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Tonbergbaumuseum Siershahn
Foto: LigaDue · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Tonbergbaumuseum Siershahn

Museum zum Tonbergbau im Westerwald auf dem Gelände der Schachtanlage „Gute Hoffnung“ in Siershahn – mit Pavillon und Maschinen im Freigelände.

ÖffnungszeitenEintritt ab 7 €

Über das Museum

In Siershahn, mitten in einem der wichtigsten Tonabbaugebiete Europas, gründete sich 1987 der Tonbergbauverein Westerwald. Er will zeigen, wie die Gewinnung von Ton die Region geprägt hat. 1989 konnte der Verein die Schachtanlage „Gute Hoffnung“ erwerben – eine von einst 32 Schachtanlagen der Gegend – und ihre übertägigen Gebäude restaurieren.

Die Anlage war Anfang der 1960er-Jahre von der Siershahner Firma Goerg & Schneider in Betrieb genommen worden. Über einen knapp 40 Meter tiefen Schacht holten rund 20 Bergleute in zwei Schichten weißbrennenden Ton nach oben, bis die Förderung 1979 als unwirtschaftlich endete. Heute gilt sie als letztes bauliches Zeugnis des untertägigen Tonabbaus im Westerwald.

1992 kam auf dem Gelände am Ende der Poststraße ein Museumspavillon hinzu. Er erklärt den modernen Tonbergbau von der Erkundung der Lagerstätten über Abbau, Analyse und Aufbereitung bis zur Rekultivierung, etwa am Beispiel des früheren Tagebaus Straubinger bei Moschheim. Unter dem Dach der Schachtanlage wird die Entwicklung vom Glockenschacht bis zum Stollenbau dokumentiert; im Freigelände stehen Fräslader, Grubenloks und Loren, ein nachgebauter Stollen zeigt den Arbeitsplatz der Tongräber. Der ursprüngliche Plan, auch die Strecken unter Tage zugänglich zu machen, scheiterte an den Kosten.

Das Museum wird ehrenamtlich von den Vereinsmitgliedern geführt und finanziert sich aus Eintrittsgeldern, Beiträgen und Spenden. Ein großer Teil der Gäste sind Schulklassen und Studierende.

Highlights

  • Historische Schachtanlage „Gute Hoffnung“ mit Hängebank und rund 40 m tiefem Schacht
  • Begehbarer Stollennachbau aus gebrauchtem Grubenholz
  • Originale Haspel aus einem Glockenschacht mit den passenden Handwerkzeugen
  • Freigelände mit Fräslader, Grubenloks und Kipploren
  • Pavillon zu moderner Tonaufbereitung, Tonverwendung und Rekultivierung

Dauerausstellungen

  • Historische Schachtanlage „Gute Hoffnung“ – Unter dem Dach der Schachtanlage zeigen Bildtafeln, Werkzeuge und Maschinen die Entwicklung des Tonabbaus vom Glockenschacht bis zum Stollenbau; ein nachgebauter Stollen und der Blick in den Schacht machen die Arbeit unter Tage greifbar.
  • Moderner Tonbergbau (Museumspavillon) – Der Pavillon erklärt Geologie und Erkundung der Lagerstätten, heutige Abbau- und Aufbereitungstechnik, die vielfältige Verwendung von Ton sowie die Rekultivierung ehemaliger Gruben.
  • Freigelände mit Bergbaumaschinen – Restaurierte Geräte aus dem Maschinenpark einer Tongrube, darunter Fräslader, Grubenloks und Kipploren, sowie das wiederhergestellte Maschinenhaus.
Träger
Tonbergbauverein Westerwald e. V.

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene7 €
Ermäßigt5 €Studierende, Schüler und Rentner
Kinder & Jugendliche3 €Preis für Kinder von 7 bis 14 Jahren
Seniorinnen & Senioren5 €Rentner
Studierende & Azubis5 €Studierende und Schüler
Gruppen–Führung einer Gruppe pauschal 15 €
Familien18 €2 Erwachsene und 2 Kinder; jedes weitere Kind 2 €
Gruppenführung (pauschal)15 €
Schulklassen und Kindergruppen inkl. Führung (pauschal)75 €

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Familienticket18 € · 2 Erwachsene und 2 Kinder; jedes weitere Kind 2 €
  • Familienführungen & Workshops
  • Mitmach- & Anfassstationen

Für Kindergruppen und Schulklassen gibt es Führungen rund um Ton und seine Verwendung. Im Freigelände dürfen viele Geräte und Maschinen angefasst werden, und ein nachgebauter Stollen ist begehbar. Familienkarte für zwei Erwachsene mit Kindern.

Anreise & Parken

Mit dem Auto über die A 3, Ausfahrt Ransbach-Baumbach/Mogendorf, dann Richtung Mogendorf – Siershahn – Wirges; in Siershahn der Beschilderung „Tonbergbaumuseum“ folgen. Navi-Adresse: Poststraße 41 (am Ende der Poststraße). Anschluss an die Kannenbäcker-Radroute und die Aubachroute.

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Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Private Feiern
  • Firmenveranstaltungen

Die Museumsräume stehen für Sitzungen, Firmenmeetings, Seminare und Feiern zur Verfügung; die Bewirtung organisiert der Verein über einen regionalen Partyservice.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen bitte vorab telefonisch oder per E-Mail vereinbaren; für Schulklassen gibt es ein museumspädagogisches Programm. Nach Absprache ist auch die Besichtigung eines benachbarten modernen Tontagebaus möglich. Der Museumspavillon lässt sich dank Texttafeln und QR-Codes auch auf eigene Faust erkunden.

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