Deutsches Bunkermuseum
Ehrenamtlich betriebenes Museum zum zivilen Luftschutz im Zweiten Weltkrieg und Kalten Krieg im Hochbunker A8 in Schweinfurt – nur Gruppenführungen.
Über das Museum
Der Hochbunker A8 im Schweinfurter Stadtteil Oberndorf entstand 1941 als öffentlicher Luftschutzbau gegenüber den Werken von Fichtel & Sachs, weshalb er bis heute „Fichtel-und-Sachs-Bunker“ heisst. Die Industriestadt mit ihrer Kugellagerproduktion war Ziel schwerer alliierter Luftangriffe, besonders 1943 und 1944; Anwohner suchten hinter den bis zu drei Meter starken Betonwänden Schutz. Die Backsteinfassade mit aufgemalten Fensterattrappen sollte den Bau wie ein gewöhnliches Gebäude wirken lassen.
Im Kalten Krieg wurde der Bunker 1983 für den Zivilschutz modernisiert und unter anderem mit Drucktüren, Lüftungsanlage und Sandfilter ausgestattet.
Anfang 2014 gründeten Nils und Petra Brennecke im Bunker das Deutsche Bunkermuseum, das sie seither in ihrer Freizeit und überwiegend aus privaten Mitteln betreiben; 2025 wurden beide dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die nach eigenen Angaben weltgrösste Ausstellung zum zivilen Luftschutz zeigt auf mehreren Etagen Gasschutz, Lazarett, Bunkertechnik, Bombenreste und Wrackteile abgestürzter Flugzeuge, einen Schutzraum der Bundeswehr sowie Bereiche zu Luftschutzhilfsdienst, Trümmerfrauen und deutscher Teilung. Das Leitmotiv der Betreiber lautet „Nie wieder Krieg“.
Highlights
- Originaler Hochbunker von 1941 mit bis zu drei Meter dicken Wänden
- Umfangreiche Sammlung zum zivilen Luftschutz
- Nachgebauter privater Luftschutzkeller mit Originalobjekten
- Bombenreste und Wrackteile deutscher und alliierter Flugzeuge
- Zivilschutz-Technik aus dem Kalten Krieg
- Persönliche Führung durch die Betreiber
Dauerausstellungen
- Ziviler Luftschutz im Zweiten Weltkrieg und Kalten Krieg – Rundgang über mehrere Etagen mit Gasschutz, Lazarett, Kommunikation, Bunkertechnik, Bombenresten und Absturzfunden sowie einem Schutzraum der Bundeswehr und Themen der deutschen Teilung.
- Schweinfurt im Luftkrieg – Ausstellung der Stadt Schweinfurt über die Luftangriffe auf die Industriestadt und ihre Folgen für die Bevölkerung.
- Bayerisches Rotes Kreuz Schweinfurt 1933–1983 – Abteilung zur Geschichte des BRK-Kreisverbands Schweinfurt in Krieg und Nachkriegszeit.
- Gegründet
- 2014
- Träger
- Nils und Petra Brennecke (ehrenamtlich, privat)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 10 € p. P.Eintritt pro Teilnehmer der Gruppenführung; den Betrag möglichst vorab einsammeln und gesammelt übergeben. Imbiss und Zusatzprogramm nach Absprache gegen Aufpreis. |
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Termin, Ablauf und Kosten werden vor dem Besuch vereinbart.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der historische Bunker ist nicht barrierefrei; der Rundgang führt über Treppen vom Erdgeschoss bis in den 4. Stock. Für Rollstuhlfahrer ist nur das Erdgeschoss mit Begleitperson zugänglich – bitte vorab abstimmen. Sitzmöglichkeiten und ein WC sind vorhanden.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 12 Jahren
Empfohlen ab 12 Jahren, jüngere Kinder dürfen aber teilnehmen; Krieg und seine Folgen sind Thema der Ausstellung. Familien können eine eigene Gruppe ab 10 Personen bilden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Stadtbus ab Busbahnhof Rossmarkt; die Haltestelle liegt direkt neben dem Bunker.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Pkw-Parkplätze hinter dem Bunker; ein Busstellplatz auf dem Grundstück (Nutzung bei der Planung abstimmen). Reisebusse halten zum Aussteigen vor dem Bunker. Bei den Öffnungstagen im April steht der grosse ZF-Parkplatz zur Verfügung.
Der Bunker liegt im Stadtteil Oberndorf gegenüber den ehemaligen Fichtel-und-Sachs-Werken. Schiffsreisegruppen mit Halt am Schweinfurter Mainanleger können den Weg zum Museum vorab abstimmen.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Garderobe: nicht vorhanden
Imbiss für Gruppen nach vorheriger Absprache, dazu das museumseigene Bier „Bunker Blond“. Taschen und Rucksäcke dürfen nicht mit in den Bunker genommen werden. Hunde sind nicht erlaubt. Bücher und Artikel gibt es im Online-Shop des Museums.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Terminanfrage über das Formular auf der Website (Gruppengrösse und Wunschtermin angeben); der Termin gilt erst nach schriftlicher Bestätigung. Führungen auf Deutsch und Englisch. Im Sommer herrschen im Bunker über 20 Grad. |




