
Über das Museum
Der Gebäudekomplex geht auf einen Wirtschaftshof mit großem Weinkeller zurück, den die Tullner Dominikanerinnen ab 1280 in Oberdöbling betrieben. Nach Aufhebung des Klosters erwarb 1824 der Industrielle Rudolf Arthaber das Areal, ließ den Hof – das heutige „Nonnenstöckl“ – erneuern, daneben ein Sommerpalais errichten und die Weingärten in einen Park verwandeln. 1870 kaufte der Bankier Leopold von Wertheimstein das Anwesen; seine Tochter Franziska vermachte Villa und Park der Stadt Wien.
Ab 1912 waren der Salon der Familie sowie Gedenkzimmer für die Hausgäste Eduard von Bauernfeld und Ferdinand von Saar als kleines Museum zugänglich, bis dieses 1947 schloss. Anfang der 1960er-Jahre wurden Villa und Nonnenstöckl für ein Heimatmuseum wiederentdeckt; am 10. Juni 1964 eröffnete das Bezirksmuseum Döbling, das danach schrittweise wuchs.
Heute zeigt es die Geschichte des 19. Bezirks von der Urgeschichte über die früheren Dörfer und die Türkenbelagerungen bis zu Industrie und Verkehr, darunter Modelle der Kahlenberg-Zahnradbahn und der Leopoldsberg-Seilbahn. Dazu kommen der weitgehend original erhaltene Salon der Villa, das von Moritz von Schwind ausgemalte Stiegenhaus und ein Weinbaumuseum im mittelalterlichen Keller.
Highlights
- Salon der Villa Wertheimstein mit Einrichtung um 1900
- Gedenkzimmer für Eduard von Bauernfeld und Ferdinand von Saar mit Saars Schreibtisch
- Stiegenhaus mit Malereien von Moritz von Schwind
- Modelle der Kahlenberg-Zahnradbahn und der Seilbahn auf den Leopoldsberg
- Weinbaumuseum im gotischen Keller mit Baumpresse von 1806
Dauerausstellungen
- Bezirksgeschichte Döbling – Räume im Nonnenstöckl zu Urgeschichte, früheren Dörfern, Verkehr und Industrie des 19. Bezirks sowie zu Döblinger Künstler:innen.
- Salon und Gedenkräume der Villa Wertheimstein – Originaler Salon der Familie Wertheimstein, Zimmer für Eduard von Bauernfeld und Ferdinand von Saar und das Schwind-Stiegenhaus.
- Weinbaumuseum – Geräte, Gefäße und eine große Baumpresse zur Weinbautradition Döblings im historischen Keller des Nonnenstöckls.
- Gegründet
- 1964
- Leitung
- Brigitte Kolin
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Freier Eintritt in allen Wiener Bezirksmuseen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum nicht barrierefrei zugänglich.
Kinder & Familie
- Mitmach- & Anfassstationen
Das Modell der früheren Standseilbahn vom Kahlenbergerdorf auf den Leopoldsberg lässt sich in Bewegung setzen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Pokornygasse
U6 bis Nußdorfer Straße, weiter mit Straßenbahn 37 Richtung Hohe Warte bis Pokornygasse; alternativ Straßenbahn D bis Rampengasse und rund 650 m (etwa 10 Minuten) zu Fuß.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Besucherparkplätze am Museum; öffentliche Parkmöglichkeiten in der Umgebung nutzen.
Mit dem Auto von der A22 über die Nordbrücke, Gunoldstraße und Barawitzkagasse zur Döblinger Hauptstraße.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
Räume des Museums können für Veranstaltungen gebucht werden; Angebot auf Anfrage.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Hinweise | Büro Montag und Mittwoch 9–11:30 Uhr (nicht an Ferien-, Feier- und schulfreien Tagen). Zum Museum gehört eine Bibliothek. |
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