Musée paysan et artisanal
Neuenburger Bauernhof von 1612 in La Chaux-de-Fonds mit Wohnwelt einer Bauernfamilie, Uhrmacherstube, großer Sammlung und Themenausstellungen.
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Über das Museum
Das Haus des Musée paysan et artisanal geht mindestens auf das Jahr 1612 zurück; Archivspuren belegen sogar schon 1541 eine Behausung auf dem Gelände. Bis 1960 wechselten die Besitzer, ab 1962 stand der Hof leer und verfiel. 1963 gründeten engagierte Bürger um den Gymnasiumsdirektor André Tissot die Vereinigung ASPAM zum Schutz der Bauernhäuser der Neuenburger Berge. Noch im selben Jahr wurde die Abbruchbewilligung zurückgezogen, die Restaurierung zog sich bis in die 1970er-Jahre.
Am 4. September 1971 öffnete das Museum offiziell; seither führt eine Stiftung das Haus. Die ersten Konservatoren waren Liebhaber alter Häuser und Bräuche, seit 1990 wird die Museumsarbeit professionell betrieben. Zum Museum gehören drei Gebäude: das Hauptgebäude, ein steinerner Speicher dahinter und die Ferme de la Combeta aus dem späten 17. Jahrhundert, die für Feste vermietet wird. Die Eidgenossenschaft stufte die Anlage als Bau von nationaler Bedeutung ein.
Die Sammlung wird seit 1966 aufgebaut, zunächst durch Ankäufe, heute fast nur noch durch Schenkungen. Sie umfasst über 15.000 Objekte: bäuerliche Geräte und Fahrzeuge aus der Zeit vor der Motorisierung, Werkzeug für Leder-, Metall- und Holzhandwerk sowie Alltagsgegenstände wie Geschirr, Kleider, Möbel und Spielzeug. Das Museum versteht sich als regionales Ökomuseum in einer Stadt, die wegen ihrer Uhrmacher-Architektur zum UNESCO-Welterbe zählt; in solchen Höfen nahm die Neuenburger Uhrenindustrie ihren Anfang.
Highlights
- Bauernhof von mindestens 1612, als Bau von nationaler Bedeutung eingestuft
- Küche mit pyramidenförmigem Kamin und Backofen
- Getäferte Stube mit Kachelofen und Alkoven, in der auch Spitze geklöppelt wurde
- Uhrmacherstube mit Werkbank als Wiege der Neuenburger Uhrenindustrie
- Über 15.000 Sammlungsobjekte von Ackergeräten bis Spielzeug
- Dreisprachige Beschriftung (Französisch, Deutsch, Englisch)
Dauerausstellung
- Dauerausstellung: Wohnwelt einer Bauernfamilie – Der Rundgang führt durch Küche mit Kamin und Backofen, getäferte Stuben mit Kachelöfen und die Uhrmacherstube; Feuer und Holz bestimmen die Atmosphäre des Hauses, dreisprachige Tafeln erklären die Räume.
- Gegründet
- 1971
- Träger
- Stiftung des Musée paysan et artisanal (Fondation)
- Leitung
- Diane Skartsounis
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 8 CHF |
|---|---|
| Ermäßigt | 6 CHFAHV, IV, Arbeitslose |
| Kinder & Jugendliche | freibis 16 Jahre frei · Kinder bis 16 Jahre frei, auch kleine Kinder sind willkommen |
| Seniorinnen & Senioren | 6 CHFAHV |
| Menschen mit Behinderung | 6 CHFIV |
| Studierende & Azubis | 3 CHFStudierende und Lernende |
| Führung (bis 25 Personen) | 100 CHFNur auf Anfrage; auf Deutsch CHF 80; für blinde und sehbehinderte Gäste (bis 15 Personen) CHF 80 |
| Führung für Schulklassen (30 Min.) | 40 CHF |
| Goûter mit Zimttee und Taillaule – Erwachsene, AHV, IV | 8 CHFAuf Reservierung; Jugendliche (12–16 Jahre) CHF 6, Kinder unter 12 Jahren CHF 5 |
| Pass Musée paysan (ein Jahr gültig) | 15 CHFMindestbetrag |
| Pass 2 Tage / 5 Museen – Erwachsene | 18 CHFErmäßigt (AHV, IV) CHF 15; Kinder ab 12 Jahren CHF 12; Familie CHF 36 |
Schulklassen aus dem Kanton Neuenburg frei, Begleitpersonen CHF 6; Schüler von außerhalb des Kantons CHF 1 außerhalb der Öffnungszeiten. Freier Eintritt mit Raiffeisen-Karte, Schweizer Museumspass, Neuenburger Museumskarte (Carte des Musées neuchâtelois, zu kaufen für CHF 40, AHV/Studierende CHF 20) und „Vignette 20 ans 100 francs“, jeweils nicht gültig außerhalb der normalen Öffnungszeiten. Gut erzogene, angeleinte Hunde sind willkommen. Euro und Bankkarten werden akzeptiert.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 16 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Kindergeburtstage
Kinder, auch ganz kleine, sind willkommen. In den Osterferien gibt es Tiere auf dem Hof, eine Suche nach versteckten Küken und Hasen, mittwochs Ateliers und täglich eine Karottenjagd; zur Museumsnacht und zum Museumstag laufen Familienaktivitäten, zum Jahresende kommen Weihnachtsausstellung, Nikolaus und Weihnachtsfrau. Ganzjährig gibt es eine Rallye durch die Ausstellung. Kindergeburtstage sind buchbar.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Musée paysan (Bus 303); Bahnhof Les Forges
Alle Züge Richtung Le Locle halten am Bahnhof Les Forges, 5 Gehminuten vom Museum. Ab Bahnhof La Chaux-de-Fonds Bus 303 Richtung Les Foulets bis „Musée paysan“ (sonntags verkehrt der Bus in umgekehrter Richtung und braucht sehr lange).
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Gebührenpflichtiger Parkplatz östlich des Museums.
Das Museum liegt im Südwesten der Stadt in der Industriezone; mit dem Auto den braunen Wegweisern „Musée paysan et artisanal“ folgen. Zu Fuß ab Bahnhof La Chaux-de-Fonds 20 bis 30 Minuten (Lift am Bahnsteigende, dann nach Westen immer geradeaus).
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Boutique mit regionalen Produkten (Honig, Konfitüren, Sirup, Seifen, Spitzenwaren, Spiele), auch per Bestellung; Goûter und Apéro auf Reservierung.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
Die Ferme de la Combeta (spätes 17. Jahrhundert) wird für Feste im Familien- und Freundeskreis vermietet; Reservierung per E-Mail oder unter +41 32 913 78 46.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen nur auf vorherige Anfrage, durch Dauer- und Wechselausstellung; auch auf Deutsch. Dreisprachige Tafeln (Französisch, Deutsch, Englisch) begleiten den Rundgang. |



