Neue Forschung verknüpft frühere Bewohner des Hauses, den Bankier Willem Deutz und den Kaufmann Fredrik Berewout, mit der surinamischen Plantage Jagtlust und den 125 dort versklavten Menschen. Archivalien treffen auf zeitgenössische Kunst im Garten und eine Audiotour von Dolores Leeuwin.
Über das Museum
Das doppelte Herrenhaus an der Herengracht entstand 1685–1687 für Jacob Hop, den Ratspensionär der Stadt Amsterdam; um 1739 erhielt es seine heutige Fassade im Stil Louis XIV. Im 18. Jahrhundert wohnten hier wohlhabende Bankiers- und Kaufmannsfamilien, darunter Willem Deutz und Fredrik Berewout, deren Vermögen eng mit Plantagen in Suriname und der Arbeit versklavter Menschen verknüpft war.
Im 19. Jahrhundert lebte das Ehepaar Abraham Willet (1828–1888) und Louisa Holthuysen (1824–1895) in dem Haus. Die beiden sammelten Gemälde, Silber, Porzellan, Glas und Möbel und ließen die Räume nach eigenem Geschmack prunkvoll gestalten – schon damals als Erinnerung an eine romantisch verklärte Vergangenheit gedacht. Nach ihrem Tod 1895 ging das Haus samt Einrichtung an die Stadt Amsterdam, verbunden mit der Auflage, daraus ein Museum unter ihrem Namen zu machen.
Das Museum öffnete kurz darauf; von 1939 bis 1950 blieb es geschlossen. Seit 1962 ist es mit dem heutigen Amsterdam Museum verbunden, das es als einen seiner Standorte betreibt. 1972 wurde der Garten hinter dem Haus symmetrisch im französischen Stil neu angelegt, 2022 erhielt das Haus den Namen „Huis Willet-Holthuysen“. Neben den Stilräumen zeigt es regelmäßig Interventionen von Künstlern und Gastkuratoren, die jeweils einen anderen Aspekt der Geschichte des Hauses beleuchten.
Highlights
Stilräume des 19. Jahrhunderts mit Ballsaal und monumentalem Treppenhaus
Kunst- und Kunstgewerbesammlung von Abraham Willet und Louisa Holthuysen
Historische Küche im Souterrain
Symmetrischer Grachtengarten im französischen Stil
Wechselnde Interventionen zeitgenössischer Künstler zur Geschichte des Hauses
Dauerausstellungen
Huis Willet-Holthuysen – Rundgang durch die eingerichteten Wohn- und Repräsentationsräume, Küche und Garten des Grachtenhauses mit der Sammlung des Ehepaars Willet-Holthuysen.
Gegründet
1895
Träger
Amsterdam Museum
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
15 €
Ermäßigt
7,50 €Studierende, CJP-Inhaber
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei.
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Persönliche Assistenz frei (an der Kasse angeben).
Studierende & Azubis
7,50 €Auch mit CJP.
Gruppen
–Gruppenführung (max. 15 Personen, max. 1 Stunde, Niederländisch oder Englisch) 83,40 € pro Gruppe zzgl. Eintritt; Anfrage mindestens 2 Wochen vorher über boekingen@amsterdammuseum.nl.
Mit Museumkaart frei; ebenso mit ICOM-Karte, Stadspas, VriendenLoterij VIP-KAART, I amsterdam City Card und als Mitglied der Vereniging Rembrandt.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: nicht vorhanden
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das denkmalgeschützte Haus ist wegen vieler Treppen und fehlenden Aufzugs nicht für Rollstühle und Scootmobile zugänglich; Treppen mit Handlauf, keine Rampen. Persönliche Assistenz frei, Sunflower-Lanyard wird erkannt. Keine reizarmen Zeiten oder Ruheräume. Die Metrostation Waterlooplein hat nur am Ausgang Stopera einen Aufzug.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kostenloses Suchheft „Sammie vertelt“ für Kinder ab 6 Jahren (Niederländisch/Englisch) an der Kasse: Mit dem Hund Sammie geht es durch die Räume und den Garten. Kinder bis 17 Jahre haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rembrandtplein
Tram 4 (Haltestelle Rembrandtplein) und Tram 14 (Haltestelle Waterlooplein); Metro 51, 53 und 54 bis Waterlooplein, Ausgang Nieuwe Herengracht. Donnerstag bis Sonntag 9:30–17:30 Uhr hält die Hop-on-hop-off-Fähre Cultuur Ferry an der Haltestelle „Amstel“.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz. Nächstgelegene Parkhäuser: Nationale Opera & Ballet, Waterlooplein, The Bank und Markenhoven. Reisebusse über 7,5 t dürfen nicht ins Zentrum (Haltepunkte siehe tourbuzz.amsterdam.nl, nächster Halt 5–10 Minuten zu Fuß).
Vor dem Haus (Herengracht 605) liegt ein öffentlicher Anleger, an dem Rundfahrtboote Museumsbesucher absetzen können.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja (NL, EN, FR, DE)
Hinweise
Kostenlose Audiotour (Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch) an der Kasse. Gruppenführungen auf Anfrage. Vom 4.9. bis 4.12.2026 jeden Freitag 15–16 Uhr (nicht am 18.9., zusätzlich So 1.11.) öffentliche Jubiläumsführung „Tour 100 jaar Amsterdam Museum“ auf Niederländisch, im Eintritt enthalten.