
Musée d’Art et d’Histoire de Genève
Das größte Kunst- und Kulturgeschichtsmuseum Genfs zeigt Archäologie, Malerei, Kunsthandwerk und Uhren in einem Bau von 1910.
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Über das Museum
Die Wurzeln der Genfer Sammlungen reichen bis in die Zeit der Reformation zurück. Über Jahrhunderte wanderten die Bestände durch verschiedene Orte der Stadt, darunter Bibliothek, Zeichenschule, Rathaus, Arsenal und das Musée Rath, weil nirgends genug Platz war. Aufgebaut wurden sie fast ausschließlich durch Bürgerinnen und Bürger, deren Schenkungen und Vermächtnisse den Grundstock bildeten.
Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich die Idee eines großen Zentralmuseums durch, das die archäologischen, kunstgewerblichen und künstlerischen Sammlungen der Stadt unter einem Dach vereinen sollte. 1910 wurde das Haus am Rand der Altstadt eingeweiht, ein neoklassizistischer Bau des Genfer Architekten Marc Camoletti mit einem Innenhof, in dem das Lapidarium untergebracht ist.
Schon bald reichte der Platz erneut nicht aus, weshalb nach und nach Außenstellen entstanden: die Kunst- und Archäologiebibliothek (1928), das Musée Ariana, das Kabinett für Grafik (1952), das Uhren- und Schmuckmuseum (1972) und die Maison Tavel (1986). Heute umfasst die Sammlung rund 650 000 Objekte aus etwa 15 000 Jahren, von Archäologie über Malerei, Skulptur und Grafik bis zu Kunsthandwerk, Münzen, Uhren und Schmuck.
Das Gebäude gilt als sanierungsbedürftig; nach einem internationalen Architekturwettbewerb 2024/25 wurde der Entwurf „Umwelt“ für Erweiterung und Instandsetzung ausgewählt. Der Museumsbetrieb läuft bis dahin weiter.
Highlights
- Beaux-Arts-Rundgang mit den Meisterwerken der Sammlung
- Antiken aus Ägypten, Griechenland und Rom sowie regionale Archäologie
- Genfer Landschaftsmalerei und Uhren- und Schmucksammlung
- Neoklassizistischer Bau von 1910 mit Innenhof und Lapidarium
- Donnerstags Abendöffnung bis 21 Uhr
- Gegründet
- 1910
- Träger
- Ville de Genève
- Leitung
- Marc-Olivier Wahler
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei wählbar („Paie ce qu'il te plaît“): Besucher zahlen an der Kasse den Betrag, den sie selbst für angemessen halten, zu Beginn oder am Ende des Besuchs. Als Orientierung nennt das Museum, dass Eintritte in Genfer Museen meist zwischen 5 und 20 CHF liegen. Das gilt auch für Maison Tavel und Musée Rath. Einzelne Veranstaltungen sind kostenpflichtig oder anmeldepflichtig.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription
Ein stufenloser Alternativeingang mit Klingel und Gegensprechanlage liegt am Boulevard Jaques-Dalcroze 9 (gegenüber dem Parkhaus Saint-Antoine); am Haupteingang gibt es große Stufen. Im Haus helfen Aufzüge und Hebeplattformen. Taktile und klingende Etagenpläne („Virtuoz“) für den Kunstparcours, Führungen für blinde und sehbehinderte Gäste, Videoguides in Gebärdensprache, Führungen in leichter Sprache und Rundgänge für Menschen mit Demenz. Das Museum trägt das Label „Culture inclusive“.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2 Std. |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
- Spielplatz / Spielecke: nicht vorhanden
Regelmäßige Programme für Familien und Kinder: Rundgänge für Kinder von 3 bis 5 Jahren, der „Musée à quatre pattes“ für Babys von 3 Monaten bis 2 Jahren, Familienrundgänge und Leseclub für Kinder ab 6 Jahren (3 CHF Kinder, 5 CHF Erwachsene, mit Anmeldung) sowie Familientage in den Schulferien. Kinderwagen sind erlaubt; Aufzüge, Rampen und Hebeplattformen helfen bei den Stufen. Wickelmöglichkeiten gibt es in einigen Toiletten, einen Spielraum nicht; zum Spielen bietet sich der Parc de l'Observatoire gegenüber an.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Musée d'art et d'histoire
Bus 7 (Haltestelle Musée d'art et d'histoire), Bus 3 und 5 (Athénée), Bus 92 (Saint-Antoine), Bus 1 und 8 (Florissant), Tram 12 und 17 (Rive); Léman Express bis Genève-Champel.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentliches Parkhaus Saint-Antoine in der Nähe; der barrierefreie Eingang liegt gegenüber.
Service & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
Restaurant Le Barocco im Haus (unabhängig geführt, Di–So 11.45–18 Uhr, donnerstags ab 12 Uhr; Reservierung +41 22 418 26 82). Buchhandlung „Books & Co.“ mit Leseecken und fahrbarem Shop sowie Museumsshop am Eingang. Schließfächer in verschiedenen Größen; Jetons gibt es kostenlos an der Kasse.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 460 Personen.
Mietbar sind der Innenhof (640 m², bis 460 Personen), der Konferenzsaal (235 Plätze), der Raum GamMAH (bis 80 Personen) und die Gewölbekeller der Maison Tavel. Anfragen an location.mah@geneve.ch.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren für den privaten Gebrauch ist erlaubt, jedoch ohne Blitz. |
| Hinweise | Für den ganzen Rundgang empfiehlt das Museum mindestens zwei Stunden. Die digitale Besucherführung „MAH Visite“ bietet Audiorundgänge und Informationen zu gescannten Werken. Öffentliche Führungen gibt es regelmäßig (sonntags, mittags unter der Woche, donnerstagabends); private Gruppenführungen für 5 bis 25 Personen kosten 200 CHF und müssen mindestens 15 Tage vorher per E-Mail angefragt werden (adp-mah@geneve.ch), teils auch auf Englisch, Spanisch, Ukrainisch oder Russisch. Schulklassen buchen über eine eigene Ticketplattform. |





