Vom Landesmuseum Württemberg übernommene Fürstensammlung aus Sigmaringen, vorgestellt über fünf Sammlerpersönlichkeiten – mit Funden von der Steinzeit bis zu römischen Silberscheiben und apulischen Vasen.
Über das Museum
Die Stadt Ellwangen eröffnete das Alamannenmuseum im September 2001. Es bezog die Nikolauspflege, einen denkmalgeschützten Komplex aus einer Kapelle mit spätmittelalterlichem Kern und einem Pfründnerhaus von 1593, das zu den ältesten erhaltenen Armen- und Siechenhäusern im Südwesten zählt. Der Garten mit der Nikolauskapelle gehört zum Museumskonzept und zeigt unter anderem einen nachgebauten Getreidespeicher und einen Gemüsegarten der Alamannenzeit.
Den Kern der Ausstellung bilden die Grabungen, die das Landesdenkmalamt seit 1986 im wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim durchführt. Dort kamen mit über 1.300 Bestattungen des 5. bis 7. Jahrhunderts das grösste bekannte alamannische Gräberfeld Baden-Württembergs sowie die zugehörige Siedlung mit einem Herrenhof und reich ausgestatteten Hofgrablegen zutage. Ergänzt werden diese Funde durch Leihgaben aus ganz Süddeutschland.
Der vom Archäologen und Museumsleiter Andreas Gut konzipierte Rundgang verteilt sich auf drei Ebenen: Unten geht es um die frühe Alamannenzeit und die Völkerwanderung, beginnend mit einem teilrekonstruierten Grubenhaus samt Webstuhl, in den oberen Stockwerken um die Merowingerzeit, als Alamannien ein fränkisches Herzogtum war. Themen sind Textil- und Holzhandwerk, Gold- und Silberschmiedekunst sowie die Christianisierung, für die vor allem Goldblattkreuze und mit Schlangen verzierte Baumsärge stehen. Lebensgrosse Szenen, Medienstationen und Mitmach-Elemente machen den Stoff anschaulich.
Zum 25-jährigen Bestehen zeigt das Museum 2026 als zweite Station die Sonderausstellung zur archäologischen Sammlung Hohenzollern des Landesmuseums Württemberg.
Highlights
Funde aus dem grössten alamannischen Gräberfeld Baden-Württembergs in Lauchheim
Goldblattkreuze als frühe christliche Zeugnisse in Süddeutschland
Baumsärge mit doppelköpfigen Schlangen
Teilrekonstruiertes Grubenhaus mit Webstuhl
Museumsgarten mit nachgebautem Getreidespeicher
Öffentliche Führung jeden ersten Sonntag im Monat
Dauerausstellungen
Dauerausstellung zur Geschichte der Alamannen – Rundgang über drei Ebenen von der Völkerwanderungs- bis zur Merowingerzeit mit Schwerpunkt auf den Grabungen in Lauchheim.
Gegründet
2001
Träger
Stadt Ellwangen (Jagst)
Leitung
Andreas Gut
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
4 €
Ermässigt
3 €
Kinder & Jugendliche
freibis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei.
Gruppen (ab 12 Pers.)
3,50 € p. P.Schulklassen 1,50 € pro Schüler*in. Führung (max. 25 Personen) 45 €.
Familien
9,50 €2 Erwachsene mit Kindern.
Kombiticket mit Limesmuseum Aalen
8 €Laut Limesmuseum Aalen.
Freier Eintritt mit AlbCard. Vorteil bei Vorlage eines tagesaktuellen bwtarif-Tickets, D-Tickets JugendBW oder Deutschland-Tickets (bwegtPlus). Für wen der ermässigte Preis gilt, ist nicht angegeben.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
9,50 € · 2 Erwachsene mit Kindern.
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Viele Ausstellungsstationen zum Anfassen und Mitmachen sowie interaktive Medien; kindgerechte Führungen über die Tourist-Information. Kinder unter 6 Jahren frei.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Café
Museumsshop
Cafeteria und Museumsshop im Haus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führung jeden ersten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr ohne Anmeldung (nur Eintritt). Kursprogramm z. B. Brettchenweben, Lesenächte für Schulklassen und jährliches „Ellwanger Alamannen-Forum“.