
Jüdisches Museum Hohenems
Museum in der Villa Heimann-Rosenthal über drei Jahrhunderte jüdisches Leben in Hohenems, Vertreibung im Nationalsozialismus und die weltweite Diaspora.
Über das Museum
Über ein jüdisches Museum wurde in Hohenems seit den 1970er-Jahren diskutiert. Als die Stadt 1983 die Villa Heimann-Rosenthal erwarb, eine 1864 erbaute Fabrikantenvilla im ehemaligen jüdischen Viertel, bot sich ein geeigneter Ort. 1986 gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger einen Museumsverein; nach Restaurierung des Hauses wurde das Museum im April 1991 eröffnet. Die erste Ausstellung war als „begehbares Buch“ angelegt und stellte das Verhältnis von jüdischer Minderheit und Mehrheitsgesellschaft in Vorarlberg in den Mittelpunkt.
Nach dem Umbau von Café und Foyer 2005 eröffnete im April 2007 eine völlig neue Dauerausstellung. Sie erzählt, eng verknüpft mit Biografien, von der rund 300 Jahre bestehenden jüdischen Gemeinde Hohenems: von Ansiedlung, Handel und Aufklärung über Persönlichkeiten wie den Kantor Salomon Sulzer bis zu Verfolgung, Flucht in die Schweiz und Deportation nach 1938. Auch die Nachkriegszeit, der Umgang mit der Erinnerung und das Leben der Nachkommen in aller Welt sind Thema.
Durch enge Kontakte zu Nachfahren Hohenemser Familien ist seit der Gründung eine große Sammlung von Dokumenten, Fotos und Alltagsdingen entstanden. Träger ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Stadt Hohenems, Land Vorarlberg und der Förderverein vertreten sind. Neben jährlichen Sonderausstellungen bietet das Haus Rundgänge durch das jüdische Viertel und zum jüdischen Friedhof an.
Highlights
- Dauerausstellung zu über drei Jahrhunderten jüdischer Geschichte in Hohenems
- Kinderausstellung mit Leuchtkästen nach Geschichten von Monika Helfer
- Villa Heimann-Rosenthal von 1864 im ehemaligen jüdischen Viertel
- Erinnerung an Kantor Salomon Sulzer
- Rundgänge durch das jüdische Viertel und zum jüdischen Friedhof
Dauerausstellungen
- Die Geschichte der Juden von Hohenems. Vom Mittelalter bis heute – Rundgang durch rund drei Jahrhunderte jüdischer Gemeinde – von Ansiedlung und Aufklärung über Migration und NS-Verfolgung bis zur Diaspora der Nachkommen, mit Audioguides und Videostationen.
- Kinderausstellung – In die Vitrinen eingebaute Leuchtkästen erzählen mit Scherenschnittbildern und kurzen Geschichten die Gemeindegeschichte kindgerecht.
- Gegründet
- 1991
- Träger
- Verein Jüdisches Museum Hohenems (Stadt Hohenems, Land Vorarlberg, Förderverein)
- Leitung
- Irene Aue-Ben-David
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 11 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 8 €Schüler*innen, Lehrlinge, Studierende, Senior*innen, Menschen mit Behinderung, Zivildiener, Ö1 Club-Mitglieder, Inhaber*innen von aha card, EYCA-Jugendkarte und Familienpass sowie Gruppen ab 15 Personen |
| Kinder & Jugendliche | freibis 19 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre frei. |
| Seniorinnen & Senioren | 8 € |
| Menschen mit Behinderung | 8 €Begleitperson frei · Assistenzbegleitung frei |
| Studierende & Azubis | 8 € |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 8 € p. P.Gruppenführungen nach Dauer: bis 1 Stunde 14 €, bis 2 Stunden 16 €, bis 3 Stunden 18 € pro Person (ermäßigt 11/12/13 €, gültig ab 1. Oktober 2026); unter 10 Personen gilt der zehnfache Satz. |
| Familien | –Mit dem Vorarlberger Familienpass zahlen Eltern und Großeltern mit ihren Kindern bzw. Enkeln ermäßigt 5 €. |
Der Eintritt gilt für Dauer-, Sonder- und Kinderausstellung, den Besuch des jüdischen Friedhofs und des jüdischen Viertels und schließt den Audioguide ein. Freier Eintritt mit V-Card, Kulturpass „Hunger auf Kunst und Kultur“, ICOM-Ausweis, International Teacher Identity Card, IAA-Ausweis sowie für TIM-TAM-Guides und Mitglieder des Österreichischen Verbands der Kulturvermittler*innen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Das denkmalgeschützte Haus hat keinen Lift: Zum Haupteingang führen 11 Stufen, vom Hintereingang 5 Stufen ins Erdgeschoss mit Empfang und Café; Sonder- und Dauerausstellung sind nur über Treppen erreichbar. Sitzgelegenheiten auf allen Etagen. Besuch mit Rollstuhl bitte vorab absprechen. Führungen in leichter Sprache auf Anfrage.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 19 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Wickelmöglichkeit
Kinderausstellung für 6- bis 12-Jährige: 20 Leuchtkästen in den Vitrinen der Dauerausstellung, die Kinder selbst einschalten; die Geschichten gibt es auch zum Anhören. Kostenloser Entdecker-Rucksack für das jüdische Viertel und eine Familienkiste zum Scherenschnitt-Basteln im Café. Wickeltische in beiden Toiletten.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Jakob-Hannibal-Straße · 3 Min. zu Fuß
Vom Bahnhof Hohenems etwa 10 Minuten zu Fuß. Busse: Linien 180, 185 und 321 bis Schlossplatz (4 Min.) oder Jakob-Hannibal-Straße (3 Min.), Linien 181 und 182 bis Salomon-Sulzer-Straße (6 Min.), Linien 184, 186 und 322 bis Hohenems Bahnhof (10 Min.).
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine eigenen Parkplätze; öffentliche Parkplätze der Stadt Hohenems in der Nähe.
Mit dem Auto über die Rheintalautobahn, Ausfahrt Hohenems, Richtung Zentrum. Fahrradständer direkt vor dem Eingang.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
- WLAN
Museumscafé mit Zeitungen und Zeitschriften, Bagels und Hochzeitskuchen nach einem Rezept aus einem Liebesbrief von 1675. Garderobe mit absperrbaren Schließfächern; kostenloses WLAN. Vier Leihräder für Gäste, etwa für die Fahrt zum jüdischen Friedhof.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, FR) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führungen durch Dauer- und aktuelle Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat (nur Eintritt), dazu thematische Rundgänge durchs jüdische Viertel und über den Friedhof. Gruppenführungen (Dauerausstellung, aktuelle Ausstellung, jüdisches Viertel, Friedhof, Fluchtwege) sind kombinierbar, auch außerhalb der Öffnungszeiten, auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. |




