
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Gedenkstätte auf dem früheren HASAG-Werksgelände in Leipzig, die mit Dauerausstellung und Führungen an NS-Zwangsarbeit erinnert.
Über das Museum
Die Gedenkstätte liegt im Nordosten Leipzigs auf dem Gelände des einstigen Stammwerks der Hugo Schneider AG (HASAG). Der Konzern war im Zweiten Weltkrieg der grösste Rüstungsbetrieb Sachsens; allein im Leipziger Werk mussten über 10.000 zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge arbeiten, vor allem für die Produktion von Waffen und Panzerfäusten. Im Norden des Areals bestand ab 1944 ein Frauen-Aussenlager des KZ Buchenwald.
Erste Initiativen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen gab es schon zu DDR-Zeiten, doch erst nach 1990 nahm das Vorhaben Gestalt an. Ein 1996 gegründeter Förderverein trieb den Aufbau mit Unterstützung des Umweltforschungszentrums und der Gedenkstätte Buchenwald voran, 2000 bekannte sich der Leipziger Stadtrat zu seiner Verantwortung. Am 12. Dezember 2001 wurde die Gedenkstätte als erste Einrichtung in Deutschland eröffnet, die sich gezielt den Opfern der NS-Zwangsarbeit widmet.
Untergebracht ist sie in einem kleinen Gebäude im heutigen Wissenschaftspark des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Träger ist der Verein „Erinnern an NS-Verbrechen in Leipzig“, gefördert von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Stadt Leipzig. Neben der Dauerausstellung sammelt das Haus Dokumente, beantwortet Anfragen von Betroffenen und Angehörigen und bietet Führungen, Stadtteilrundgänge und Bildungsprogramme an.
Highlights
- Authentischer Ort: früheres Stammwerk des Rüstungskonzerns HASAG
- Dauerausstellung zu NS-Zwangsarbeit in Leipzig
- Kostenlose öffentliche Führungen und Stadtteilrundgänge
- Digitale Karte der Zwangsarbeitsorte in Leipzig
- Archiv und Präsenzbibliothek nach Voranmeldung
Dauerausstellungen
- NS-Zwangsarbeit in Leipzig und bei der HASAG – Die Ausstellung schildert den Einsatz ziviler Zwangsarbeiter, Kriegsgefangener und KZ-Häftlinge in Leipzig und beim Rüstungskonzern HASAG sowie den Umgang damit nach 1945.
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Erinnern an NS-Verbrechen in Leipzig e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppen | –Gruppenführung (1,5 Std., max. 30 Personen) 80 €, ermässigt 40 €. |
|---|
Eintritt frei; öffentliche Führungen und Stadtteilrundgänge sind ebenfalls kostenlos.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Zugang zur Gedenkstätte rollstuhlgerecht; ein barrierefreies WC gibt es im Hauptgebäude des Umweltforschungszentrums. Führungen in vereinfachter Sprache auf Anfrage.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 14 Jahren
Die Bildungsangebote richten sich an Erwachsene und Jugendliche; Schulgruppen ab Klasse 8 bzw. 9.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Permoser-/Torgauer Strasse
Tram 3 und Bus 90 bis Permoser-/Torgauer Strasse (Wissenschaftspark).
Zugang über die Hauptpforte des UFZ (Permoserstrasse 15), dann links halten und der Beschilderung folgen; die Gedenkstätte ist das kleine weisse Gebäude 0.1 neben dem Backstein-Hauptgebäude.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Keine Verpflegungsmöglichkeit vor Ort; ein Supermarkt liegt in der Nähe.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Private Foto- und Filmaufnahmen in der Gedenkstätte erlaubt; auf dem Aussengelände (Betriebsgelände) nicht gestattet. |
| Hinweise | Öffentliche Führung jeden zweiten Samstag im Monat (Deutsch), Termine im Veranstaltungskalender. Gruppenführungen mindestens vier Wochen im Voraus anfragen (bildung@zwangsarbeit-in-leipzig.de), auch auf Englisch. Empfohlenes Mindestalter 14 Jahre; Bibliothek und Archiv nach Voranmeldung. |





