
Österreichisches Jüdisches Museum
Erstes nach 1945 gegründetes jüdisches Museum Österreichs, im Wertheimerhaus in Eisenstadt mit der ältesten erhaltenen Synagoge des Landes.
Über das Museum
Der Verein „Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt“ konstituierte sich im April 1972; ihm gehören die neun Bundesländer, die Republik, die Freistadt Eisenstadt und die Israelitische Kultusgemeinde an. Ziel war ein Ort der Erinnerung an das österreichische Judentum vor 1938 und ein Museum mit gesamtösterreichischem Blick. Es war das erste jüdische Museum, das in Österreich nach 1945 entstand.
Seit 1978 hat das Museum seinen Sitz im Wertheimerhaus im ehemaligen jüdischen Viertel. Das Palais ließ Ende des 17. Jahrhunderts Samson Wertheimer errichten, kaiserlicher Oberhoffaktor und Landesrabbiner. Seine Privatsynagoge überstand die Pogrome von 1938 und gilt als älteste in ihrer ursprünglichen Funktion erhaltene Synagoge Österreichs; nach der Renovierung wurde sie 1979 neu eingeweiht und dient bis heute auch für Gottesdienste. Eisenstadt gehörte zu den „Sieben Gemeinden“, deren Wohnhäuser, zwei Friedhöfe und Ghettopfeiler mit Schabbatkette weitgehend erhalten sind.
Die heutige Dauerausstellung besteht seit 1992 und folgt den jüdischen Festen im Jahreslauf sowie den Stationen des Lebens. Die Objekte stammen fast alle aus dem burgenländischen und westungarischen Judentum. Seit 2019 gehört die Bibliothek des Zeitzeugen Rudolf Gelbard zum Haus, im Erdgeschoß finden jährlich wechselnde Sonderausstellungen statt.
Highlights
- Privatsynagoge Samson Wertheimers – älteste in ursprünglicher Funktion erhaltene Synagoge Österreichs
- Installation mit 755 originalen Jahrzeittafeln
- Torawimpel des Gelehrten Akiba Eger von 1761
- Tischaufsatz für den Sederabend von 1774
- Lage im ehemaligen jüdischen Viertel mit zwei jüdischen Friedhöfen
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung: Jüdisches Jahr und jüdisches Leben – Kultobjekte aus dem burgenländischen und westungarischen Judentum führen durch die Feste des Jahres und die Stationen des Lebens von der Geburt bis zum Tod.
- Privatsynagoge Samson Wertheimers – Rund 70 m² große Synagoge aus der Zeit um 1700 im 1. Stock mit der Installation von 755 originalen Jahrzeittafeln, bis heute geweiht.
- Gegründet
- 1972
- Träger
- Verein Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt
- Leitung
- Esther Heiss
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 8,50 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 6 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4,50 € p. P.Ab 10 Personen. Führungspauschale 35 € pro Gruppe und Stunde; Begleitpersonen und Reiseleitung frei. |
| Familien | 13 €2 Erwachsene mit höchstens 2 Kindern bis 14 Jahre. |
| Schulgruppe pro Schüler:in | 2 €Zwei Begleitpersonen frei, Führung für Schulgruppen kostenlos. |
Ö1 Club- und Ö1 intro-Mitglieder samt Begleitperson erhalten 40 % Ermäßigung. Freier Eintritt mit Burgenland Card.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 13 € · 2 Erwachsene mit höchstens 2 Kindern bis 14 Jahre. |
|---|
- Familienführungen & Workshops
Das Museum bietet eigene Vermittlungsprogramme für Kinder; Familienkarte für 2 Erwachsene mit bis zu 2 Kindern.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Eisenstadt Esterházystraße
Bahn: REX 65 bis Eisenstadt Bahnhof. Bus: Linie 200 bis Eisenstadt Esterházystraße.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze in der Nähe des Museums.
Mit dem Auto über die A3.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
Auditorium für über 90 Personen gegen Saalmiete, sofern nicht vom Museum genutzt; die Synagoge steht nach Voranmeldung für Gottesdienste und jüdische Feste zur Verfügung.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen ab 10 Personen durch das Museum sowie durch das ehemalige jüdische Viertel mit den beiden jüdischen Friedhöfen; Reservierung mindestens 14 Tage vorher per Telefon oder E-Mail. Führungen für Schulgruppen dauern 1 bis 1,5 Stunden. Die Synagoge im 1. Stock ist beim Museumsbesuch zugänglich. |





