
Burgruine Kollmitz
Weitläufige Burgruine über einer Thayaschleife bei Raabs mit zwei begehbaren Türmen und kleinem Museum zur Burggeschichte und zu G. M. Vischer.
Über das Museum
Kollmitz liegt auf einem von der Thaya umflossenen Felssporn rund viereinhalb Kilometer südöstlich von Raabs. Eine ältere Burg am gegenüberliegenden Ufer wurde im 13. Jahrhundert aufgegeben; auf dem Umlaufberg entstand zunächst ein bescheidener Adelssitz, der 1293 erstmals genannt wird. Um 1321 bauten die Herren von Wallsee-Drosendorf ihn zu einer repräsentativen Burg mit rund 25 Meter hohem Bergfried aus.
Im 15. Jahrhundert kamen als Antwort auf die Feuerwaffen die ausgedehnte Vorburg und die sogenannte Böhmische Mauer hinzu, die den Bergrücken einige hundert Meter vor der Burg absperrt. Die Herren von Hofkirchen, ab 1411 mit Kollmitz verbunden, ließen um 1580 Wohntrakte im Stil der Renaissance errichten. Nach der Gegenreformation wechselten die Besitzer; 1708 kam Kollmitz zur Herrschaft Raabs, die Verwaltung zog ins Schloss Raabs, und die Burg verfiel. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war sie bereits Ruine.
1974 gründete sich auf Initiative von Theo Laube der Verein zur Erhaltung der Ruine Kollmitz. Mit Hilfe der Bevölkerung, von Vereinen und Feuerwehren wurden die Mauern gesichert, die beiden Türme wieder begehbar gemacht und 1978 eine kleine Ausstellung eingerichtet. 1994 kaufte der Verein die Ruine und übergab sie der Stadtgemeinde Raabs. Heute zählt die Anlage mit Hochburg, Vorburg und Böhmischer Mauer zu den eindrucksvollsten Burgruinen des Waldviertels.
Highlights
- Bergfried (um 1321) und Hungerturm zum Besteigen mit Blick ins Thayatal
- Rund 350 m vorgelagerte „Böhmische Mauer“
- Ausstellung zu Leben und Werk des Kartografen Georg Matthäus Vischer
- Fundstücke aus den Restaurierungen: Ofenkacheln, Werksteine, Stuck
- Jausenstation in der Ruine
Dauerausstellungen
- Leben und Werk von Georg Matthäus Vischer (1628–1696) – Kleine Schau über den Tiroler Priester und Landvermesser, der um 1670 Niederösterreich kartierte und dabei die ältesten Ansichten vieler Burgen zeichnete. Dazu Funde aus den Restaurierungen und Informationen zur Bau- und Besitzgeschichte von Kollmitz.
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Verein zur Erhaltung der Ruine Kollmitz
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 2 €bis 5 Jahre frei · 6 bis 16 Jahre |
| Familien | 10 €2 Erwachsene und 2 Kinder, jedes weitere Kind frei |
| Führung (ab 10 Personen, nach telefonischer Vereinbarung) | 2 €pro Person zusätzlich zum Eintritt |
Mit der Niederösterreich-CARD einmalig freier Eintritt in Museum und Türme.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Direkt bei der Ruine nur wenige Stellplätze; empfohlen wird, in Kollmitzgraben oder Kollmitzdörfl zu parken und zu Fuß hinaufzugehen.
Die Ruine liegt rund 4,5 km südöstlich von Raabs an der Thaya. Zu Fuß ab Raabs über den Ritterweg (Rundweg, ca. 11,5 km) oder den Silbersteig; mit dem Rad über die „Thayarunde“.
Route planenService & Gastronomie
- Café
Jausenstation in der Ruine, Mai bis Oktober freitags bis montags und an Feiertagen 10–17 Uhr bei Schönwetter; Gruppen bitte anmelden.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Hochzeiten / Trauungen
Die Jausenstation in der Ruine steht für Feste, Hochzeiten und Geburtstagsfeiern zur Verfügung.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen zu Geschichte und Baugeschichte nur nach Voranmeldung beim Verein, ab 10 Personen. Hunde an der Leine sind willkommen. |





