Deutsches Schreibmaschinenmuseum
Ehrenamtlich betreutes Museum zur Geschichte der Schreibmaschine mit rund 200 Exponaten, seit 2024 am Jagdschloss Thiergarten in Bayreuth.
Über das Museum
Die Wurzeln des Deutschen Schreibmaschinenmuseums reichen in die Jahre 1934/35 zurück, als in Kulmbach für die Prüfung von Lehrkräften im Maschinenschreiben eine Lehrsammlung historischer Geräte entstand. 1936 kam sie mit der Deutschen Stenografenschaft nach Bayreuth in das neu eröffnete Haus der Kurzschrift am Luitpoldplatz. Die Geräte dienten zunächst ausschliesslich dem Unterricht. Gegen Kriegsende wurden die wertvollsten Stücke ausgelagert; nur ein Teil der Sammlung überstand diese Zeit.
Nach dem Krieg übernahm die 1947 neu gegründete Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift die verbliebenen Maschinen, zunächst treuhänderisch, später als Eigentum. Durch Schenkungen und Ankäufe wuchs der Bestand stetig. Nach Zwischenstationen war das Museum ab 1982 in Nebengebäuden des früheren Waisenhauses in St. Georgen untergebracht, bis es diesen Standort im August 2022 räumen musste. Seit September 2024 hat es ein neues Domizil in einem Nebengebäude des Jagdschlosses Thiergarten im Süden der Stadt.
Heute umfasst die Sammlung mehr als 1.200 Schreibgeräte aus vielen Ländern, von denen etwa 200 ausgestellt sind. Sie zeichnet den Weg von den ersten mechanischen Maschinen des 19. Jahrhunderts bis zu elektrischen und elektronischen Geräten nach und macht dabei die Vielfalt technischer Lösungen sichtbar, etwa Typenrad, Typenzylinder oder Kugelkopf. Eigene Bereiche widmen sich den Schreibmaschinen von IBM, deren Sammlung auf eine Schenkung zurückgeht, sowie Stenografiermaschinen. Das Haus wird ehrenamtlich betreut und beteiligt sich regelmässig an städtischen Veranstaltungen wie der Bayreuther Museumsnacht.
Highlights
- Sholes & Glidden („Remington I“) von 1874
- Bar Lock von 1888 für den deutschen Markt
- Zeigerschreibmaschine Mignon 2 von 1901
- Sammlung von IBM-Schreibmaschinen 1929–1993
- Blickensderfer, Lambert und Hammond mit ungewöhnlichen Typenträgern
Dauerausstellungen
- Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine – Rund 200 Schreibmaschinen, geordnet nach technischen Prinzipien, von frühen mechanischen Modellen bis zu elektrischen und elektronischen Geräten.
- Die Welt der IBM-Schreibmaschinen 1929–1993 – Eigener Bereich zu den Schreibmaschinen von IBM, darunter die Kugelkopfmaschinen ab 1961.
- Gegründet
- 1936
- Träger
- Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth e. V.
- Leitung
- Alexandra Blum
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt auf Spendenbasis.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist nach eigenen Angaben nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Buslinien 310 oder 312 vom Hauptbahnhof bzw. aus der Innenstadt (Fahrzeit ca. 30 Minuten), anschliessend etwa 15 Minuten Fussweg.
Das Museum liegt am Schloss Thiergarten im Süden Bayreuths.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | An den Öffnungstagen Führung um 14:30 Uhr. Gruppenführungen zu anderen Terminen auf Anfrage, auch auf Englisch. |



