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Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ in Frankfurt (Oder)
Foto: Sebastian Wallroth · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“

Gedenkstätte im früheren Gefängnis Collegienstrasse zur politischen Verfolgung in NS-Zeit, Besatzungszeit und DDR – derzeit wegen Umbau geschlossen.

Vorübergehend geschlossenEintritt ab 5 € Teilweise barrierefrei
Vorübergehend geschlossen. Wegen Umbauarbeiten seit dem 14. September 2024 geschlossen. Über die Wiedereröffnung informiert das Museum Viadrina in der Presse und auf seiner Website.

Über das Museum

Das Gebäude in der Collegienstrasse entstand 1812 als Polizei- und Gerichtsgefängnis. Zwischen 1933 und 1945 nutzte es auch die Gestapo. Nach Kriegsende übernahm der sowjetische Geheimdienst das Gefängnis und übergab es 1950 dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR; in den frühen 1950er-Jahren wurden hier auch Todesurteile vollstreckt. Nachdem die Stasi 1969 in einen Neubau umgezogen war, betrieb die Volkspolizei das Haus bis zum Ende der DDR als Untersuchungsgefängnis.

Nach der Schliessung 1990 zogen die Musikschule und die Stadt- und Regionalbibliothek in das Gebäude. Auf Anregung einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches entstand 1994 im Erdgeschoss eine Gedenk- und Dokumentationsstätte, die an die Opfer politischer Gewalt in drei Perioden erinnert: im Nationalsozialismus, unter der sowjetischen Besatzungsmacht und in der DDR. Sie gehört heute zu den Städtischen Museen von Frankfurt (Oder) und wird vom Museum Viadrina betreut.

Die Dauerausstellung erzählt am authentischen Ort anhand ausgewählter Lebenswege von Menschen aus der Stadt und der Region, die wegen ihrer Überzeugung, ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder widerständigen Verhaltens verfolgt, inhaftiert oder ermordet wurden. Ein Gedenkstättenlehrer begleitet Schulklassen und Projektgruppen. Seit September 2024 ist die Gedenkstätte wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Highlights

  • Authentischer Ort: ehemaliges Polizei-, Gestapo- und Stasi-Gefängnis von 1812
  • Biografien politisch Verfolgter aus Frankfurt (Oder) und Umgebung
  • Drei Verfolgungsperioden: NS-Zeit, sowjetische Besatzung und DDR
  • Projektarbeit für Schulklassen mit Gedenkstättenlehrer

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung zur politischen Verfolgung 1933–1989 – Lebenswege von Menschen aus Frankfurt (Oder) und der Region, die in NS-Zeit, Besatzungszeit und DDR politisch verfolgt wurden – derzeit wegen Umbau nicht zugänglich.
Gegründet
1994
Träger
Städtisches Museum Viadrina (Kulturbetriebe Frankfurt (Oder))

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene5 €
Ermässigt3 €Studierende, Auszubildende, Inhaber der Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg, Freiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte und eine Begleitperson, Inhaber des Frankfurt-Passes, Empfänger von Leistungen nach SGB II und XII, Gruppen ab 20 Personen
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie Schulklassen allgemeinbildender Schulen haben freien Eintritt.
Menschen mit Behinderung3 €Ermässigung gilt auch für eine berechtigte Begleitperson.
Studierende & Azubis3 €
Gruppen (ab 20 Pers.)3 € p. P.Ermässigter Eintritt für Gruppen ab 20 Personen.
Jahreskarte25 €
Kombi-Ticket „Städtische Museen“11,10 €Museum Viadrina, Gedenkstätte und C.-P.-E.-Bach-Ausstellung; ermässigt 6,90 €.
Kombi-Ticket „Frankfurter Museen“16,50 €Zusätzlich BLMK und Kleist-Museum; ermässigt 12 €.
Führung pro Person2,30 €Mindestgebühr 15 € je Führung.

Freier Eintritt: Internationaler Museumstag und Frankfurter Museumsnacht

Freie Führungen für Schulklassen allgemeinbildender Schulen und Gruppen anerkannter Jugendhilfeträger im Rahmen der politischen Bildungsarbeit.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Der Haupteingang hat sieben Stufen; ein barrierefreier Seiteneingang ist vorhanden. Zum Gefängnistrakt führt eine Schwelle, die mit einer Rampe überwunden werden kann.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei

    Gedenkstätte mit Angeboten vor allem für Schulklassen und Jugendgruppen.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Topfmarkt/Konzerthalle · 5 Min. zu Fuss · 350 m

    Strassenbahn M4 bis Haltestelle Topfmarkt/Konzerthalle, von dort etwa 5 Minuten zu Fuss.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    Angebote für Schulenja
    HinweiseAngebote für Schulen und Fachgruppen über den Gedenkstättenlehrer: Führungen, Filme, Selbsterkundung in Kleingruppen, Begleitung von Facharbeiten und Schulprojekten; Projektarbeitsraum mit Handbibliothek und Filmmaterial.

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