
Stift Seckau
Benediktinerabtei auf der Seckauer Hochebene mit romanischer Basilika, Habsburger-Mausoleum und der Ausstellung „Welt der Mönche“ (nur mit Führung).
Über das Museum
Adalram von Waldeck stiftete 1140 bei St. Marein nahe Knittelfeld das erste Chorherrenstift der Steiermark; wenige Jahre später wurde es auf die ruhigere Hochebene von Seckau verlegt, wo Sandstein für den Kirchenbau bereitlag. Die romanische Stiftskirche wurde 1164 geweiht und 1218 Kathedrale des neu gegründeten Bistums Seckau. Nach einem Brand 1259 entstand ein gotischer Kreuzgang, im 14. Jahrhundert blühte Seckau als Marienwallfahrtsort. 1590 wurde Erzherzog Karl II. von Innerösterreich im Mausoleum der Basilika beigesetzt, und bis 1628 entstand der mächtige Renaissancebau mit seinem rund 100 Meter langen Arkadengang.
Kaiser Joseph II. hob das Stift 1782 auf, der Bischofssitz wanderte nach Graz, und große Teile der Anlage verfielen. 1883 erwarben Benediktiner aus Beuron das Kloster und belebten es neu; 1887 wurde Seckau Abtei. Nach Vertreibung der Mönche durch die Nationalsozialisten 1940 kehrte die Gemeinschaft 1945 zurück.
Im 20. Jahrhundert prägten Künstler wie Herbert Boeckl mit dem Freskenzyklus der Engelkapelle und der Goldschmied Bruder Bernward Schmid das Kloster. Zum 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Graz-Seckau wurde die Basilika bis 2017 umfassend renoviert. Heute führt die kleine Mönchsgemeinschaft neben Pfarre und Abteigymnasium auch Klosterbetriebe wie eine Destillerie und zeigt Gästen in der Ausstellung „Welt der Mönche“ Geschichte und Kunst des Hauses.
Highlights
- Romanische Basilika mit Lettnerkreuzigungsgruppe aus dem frühen 13. Jahrhundert
- Habsburger-Mausoleum mit dem Grab Erzherzog Karls II.
- Engelkapelle mit Fresken von Herbert Boeckl zur Offenbarung des Johannes
- Seckauer Gnadenbild in der Gnadenkapelle
- Goldschmiedearbeiten von Bruder Bernward Schmid
- Renaissance-Arkadenhof und Kaisersaal (auf Wunsch an schulfreien Tagen)
Dauerausstellungen
- Welt der Mönche – Die nur mit Führung zugängliche Ausstellung erklärt Geschichte und Aufgaben des Klosters und zeigt sakrale Kunst bis zu den Goldschmiedearbeiten von Bruder Bernward Schmid; der Rundgang schließt die Basilika ein.
- Gegründet
- 1140
- Träger
- Benediktinerabtei Seckau
- Leitung
- Abt Johannes Fragner
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 10 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 €Schülerinnen und Schüler |
| Kinder & Jugendliche | 5 €Schülertarif |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 9 € p. P.Erwachsenengruppen ab 10 Personen, Führung inklusive; Schülergruppen 5 €. |
| Destillerieführung mit Verkostung (Gruppen ab 10 Personen) | 10 €Ca. 45 Minuten |
| Kombiticket „Welt der Mönche“ und Destillerie (Gruppen ab 10 Personen) | 18 € |
Die Preise gelten für die Führung durch die Ausstellung „Welt der Mönche“ und die Basilika.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Mit der Bahn bis Knittelfeld, vom Busbahnhof weiter mit der Buslinie 843 nach Seckau.
Mit dem Auto über die Murtalschnellstraße S36, Abfahrt Knittelfeld-Ost. Gegenüber der Abtei liegt das Gemeindeamt Seckau.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Buch- und Kunsthandlung (Klosterladen) im Westflügel beim Haupteingang der Basilika mit hauseigenen Produkten wie Klosterzwieback, Honig und Edelbränden; zugleich Treffpunkt für Führungen. Gasthäuser im Ort.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Der gut einstündige Rundgang führt durch die Ausstellungsräume und die Basilika, mit Schwerpunkten auf Geschichte und Funktion des Klosters sowie kirchlicher Kunst. Treffpunkt vor bzw. in der Buch- und Kunsthandlung im Klosterhof. Schulklassen werden altersgerecht betreut. An schulfreien Tagen und in den Sommerferien auf Wunsch auch Kaisersaal, Radmeistersaal und moderne Architektur im West- und Nordflügel. |





