichte
  • Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Eglfing-Haar
  • Rekonstruierter Wohnraum mit Originalmöbeln
  • Psychiatriereform und Psychiatrie-Enquete von 1975
  • Lebensgeschichten bekannter Patienten wie Oskar Maria Graf

Dauerausstellungen

  • Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar – Rundgang durch mehr als ein Jahrhundert Klinikgeschichte – von der Gründung als Pavillonanstalt über den Alltag der Langzeitpatienten bis zur Psychiatriereform.
  • NS-Diktatur und „Euthanasie“ – Der Ausstellungsteil erinnert an Zwangssterilisationen und Krankenmorde in Eglfing-Haar und stellt Lebensgeschichten einzelner Opfer vor.
Gegründet
2005
Träger
kbo-Isar-Amper-Klinikum gGmbH (Kliniken des Bezirks Oberbayern)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen–Führungen für Gruppen, auch an Werktagen, auf Anfrage.

Eintritt frei. Eine Museumsbroschüre ist für 3 € im Museum erhältlich.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Das Museum ist nicht barrierefrei zugänglich.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Haar, Klinikum Mitte

S4 (Ebersberg–Geltendorf) oder S6 (Tutzing) bis Haar, weiter mit Bus 243 Richtung Baldham bis „Haar, Klinikum Mitte“; oder Bus X202 bzw. X203 bis „Haar, Klinikum“. Von der S2 ab Feldkirchen mit Bus X202 oder 230 Richtung Haar bis „Haar, Klinikum“.

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Parkplätze auf dem Klinikgelände.

Navi-Adresse: Vockestraße 72, 85540 Haar (Klinikeinfahrt), dann der Beschilderung auf dem Gelände folgen. Von der A99 Ausfahrt Haar, von der A94 Ausfahrt Feldkirchen-Ost.

Route planen

Service & Gastronomie

    Auf dem Klinikgelände liegt das öffentliche Café Jedermann (Ringstraße 36).

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    HinweiseÖffentliche Führung an Öffnungssonntagen um 14:30 Uhr; weitere Führungen nach Anmeldung beim Museumsteam (Anrufbeantworter: +49 89 4562-2821).

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