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Cohn-Scheune in Rotenburg (Wümme)
Foto: Manfred Wichmann · Copyrighted free use · Wikimedia Commons

Cohn-Scheune

Jüdisches Museum in einer wiederaufgebauten Fachwerkscheune in Rotenburg (Wümme) über die Familie Cohn und jüdisches Leben in der Region.

ÖffnungszeitenEintritt ab 2 €

Aktuelle Ausstellungen

13. August 2026 – 15. November 2026

Perli Pelzig

Werke des israelischen Künstlers Perli Pelzig (1917–2009), der Mitte der 1990er-Jahre einige Zeit in Rotenburg lebte.

Über das Museum

Die Kaufmannsfamilie Cohn lebte seit dem 18. Jahrhundert in Rotenburg und betrieb einen Textilhandel. Hermann und Gertrud Cohn führten ab 1922 ein weithin bekanntes Bekleidungsgeschäft an der Grossen Strasse. Unter dem Druck der nationalsozialistischen Verfolgung musste Hermann Cohn 1934 Konkurs anmelden; das Ehepaar wurde zur Zwangsarbeit verpflichtet, zog 1939 nach Berlin und wurde 1943 nach Auschwitz deportiert. Die Töchter überlebten im Exil in Kolumbien und England.

Zum Anwesen gehörte eine um 1834 errichtete Fachwerkscheune, die zuletzt verfiel. Eine Bürgerinitiative liess sie 2005 abbauen und gegenüber der Stadtkirche Am Kirchhof wieder errichten. Getragen vom Förderverein Cohn-Scheune und finanziert durch viele Spenden, wurde sie am 19. September 2010 im Beisein von Nachfahren der Familie als Jüdisches Museum und Kulturwerkstatt eröffnet.

Die vom Historiker Manfred Wichmann konzipierte Ausstellung schildert im Erdgeschoss die Geschichte der Familie Cohn und der jüdischen Gemeinden in und um Rotenburg bis zur NS-Zeit, unter anderem mit einer interaktiven Karte. Das Obergeschoss stellt jüdische Religion und Feste vor und zeigt eine Torarolle sowie eine Rekonstruktion der Einrichtung der 1938 zerstörten Synagoge in Zeven. 2015 kamen Tablets mit Videointerviews hinzu, 2020 erweiterte Inge Hansen-Schaberg die Ausstellung um Themen wie Emigration. Wechselausstellungen, Lesungen und Konzerte ergänzen das Programm.

Highlights

  • Schicksal der Rotenburger Kaufmannsfamilie Cohn
  • Interaktive Karte zu jüdischen Familien in der Region
  • Historische Torarolle und rekonstruierte Einrichtung der Synagoge Zeven
  • Fachwerkscheune von 1834, 2005 versetzt und 2010 als Museum eröffnet
  • Wechselausstellungen, Lesungen und Konzerte

Dauerausstellungen

  • Jüdisches Leben in Rotenburg und der Region – Erdgeschoss mit der Geschichte der Familie Cohn und der jüdischen Gemeinden der Umgebung bis zur NS-Verfolgung, ergänzt durch Medienstationen und eine interaktive Karte.
  • Jüdische Religion und Kultur – Obergeschoss mit Ritualgegenständen, einer historischen Torarolle und der nachgebildeten Einrichtung der Synagoge Zeven.
Gegründet
2010
Träger
Förderverein Cohn-Scheune e. V.

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene2 €
Ermässigt1 €
Kinder & Jugendliche–Kinder und Schüler frei
Studierende & Azubis–Schülerinnen und Schüler frei; Studierendentarif nicht ausgewiesen
Gruppen2 € p. P.Führung 30 € Pauschale zzgl. 2 € pro Person, bis 20 Personen; nach Anmeldung auch ausserhalb der Öffnungszeiten.

Lehrkräfte frei. Für wen der ermässigte Eintritt gilt, ist nicht angegeben. Veranstaltungen teils bei freiem Eintritt gegen Spende.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Die Anfahrtsskizze des Museums weist mehrere öffentliche Parkplätze in der Umgebung aus.

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Service & Gastronomie

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Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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Führungenja
Angebote für Schulenja
HinweiseGruppenführungen (bis 20 Personen) nach Anmeldung per E-Mail; Arbeitsblätter für Schulklassen zum Download. Interaktive Medienstationen mit Tablets.

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