
Virgilkapelle
Unterirdischer gotischer Kapellenraum aus dem 13. Jahrhundert in der U-Bahn-Station Stephansplatz – Standort des Wien Museums mit Schau zum mittelalterlichen Wien.
Über das Museum
Die Virgilkapelle entstand um 1220/30 unmittelbar neben der Stephanskirche als unterirdischer Unterbau für einen geplanten frühgotischen Sakralbau. Sechs mächtige Pfeiler und halbrund ausgemauerte Nischen formen einen rund elf Meter hohen Raum, der um 1246 mit roter Fugenmalerei und Radkreuzen ausgemalt wurde. Wer den Bau in Auftrag gab und wozu er ursprünglich diente, ist bis heute nicht geklärt. Später errichtete man darüber die Maria-Magdalena-Kapelle, deren Grundriss im Pflaster des Stephansplatzes markiert ist.
Ab dem frühen 14. Jahrhundert wurde der Bau unterschiedlich genutzt: Die Kaufmannsfamilie Chrannest richtete den unteren Raum als Andachtskapelle ein, unter anderem mit einem Altar für den heiligen Virgil, auf den der heutige Name zurückgeht; ein eingezogenes Zwischengeschoß diente als Beinhaus. Nach einem Brand wurde die Maria-Magdalena-Kapelle 1781 abgetragen und der unterirdische Raum mit Schutt verfüllt – wodurch die Wandmalereien rund zwei Jahrhunderte lang erhalten blieben.
Beim Bau der U-Bahn wurde die Kapelle 1973 wiederentdeckt und als Standort des Wien Museums in die Station Stephansplatz eingebunden. Wegen Feuchtigkeits- und Salzschäden musste sie 2008 schließen; nach Einbau einer Klimaanlage und Neugestaltung des Zugangs öffnete sie im Dezember 2015 wieder, ergänzt um eine kompakte Dauerausstellung zum mittelalterlichen Wien. Derzeit ist der Standort aus restauratorischen Gründen vorübergehend geschlossen.
Highlights
- Einer der besterhaltenen gotischen Innenräume Wiens, rund 800 Jahre alt
- Radkreuze und rote Fugenmalerei aus der Mitte des 13. Jahrhunderts
- Brunnen vor der Ostnische mit ungeklärter Funktion
- Ausstellung zum mittelalterlichen Wien mit Multimediastationen
- Grundriss der Maria-Magdalena-Kapelle im Pflaster des Stephansplatzes
Dauerausstellungen
- Virgilkapelle und mittelalterliches Wien – Neben dem gotischen Kapellenraum erzählt eine kleine Schau mit Objekten und sechs Medienstationen von Herrschaft, Stadtorganisation und Alltag im mittelalterlichen Wien.
- Träger
- Museen der Stadt Wien – Wien Museum
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 5 €Senior:innen, Vienna City Card, Ö1 Club, Menschen mit Behinderung, Studierende unter 26 Jahren, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener, Gruppen ab 10 Personen |
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Freier Eintritt für alle unter 19 Jahren. |
| Seniorinnen & Senioren | 5 € |
| Menschen mit Behinderung | 5 €Begleitperson frei |
| Studierende & Azubis | 5 €Studierende unter 26 Jahren |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 5 € p. P.Ermäßigter Eintritt für Gruppen ab 10 Personen. |
| Digitale Jahreskarte Wien Museum (alle Standorte inkl. Sonderausstellungen) | 32 €Ab Kauf ein Jahr gültig. |
Freier Eintritt: Jeden ersten Sonntag im Monat freier Eintritt.
Freier Eintritt mit Jahreskarte Wien Museum, ICOM-Card und Kulturpass („Hunger auf Kunst und Kultur“). Bezahlung vor Ort bar oder mit Bankomatkarte.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang über die Lifte der Wiener Linien: mit dem Lift Stephansplatz/Haas-Haus zur Kassa, dann mit dem U-Bahn-Lift zur Ebene der U3 (Richtung Simmering) mit dem barrierefreien Eingang – vorher Ticket kaufen und das Personal informieren. Vom Kassenbereich führt sonst eine Wendeltreppe mit 23 Stufen hinab. Barrierefreie Toilette der Wiener Linien auf der Eingangsebene (kostenpflichtig). Behindertenparkplätze in der Umgebung, u. a. Singerstraße und Spiegelgasse.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
|---|
- Kinderwagenfreundlich
Kinderwagen dürfen bei ausreichend Platz in die Ausstellung mitgenommen werden (Zugang über die Lifte); eine eigene Abstellfläche gibt es nicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Stephansplatz
U-Bahn-Station Stephansplatz (Wiener Linien); Eingang über die U-Bahn-Station gegenüber dem Stephansdom.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz; ganz Wien ist Kurzparkzone. Nächste Parkgarage: Parkhaus City Stephansplatz/Schulerstraße. Reisebusse: Busparkplatz am Franz-Josefs-Kai.
Fahrradabstellplätze am Stephansplatz.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
- Garderobe
- WLAN: nicht vorhanden
Kleines Sortiment mit Wien-Bezug an der Kassa; Garderobenhaken im Eingangsbereich (ohne Haftung). Zwei Sitzbänke im Ausstellungsbereich; Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Audioguide | ja (DE, EN) |
|---|---|
| Fotografieren | Fotografieren und Filmen für private Zwecke ohne Blitz, Stativ und Selfiestick erlaubt (außer bei gekennzeichneten Objekten). |
| Hinweise | Ausstellungstexte auf Deutsch und Englisch. |





