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Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden
Foto: Kasa Fue · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Dokumentation Obersalzberg

Lern- und Erinnerungsort in Berchtesgaden zur Geschichte des Obersalzbergs und der NS-Diktatur – mit begehbarer Bunkeranlage.

ÖffnungszeitenEintritt ab 4,50 € Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Nach dem Abzug der US-Streitkräfte vom Obersalzberg Mitte der 1990er-Jahre beschloss der Freistaat Bayern, an dem historisch belasteten Ort nicht nur Tourismus, sondern auch Aufklärung anzusiedeln. 1999 eröffnete die Dokumentation Obersalzberg; die wissenschaftliche Verantwortung übertrug man dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin.

Das Haus entstand auf den Fundamenten des früheren Gästehauses „Hoher Göll“, das zum KdF-Hotel Platterhof im einstigen Führersperrgebiet gehörte. Von hier aus ist ein Teil der weitläufigen Bunkeranlagen zugänglich, die in den letzten Kriegsjahren in den Berg getrieben wurden und heute zum Rundgang gehören.

Geplant war die Einrichtung für rund 40.000 Gäste im Jahr, tatsächlich kamen bald ein Vielfaches. Der Freistaat liess deshalb einen Neubau errichten, der im Herbst 2023 zusammen mit der neu konzipierten Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ eröffnet wurde.

Die Schau verknüpft die Entwicklung des Bergdorfs zum zweiten Machtzentrum des NS-Staats mit den Verbrechen des Regimes in ganz Europa. Rund 350 Objekte, Dokumente, Fotografien und Medienstationen stehen dafür zur Verfügung; ergänzt wird das Angebot durch Führungen, Bildungsprogramme und eine kleine Ausstellung im Kehlsteinhaus.

Highlights

  • Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ im Neubau von 2023
  • Begehbare Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Kostenloser Multimediaguide, auch in Leichter Sprache, DGS und mit Audiodeskription
  • Interaktiver Kinderrundgang ab 8 Jahren
  • Blick auf das Areal des ehemaligen Führersperrgebiets

Dauerausstellungen

  • Idyll und Verbrechen – Die 2023 eröffnete Dauerausstellung zeigt, wie der Obersalzberg zum Machtzentrum des NS-Regimes wurde, und verbindet den Ort mit den Verbrechen der Diktatur. Der Rundgang schliesst die Bunkeranlage ein.
Gegründet
1999
Träger
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (im Auftrag des Freistaats Bayern)
Leitung
Sven Keller

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene4,50 €
Ermässigt3,50 €Inhaber einer Gästekarte
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Seniorinnen & Senioren–Keine eigene Seniorenermässigung
Menschen mit BehinderungfreiBegleitperson frei · Menschen mit Behinderung frei (mit Nachweis)
Studierende & AzubisfreiStudierende, Schüler, Auszubildende und Lehrkräfte frei (mit Nachweis)
Gruppen–Gruppenführungen über das Bildungsangebot buchbar
Öffentliche Führung (90 Min., Mi und Sa 11 Uhr)5 €Zuschlag zum Eintritt, max. 20 Personen

Preise seit Januar 2026. Freier Eintritt ausserdem für Freiwilligendienstleistende, Ehrenamtskarten-Inhaber, Polizei, Presse und aktive Soldaten. Multimediaguide im Eintritt enthalten.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription

Alle Ausstellungsbereiche per Aufzug erreichbar; Behindertenparkplätze am P2 mit ebenem Zugang. Bunker über 19 m lange Rampe (9 % Steigung) erreichbar, Durchgänge (79–87 cm) für breite E-Rollstühle ungeeignet. Taktile Pläne und Leitsystem, Klappstühle an der Kasse. Mediaguide mit DGS, Leichter Sprache und Audiodeskription.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 12 Jahren

Besuchsdauerca. 1.75 Std.
Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide

Besuch der Ausstellung ab 12 Jahren empfohlen (Themen Verfolgung, Krieg und Massenmord); Kinder unter 12 nur in Begleitung Erwachsener. Für Kinder ab 8 Jahren gibt es eine eigene Kindertour im Mediaguide mit 16 Stationen. Auf dem Rücken getragene Kindertragen dürfen nicht mit in die Ausstellung.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Dokumentation Obersalzberg

Buslinie 838 ab Hauptbahnhof Berchtesgaden zum Obersalzberg

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Gebührenpflichtige Parkplätze P1 und P2; Reisebusse parken auf P1.

  • Behindertenparkplatz

Im Sommer sind die Parkplätze oft knapp, im Winter ist mit Schnee und Glätte zu rechnen – das Museum empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Reisebusse und grosse Fahrzeuge wird die Anfahrt über Österreich (A 10, Ausfahrt Anif) empfohlen.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Schliessfächer

Getränke- und Snackautomaten im Untergeschoss (Verzehr nur dort oder im Freien). Rucksäcke und sperrige Gegenstände dürfen nicht in die Ausstellung.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
Audioguideja (DE, EN, FR, HE, IT, NL, PL, RU, ES, CS, TR, UK, HU)
Angebote für Schulenja
FotografierenFür private Zwecke ohne Blitz, Stativ und Selfie-Stick erlaubt
HinweiseEmpfohlene Besuchsdauer 1,5–2 Stunden; Kurzrundgang mit Mediaguide ca. 40 Minuten. Multimediaguide als Leihgerät oder kostenlose App (eigene Kopfhörer). Öffentliche Führungen Mi und Sa 11 Uhr; Gruppenführungen (80 oder 40 Min.) nach Anmeldung. Hunde ausser Assistenzhunden nicht erlaubt.

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