
Besucherbergwerk Fell
Ehemalige Dachschiefergruben im Nossertal bei Fell an der Mosel mit Führungen 70 m unter Tage, Infozentrum zum Schieferbergbau und Grubenwanderweg.
Über das Museum
Im Nossertal zwischen Fell und Thomm, rund zehn Kilometer östlich von Trier, wurde über Jahrhunderte Dachschiefer gewonnen. Das Besucherbergwerk verbindet zwei übereinanderliegende Gruben: die Grube Hoffnung, die seit etwa 1850 belegt ist, und die jüngere Grube Barbara, deren Betrieb um 1908 begann. Beide stehen beispielhaft für den kleinteiligen, weitgehend von Hand betriebenen Schieferabbau um 1900.
1991 gründete sich ein Förderverein, ab 1994 baute die Ortsgemeinde Fell die stillgelegten Gruben aus. Kernstück war ein neuer, ansteigend vorgetriebener Verbindungsstollen von der Grube Barbara zu den Abbaukammern der Grube Hoffnung, dessen Durchschlag im Sommer 1995 gelang. Am 1. Mai 1997 wurde das Besucherbergwerk eröffnet; seither sind nach Angaben des Hauses mehr als 330.000 Menschen eingefahren.
Die Führung reicht bis 70 Meter unter die Oberfläche und zeigt weite Abbaukammern, Bergemauern aus Abraum und Szenen der Bergarbeit; ein Treppenschacht verbindet die beiden Ebenen. 2013 wurde das bisherige Museumsgebäude mit einer zweiten Hülle überbaut und zu einem Informationszentrum erweitert, das Geologie, Arbeitswelt und Glauben der Bergleute, die Fledermäuse der Stollen und den Weinbau in Fell erklärt. Der Grubenwanderweg erschliesst zusätzlich zahlreiche Stollenmundlöcher, Halden und Steinbrüche im Tal.
Highlights
- Gut einstündige Führung bis 70 m unter Tage bei 12–13 °C
- Zwei übereinanderliegende Dachschiefergruben, verbunden durch einen Treppenschacht
- Infozentrum zu Schiefer, Bergleuten, Fledermäusen und Weinbau
- Grubenwanderweg (5 oder 7,5 km) vorbei an zehn Schiefergruben
- Kindergeburtstage mit Schatzsuche und Goldwaschen
Dauerausstellungen
- Informationszentrum „Welt der Bergleute“ – Die Ausstellung im 2013 umgebauten Besucherzentrum erklärt Geologie, Abbau und Verarbeitung des Schiefers, erzählt vom Leben der Bergleute und stellt die Fledermäuse der Stollen sowie den Feller Weinbau vor.
- Gegründet
- 1997
- Träger
- Ortsgemeinde Fell
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 10 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 7 €bis 5 Jahre frei · Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren; Kinder unter 6 Jahren in Begleitung der Eltern frei. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 9 €10 % Nachlass für Schwerbehinderte und VdK-Mitglieder. |
| Studierende & Azubis | –Keine Studierendenermässigung ausgewiesen; mit Ehrenamtskarte oder Sparkassen-S-Club-Ausweis (10–24 Jahre) zwei Eintritte zum Preis von einem. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 9 € p. P.Mit Voranmeldung ab 15 zahlenden Personen: Erwachsene 9 €, 6–17 Jahre 6,50 €; ab 30 Personen 8,50 € bzw. 6 € (dann auch separate Führung möglich). Gruppen bis 25 Personen werden bei Bedarf mit anderen Gästen aufgefüllt. Schulklassen: Gruppen-Kinderpreis abzüglich 10 % für alle Personen. |
| Familien | 31 €„Mini-Gruppe“: 2 Erwachsene und 2 Kinder (6–17 Jahre) oder 1 Erwachsener und 3 Kinder. |
| Kindergeburtstag „Goldfieber“ (Führung, Schatzsuche, Goldwaschen, Verpflegung) | 19,50 €Pro Person ab 10 zahlenden Teilnehmenden; nur nach Voranmeldung per E-Mail, Beginn 11, 13 oder 15 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden. |
Preise gültig seit 26.03.2024. Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt. EC-Kartenzahlung am Bergwerk und im Kiosk möglich.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Infozentrum ist laut Museumsportal Rheinland-Pfalz barrierefrei und hat ein barrierefreies WC. Die Führung unter Tage ist wegen zweier enger Treppen und 163 Stufen im Treppenschacht (Deckenhöhe 1,80 m) nicht für Rollstühle geeignet. Einige Parkplätze direkt am Bergwerk sind für Gäste mit eingeschränkter Mobilität reserviert.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 31 € · „Mini-Gruppe“: 2 Erwachsene und 2 Kinder (6–17 Jahre) oder 1 Erwachsener und 3 Kinder. |
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
- Kindergeburtstage
Kindgerechte Führungen für Gruppen; Kindergeburtstage mit Führung, Goldwaschen und Edelsteinsuche. Unter 16-Jährige nur in Begleitung Erwachsener. Kleinkinder unter Tage nur in einer Bauchtrage, Rückentragen sind nicht erlaubt; der Weg vom Parkplatz ist kinderwagentauglich.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Fell, Neustrasse · 30 Min. zu Fuss
Linie 22 der Moselbahn ab Trier bis Haltestelle Fell, Neustrasse (ca. 30 Min.), von dort etwa 30 Minuten Fussweg, teils über den Grubenwanderweg.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 400 m zum Eingang
Ausgeschilderte Parkplätze im Tal am ehemaligen Betonwerk; von dort befestigter, teils ansteigender Weg zum Infozentrum. Einige Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Gäste direkt am Bergwerk; Ladestation für E-Autos und E-Bikes.
- Behindertenparkplatz
Service & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
- WLAN
Bistro Ardesia mit Pizza, Bratwurst, Kaffee, Kuchen, Eis und Moselweinen, Terrasse und schiefergedeckte Pavillons; Shop mit Souvenirs sowie Weinausschank und -verkauf. Kostenloses WLAN.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Einzelbesucher und Familien brauchen keine Anmeldung, Gruppen bitte per E-Mail anmelden. In der Grube ist es 12–13 °C kühl und feucht – feste Schuhe und Jacke empfohlen, Helme werden gestellt. Hunde an der Leine dürfen mit. Für Gruppen buchbar: kindgerechte Führungen, „Sonnenaufgang unter Tage“, Vorführung der Schieferbearbeitung und geführte Wanderungen; für Schulen gibt es Unterrichtsmaterial zum Download. |





