
Erdölmuseum Reinkenhagen
Einziges Erdölmuseum Ostdeutschlands am Ort des ersten DDR-Erdölfunds von 1961 – mit Bohr- und Fördertechnik auf grossem Freigelände.
Über das Museum
1961 stiess eine Bohrung bei Reinkenhagen in rund 2300 Metern Tiefe auf Erdöl – der erste erfolgreiche Fund auf dem Gebiet der DDR. Daraus entwickelte sich im Nordosten des Landes eine Förderregion mit weiteren Feldern um Grimmen, Richtenberg und Lütow auf Usedom. In Reinkenhagen selbst wurde mehr als 35 Jahre lang Erdöl gefördert, bis die Förderung 1996 eingestellt wurde.
Fachleute aus der Erdöl- und Erdgasindustrie richteten im ehemaligen Sozialgebäude der Feldzentrale ein Museum ein, das am 4. Juni 1994 eröffnet wurde. Es ist ein Museum der Gemeinde Sundhagen; seit 1995 kümmert sich der Förderverein „Erdöl und Heimat“ um Pflege und Ausbau der Sammlung.
Auf rund 300 Quadratmetern im Gebäude und einem über 6400 Quadratmeter grossen Freigelände zeigen mehr als 2000 Exponate die Entstehung und Erkundung von Lagerstätten, die Geologie der Region sowie Bohr-, Test- und Fördertechnik bis hin zu Offshore-Einsätzen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Grimmener Erdölbetriebs von 1962 bis 2001. Eine Heimatstube ergänzt das Haus mit Dokumenten und landwirtschaftlichen Geräten zur Ortsgeschichte.
Highlights
- Technisches Denkmal am Bohrpunkt der ersten fündigen Erdölbohrung der DDR
- Komplette mobile Testanlage vom Typ A50
- Offshore-Rettungskapsel aus der niederländischen Nordsee
- Bohrkerne zum geologischen Aufbau Mecklenburg-Vorpommerns
- Heimatstube mit Mecklenburger Haken von 1830
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zur Erdöl- und Erdgasindustrie – Exponate, Bildtafeln und Dokumente erklären Geologie, Lagerstättensuche, Bohr- und Fördertechnik sowie Auslands- und Offshore-Einsätze der DDR-Erdölindustrie; dazu eine Mineralien- und Fossiliensammlung.
- Freigelände der ehemaligen Feldzentrale – Grossgeräte wie Tiefpumpenantrieb, Testanlage, Spülpumpe, Bohrantrieb und zahlreiche Originalwerkzeuge stehen am Standort der ersten fündigen Bohrung.
- Heimatstube Reinkenhagen – Dokumente und Alltagsgegenstände erzählen die Ortsgeschichte seit dem Mittelalter; im Freien stehen historische landwirtschaftliche Geräte.
- Gegründet
- 1994
- Träger
- Gemeinde Sundhagen (betreut vom Förderverein „Erdöl und Heimat“ e. V.)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermässigt | 3 €Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte (mit gültigem Ausweis) |
| Kinder & Jugendliche | 2 €bis 3 Jahre frei · Kinderpreis für 4- bis 16-Jährige; unter 4 Jahren frei. |
| Menschen mit Behinderung | 3 € |
| Studierende & Azubis | 3 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 2 € p. P.Schulklassen von ausserhalb des Amtsbereichs 1 € pro Person, Schulklassen aus dem Amtsbereich frei. |
| Familien | 10 €2 Erwachsene mit mindestens 1 Kind. |
Preise gültig seit 1. Januar 2026. Führung auf Anfrage für bis zu 10 Personen: 15 €.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Aus Stralsund über den Rügenzubringer Richtung A20 bis Ausfahrt Miltzow, dann nach Reinkenhagen; auf der B105 in Reinberg Richtung Miltzow abbiegen; aus Grimmen über die L30 nach Miltzow/Reinkenhagen. Von Rügen auch über die Fähre Glewitz–Stahlbrode und die „Erdölstrasse“. Hinweisschilder zum Museum.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Im Museum erhältlich: Chronik zur regionalen Erdölgeschichte, Museumsführer, Broschüren sowie Erdöl-, Gesteins- und Kernproben.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Hinweise | Führungen auf Anfrage für bis zu 10 Personen, Dauer etwa 1,5 bis 2 Stunden. |





