
Worpsweder Käseglocke
Iglu-förmiges Holzhaus nach einem Entwurf Bruno Tauts in Worpswede, heute ein kleines Museum für Worpsweder Kunsthandwerk.
Über das Museum
Die „Käseglocke“ ist ein rundes Holzhaus in einem Waldstück an der Worpsweder Lindenallee. Gebaut wurde es 1926 von dem Schriftsteller Edwin Koenemann, der als erster Gästeführer des Künstlerdorfs bekannt wurde. Als Vorlage nutzte er einen Entwurf Bruno Tauts für ein Kuppelwohnhaus, der Anfang der 1920er-Jahre in dessen Zeitschrift „Frühlicht“ erschienen, aber nie verwirklicht worden war. Koenemann nannte das Gebäude „Glockenhaus“; die Worpsweder gaben ihm wegen seiner Form den Spitznamen, unter dem es heute bekannt ist. Dass Taut der eigentliche Urheber war, fiel erst Jahrzehnte später auf.
Nach Koenemanns Tod 1960 lebte seine Witwe bis 1993 in dem Haus. Der Verein Freunde Worpswedes e. V. kaufte das inzwischen stark sanierungsbedürftige Gebäude samt Grundstück 1994, 1996 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. In rund sechs Jahren restaurierten Vereinsmitglieder und Fachfirmen Außenhaut, Farben und Details nach historischem Befund.
Am 27. April 2001 öffnete die Käseglocke als Museum für Worpsweder Kunsthandwerk. Die Sammlung umfasst Glas, Keramik, Metallarbeiten, Webereien, Porzellan und Möbel – von Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger bis in die Gegenwart – und wird durch Ankäufe und Schenkungen stetig erweitert. Auf Objektbeschriftungen wird bewusst verzichtet, damit der Wohnhauscharakter erhalten bleibt. Der Garten mit expressionistischen Mauer- und Grottenbauten aus Ziegel-Fehlbränden gehört ebenso zum Ensemble wie mehrere Nebengebäude. Das Museum wird ehrenamtlich betreut.
Highlights
- Kuppelhaus nach einem Entwurf von Bruno Taut (1926)
- Worpsweder Kunsthandwerk aus Glas, Keramik, Metall und Textil
- Möbel und Objekte von Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger
- Garten mit expressionistischen Mauer- und Grottenbauten
- Wohnhausatmosphäre ohne klassische Museumsbeschriftung
Dauerausstellungen
- Worpsweder Kunsthandwerk – In den Wohnräumen des Rundhauses sind Glas, Keramik, Metall, Textilien und Möbel Worpsweder Kunsthandwerker zu sehen, im Erdgeschoss mit Schwerpunkt auf Hoetger, im Obergeschoss auf Vogeler.
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Freunde Worpswedes e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2 €Menschen mit Schwerbehindertenausweis, Studierende |
| Kinder & Jugendliche | –Schülerinnen und Schüler zahlen 1 €. |
| Menschen mit Behinderung | 2 €Mit Schwerbehindertenausweis. |
| Studierende & Azubis | 2 €Schülerinnen und Schüler 1 €. |
Nur Barzahlung möglich.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Das Haus liegt in der Marcusheide am Wanderweg zwischen Großer Kunstschau und Barkenhoff.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Hinweise | Statt Objektschildern liegen am Eingang Textblätter zur Sammlung aus. Im Haus und im Garten finden gelegentlich Konzerte, Lesungen und Vorträge statt. |
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