
Aktives Museum Spiegelgasse
Ehrenamtlich getragenes Museum zur deutsch-jüdischen Geschichte Wiesbadens in einem Fachwerkhaus von 1735 in der Altstadt.
Über das Museum
Hinter dem Museum steht ein Bürgerverein, der sich im März 1988 als Förderkreis für ein aktives Museum deutsch-jüdischer Geschichte in Wiesbaden gründete und seit 2001 unter dem heutigen Namen auftritt. Er will jüdisches Leben in der Stadt als Teil der Wiesbadener Geschichte sichtbar machen, die Verfolgung und Ermordung in der NS-Zeit dokumentieren und gegen Antisemitismus und Ausgrenzung wirken. Der Grossteil der Arbeit wird ehrenamtlich geleistet.
Der Verein nutzt zwei historische Häuser in der Spiegelgasse. Das Fachwerkhaus Nr. 11 aus dem Jahr 1735 gilt als ältestes erhaltenes jüdisches Wohnhaus der Stadt; nach der Restaurierung wurde es im Sommer 1999 als Ausstellungshaus eröffnet, zunächst mit Fotografien einer Deportation nach Theresienstadt. Im Nachbarhaus Nr. 9, wo im 18. und 19. Jahrhundert ein jüdisches Badhaus mit Mikwe bestand, befinden sich Geschäftsstelle, Archiv und eine Fachbibliothek mit rund 6.000 Bänden.
Bekannt wurde der Verein vor allem durch seine Erinnerungsblätter mit Lebensgeschichten verfolgter Wiesbadener Jüdinnen und Juden sowie durch die Verlegung von Stolpersteinen; im September 2025 kam der 800. Stein in Wiesbaden hinzu. 2004 erhielt er den Obermayer German Jewish History Award. Die seit Februar 2025 gezeigte Ausstellung „Formen der Erinnerung“ bündelt diese Projekte. Seit Juli 2026 gibt es zudem einen Audiowalk zur Wiesbadener Demokratiegeschichte.
Highlights
- Fachwerkhaus von 1735, ältestes erhaltenes jüdisches Wohnhaus Wiesbadens
- Ausstellung „Formen der Erinnerung“ mit Erinnerungsblättern, Stolpersteinen und Deportationsfotos
- Karte aller Wiesbadener Stolpersteine
- Führung mit Vortrag an jedem ersten Samstag im Monat
- Fachbibliothek zur deutsch-jüdischen Geschichte
Dauerausstellungen
- Formen der Erinnerung – Zeigt, wie in Wiesbaden an verfolgte und ermordete Jüdinnen und Juden erinnert wird: mit Erinnerungsblättern, Stolpersteinen, Fotos der Deportation vom 1. September 1942 und einer Karte aller Stolpersteine der Stadt.
- Gegründet
- 1999
- Träger
- Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Keine Angaben zur Barrierefreiheit; das Ausstellungshaus ist ein historisches Fachwerkhaus in einem Hinterhof.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen und das Kombiangebot aus Führung und Vortrag schon ab 2 Personen nach Absprache; die Führung mit Vortrag dauert etwa 30–45 Minuten. Der Verein entwickelt Bildungsangebote mit Schulen. Zusätzlich gibt es einen Audiowalk „Hörmal Demokratie“ mit Stationen im Stadtgebiet. |





