
Tauberfränkisches Landschaftsmuseum
Regionalmuseum im Kurmainzischen Schloss mit Türmersturm: Vor- und Frühgeschichte, Wohnkultur, sakrale Kunst und Stadtmodell um 1750.
Über das Museum
Das Kurmainzische Schloss ging aus einem frühmittelalterlichen Königshof hervor und war ursprünglich eine von einem Wassergraben umgebene Burg. Nachdem Bischofsheim 1237 endgültig an Kurmainz gekommen war, entstanden um 1280 unter Erzbischof Werner von Eppstein der Türmersturm als Bergfried – heute Wahrzeichen der Stadt – und der Palas mit seinen beiden Dielen über dem gewölbten Keller. Spätgotik und Renaissance ergänzten weitere Bauteile. Über 500 Jahre residierten hier die kurmainzischen Amtmänner, bis das Schloss 1803 an die Fürsten von Leiningen fiel. 1849 erwarb es die Stadt und nutzte es bis 1967 als Schule.
Nach umfassender Renovierung eröffnete 1970 das Tauberfränkische Landschaftsmuseum, dessen Einrichtung maßgeblich Dr. Otto Heinrich Chrestin prägte. Getragen wird das Haus bis heute ehrenamtlich vom Verein Tauberfränkische Heimatfreunde, der sich zudem um das spätmittelalterliche Limbachhaus mit stadtgeschichtlichen Ausstellungen kümmert.
In rund 20 Räumen spannt die Sammlung einen Bogen von eiszeitlichen Tierknochen, jungsteinzeitlicher Keramik und alamannisch-fränkischen Grabfunden über spätgotische Holzbildwerke und Tafelbilder bis zu bürgerlichen und bäuerlichen Möbeln, Trachten, Handwerksgerät, Uhren, Waffen, Porzellan und Münzen. Ein Höhepunkt ist das große Holzmodell der befestigten Stadt um 1750. Gezeigt wird auch eine 1985 angefertigte Kopie der Kreuztragung des Tauberbischofsheimer Altars von Matthias Grünewald, dessen Original in der Kunsthalle Karlsruhe hängt.
Highlights
- Gotische Dielen im Palas des Kurmainzischen Schlosses
- Holzmodell der befestigten Stadt um 1750 im Maßstab 1:250
- Vor- und frühgeschichtliche Funde aus dem mittleren Taubertal
- Spätgotische Holzbildwerke und sakrale Kunst
- Kopie der Kreuztragung des Tauberbischofsheimer Grünewald-Altars
- Trachten aus Gaufranken sowie Möbel von der Renaissance bis zum Biedermeier
Dauerausstellungen
- Vor- und Frühgeschichte – Vier Räume mit Bodenfunden aus dem mittleren Taubertal von der Altsteinzeit bis zur alamannisch-fränkischen Zeit, ergänzt um Fossilien.
- Stadtmodell Bischofsheim um 1750 – Großes Holzmodell der ummauerten Zwei-Tore-Stadt mit Türmen, Schloss, Mühlen und Fachwerkhäusern, dazu eine Dokumentation zur Stadtentwicklung.
- Wohnkultur, Volkskunde und sakrale Kunst – Möbel von der Gotik bis zum Biedermeier, Trachten, Handwerk und Gewerbe sowie spätgotische Skulpturen und Tafelbilder in den historischen Räumen des Schlosses.
- Gegründet
- 1970
- Träger
- Tauberfränkische Heimatfreunde e.V. Tauberbischofsheim
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 12 Jahre frei |
| Familien | 8 € |
Preise nach Angaben der regionalen Tourismusinformation (Saison 2026); das Museum selbst veröffentlicht keine Preisliste.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Parkgarage Schlossplatz (Schlossweg 9A) direkt am Schloss. Werktags sind die ersten 30 Minuten auf städtischen Parkplätzen kostenlos, am Wochenende ist das Parken generell kostenfrei (außer Marktplatz).
Das Schloss mit dem markanten Türmersturm liegt am Rand der Altstadt nahe dem Marktplatz.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 50 Personen.
Die historische Schlossdiele im ersten Obergeschoss vermietet die Stadt Tauberbischofsheim für Trauungen, Empfänge und Vorträge (derzeit bis 50 Gäste); während der Veranstaltung bleibt das Museum geschlossen.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Einstündige Führungen sind ganzjährig gegen einen Kostenbeitrag nach Anfrage möglich, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. |





