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Anti-Kriegs-Museum in Berlin
Foto: Miriam Guterland · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Anti-Kriegs-Museum

Ehrenamtlich betriebenes Museum in Wedding, 1925 von Ernst Friedrich gegründet: Fotos und Objekte gegen den Krieg, Luftschutzkeller, Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Der Schriftsteller und Pazifist Ernst Friedrich eröffnete 1925 in der Parochialstrasse nahe dem Alexanderplatz das weltweit erste Museum gegen den Krieg. Vorausgegangen war sein Bildband „Krieg dem Kriege“, der mit schonungslosen Fotos verstümmelter Soldaten die Folgen des Ersten Weltkriegs zeigte und zu den meistverbreiteten pazifistischen Büchern Europas zählte. Das Museum wandte sich vor allem an junge Menschen und sollte Kriegsverherrlichung entgegenwirken.

Nach zahlreichen Prozessen gegen Friedrich plünderte die SA das Haus im März 1933 und nutzte es als Sturmlokal. Friedrich floh mit seiner Familie ins Ausland; ein in Brüssel neu aufgebautes Museum wurde nach der deutschen Besetzung 1940 zerstört. An den ursprünglichen Standort erinnert heute eine Gedenktafel.

Am 2. Mai 1982, fünfzehn Jahre nach Friedrichs Tod, gründete sein Enkel Tommy Spree das Museum mit Ehrenamtlichen neu, zunächst in Kreuzberg; seit 1984 befindet es sich in der Brüsseler Strasse im Wedding. Das gemeinnützige Haus finanziert sich überwiegend aus Spenden.

Die Dauerausstellung zeigt Fotos, Dokumente und Objekte aus beiden Weltkriegen, stellt Persönlichkeiten der Friedensbewegung vor und gibt Denkanstösse zu aktuellen Konflikten. Im Keller ist ein Luftschutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg zu besichtigen. Seit 1998 zeigt die angeschlossene Peace Gallery wechselnde Kunstausstellungen zu Krieg und Frieden.

Highlights

  • Geschichte des weltweit ersten Anti-Kriegs-Museums von 1925
  • Ernst Friedrichs Bilddokumentation „Krieg dem Kriege“
  • Original erhaltener Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Peace Gallery mit wechselnden Kunstausstellungen
  • Skulptur „Das Gewehr zerbrechen“ vor dem Haus

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung zu Krieg und Frieden – Fotos, Dokumente und Objekte aus beiden Weltkriegen, Porträts von Friedensaktivisten und Hinweise auf aktuelle Krisenherde.
  • Luftschutzkeller – Ein im Originalzustand erhaltener Schutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg mit Alltagsobjekten wie Volksempfänger und Gasmaske.
Gegründet
1925
Träger
Anti-Kriegs-Museum (gemeinnützig, ehrenamtlich)
Leitung
Tommy Spree

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Erwachsenefrei
Kinder & JugendlichefreiBesuch mit Kindern unter 13 Jahren wird wegen verstörender Abbildungen nicht empfohlen
Gruppenfrei p. P.Gruppenbesuche (Schulklassen, Reisegruppen) bitte anmelden unter 030 4028691 oder per Kontaktformular

Eintritt frei; das Museum finanziert sich überwiegend durch Spenden.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 13 Jahren

    Wegen des sensiblen Themas und verstörender Abbildungen rät das Museum von Besuchen mit Kindern unter 13 Jahren ab.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    U9 Amrumer Strasse; U6 Seestrasse; Tram M13 und 50 Seestrasse/Amrumer Strasse; Bus 106 und 221

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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    Führungenja
    Angebote für Schulenja
    HinweiseFür Schulklassen wird Vor- und Nachbereitung dringend empfohlen. Gruppenbesuche mit thematischen Schwerpunkten nach Anmeldung. Ehrenamtlich betreut.

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