
Frihedsmuseet
Museum des Nationalmuseet über Besatzung und Widerstand in Dänemark 1940–1945, mit unterirdischen Ausstellungsräumen am Churchillparken.
Über das Museum
Die Wurzeln des Frihedsmuseet liegen in einer Ausstellung, mit der die dänische Widerstandsbewegung nach der Befreiung 1945 ihre Arbeit dokumentierte. 1957 erhielt das Museum ein eigenes Gebäude auf der Esplanade am Churchillparken, zwischen Kastellet und Amalienborg.
Im April 2013 zerstörte ein vorsätzlich gelegtes Feuer rund zwei Drittel des Hauses; die unersetzlichen Objekte konnten jedoch gerettet werden. Für den Neubau entwarf das Büro Lundgaard & Tranberg ein Museum, dessen Ausstellungsräume unter der Erde liegen – als Bild für den Untergrund des Widerstands und zum Schutz der lichtempfindlichen Objekte. Oberirdisch erscheint nur ein elliptischer Empfangsbau mit einem umschlossenen Platz. Die Wiedereröffnung im Juli 2020 fiel mitten in die Corona-Zeit; Stiftungen wie die A.P. Møller Fonden trugen wesentlich zur Finanzierung bei.
Die Dauerausstellung „Vejen til frihed“ erzählt die Besatzungsjahre anhand von vier Widerstandskämpfern und einem dänischen Nationalsozialisten und stellt die Frage, wie man selbst gehandelt hätte. Zu den eindrucksvollsten Objekten gehören die originalen Hinrichtungspfähle, das Fischerboot Ternen, mit dem jüdische Familien nach Schweden flohen, durchschossene Kleidungsstücke und ein nur telefonbuchgrosses Funkgerät des Widerstands. An Mitmachstationen lassen sich eine illegale Zeitung drucken, Codes knacken und Morsesignale senden.
Das Frihedsmuseet gehört zum Nationalmuseet und bildet mit dem Krigsmuseet eine gemeinsame Einheit. Archiv und Datenbanken zur Besatzungszeit stehen Interessierten nach Vereinbarung bzw. online offen.
Highlights
- Originale Hinrichtungspfähle aus der Besatzungszeit
- Fischerboot Ternen, mit dem jüdische Familien nach Schweden flohen
- Telefonbuchgrosses Funkgerät des Widerstands von 1943
- Mantel des Widerstandskämpfers Flammen und Schlüsselbund von Citronen
- Unterirdische Ausstellungsräume von Lundgaard & Tranberg
Dauerausstellungen
- Vejen til frihed – Unterirdischer Rundgang durch die Besatzungszeit 1940–1945, erzählt über vier Widerstandskämpfer und einen dänischen Nationalsozialisten und ihre schweren Entscheidungen.
- Gegründet
- 1957
- Träger
- Nationalmuseet
- Leitung
- David Høyer
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 130 DKK |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. |
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Freier Eintritt mit Ledsagekort (im Shop vorzeigen). |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | –10 % Rabatt auf den Eintritt ab 10 Erwachsenen. |
| Private Führung (bis 20 Personen, während der Öffnungszeit) | 1.100 DKKZuzüglich Eintritt; mindestens sieben Tage im Voraus buchen |
| Stadtrundgang „Byvandring til besættelsens København“ | 190 DKKAm ersten Samstag im Monat im Sommerhalbjahr; Museumseintritt nicht enthalten |
Beim Online-Kauf 10 % günstiger; das Ticket gilt ein Jahr ab Kauf und enthält einen Audioguide. Freier Eintritt mit allen Copenhagen Cards. 20 % Rabatt mit Jahreskarte von Frøslevlejren, Nationalmuseet, Frilandsmuseet oder Kronborg Slot; Rabatte nicht kombinierbar.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Aufzug vorhanden, die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar; unterwegs gibt es Sitzgelegenheiten. Zwei Rollstühle können kostenlos ausgeliehen werden, eigene E-Scooter sind nicht erlaubt. Servicehunde willkommen, andere Hunde nicht.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
In der Ausstellung kann man selbst eine illegale Zeitung drucken, Codes knacken und Morsesignale senden. Kinderwagen dürfen mitgebracht werden, ein Wickelplatz ist vorhanden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Østerport Station
Zug, Metro M3/M4 sowie Bus 23 und 27 bis Østerport Station; alternativ Metro M3/M4 bis Marmorkirken; Hafenbus bis Nordre Toldbod.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine museumseigenen Parkplätze; gebührenpflichtiges Parken in der Umgebung (grüne Zone), Parkplatzsuche oft schwierig.
Besuchereingang Esplanaden 13.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
Kein Café; der Museumsshop bietet Bücher, Spiele und Souvenirs zur Besatzungszeit sowie Bier, Wasser und Süsses. Mitgebrachtes Essen kann an Bänken vor dem Museum gegessen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt; kommerzielle Aufnahmen nur mit Genehmigung. |
| Hinweise | Private Führungen („Gå under jorden“, „Det vi ikke taler om“ oder als Stadtrundgang) für bis zu 20 Personen, mindestens sieben Tage im Voraus buchen. Im Sommerhalbjahr öffentlicher Stadtrundgang zur Besatzungszeit am ersten Samstag im Monat (2 Stunden, ca. 3,5 km, nicht für Rollstühle geeignet). Schulklassen haben freien Eintritt, sollen sich aber vorher anmelden (frihedsmuseet@natmus.dk, +45 41 20 60 80); Klassen unterhalb der 7. Klassenstufe nur in Begleitung einer Lehrkraft. |





