Über 130 Werke aus den ehemals fürstlichen Sammlungen in Kassel und Darmstadt, darunter Melencolia I, die Apokalypse und das Rhinozeros. Die Schau fragt, wie Dürers Ruhm entstand und wie früh Original, Kopie und Zuschreibung unterschieden wurden.
Über das Museum
Die Wurzeln der Kasseler Gemäldesammlung liegen im Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel. Als frühestes Stück gilt ein kleiner Flügelaltar, den Lucas Cranach d. Ä. 1509 zum Gedenken an Landgraf Wilhelm II. schuf. Ein fürstliches Kunstkabinett ist seit dem 17. Jahrhundert belegt, und schon Landgraf Carl erwarb um 1700 bedeutende Werke von Rembrandt und Rubens.
Seinen entscheidenden Ausbau erlebte der Bestand unter Landgraf Wilhelm VIII., der zwischen 1748 und 1756 über Diplomaten und Kunstagenten rund 800 Gemälde in den Niederlanden, Flandern, Frankreich, Italien und Deutschland erwerben liess und dafür einen eigenen Galeriebau errichtete. In der napoleonischen Zeit wurden ab 1806 zahlreiche Spitzenwerke nach Frankreich gebracht; ein Teil kehrte nach 1814 zurück, andere gelangten in die Eremitage nach Sankt Petersburg.
1877 zog die Sammlung in einen Neubau an der Schönen Aussicht, das heutige Haus der Neuen Galerie. Nach der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg fand sie 1974 ihren heutigen Platz im Mittelbau von Schloss Wilhelmshöhe, der klassizistischen Sommerresidenz der Landgrafen und Kurfürsten im UNESCO-Welterbe Bergpark. Ein Säureattentat beschädigte 1977 mehrere Hauptwerke, deren Restaurierung sich über Jahrzehnte hinzog.
Heute zeigt die Galerie auf drei Etagen europäische Malerei von der Spätgotik bis zum Klassizismus, mit einem Schwerpunkt auf flämischer und holländischer Kunst des 17. Jahrhunderts. Im selben Gebäude sind die Antikensammlung mit historischen Korkmodellen römischer Bauten sowie die Graphische Sammlung untergebracht. Träger ist Hessen Kassel Heritage, die frühere Museumslandschaft Hessen Kassel.
Highlights
Einer der weltweit grössten Rembrandt-Bestände, u. a. „Der Segen Jakobs“ und das Bildnis der Saskia
Flämische Barockmalerei von Rubens, Van Dyck und Jordaens
Porträts von Frans Hals sowie Werke von Dürer, Tizian, Poussin und Murillo
Antikensammlung mit rund 800 Objekten und 30 historischen Korkmodellen aus Rom
Lage im Schloss Wilhelmshöhe im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe
Dauerausstellungen
Gemäldegalerie Alte Meister – Europäische Malerei von der Spätgotik bis zum Klassizismus auf drei Etagen, mit Schwerpunkt auf Rembrandt, Rubens und der flämisch-holländischen Kunst des 17. Jahrhunderts.
Antikensammlung – Rund 800 Objekte von der Bronzezeit bis zum Römischen Reich im Erd- und Untergeschoss des Schlosses, ergänzt um historische Korkmodelle antiker Bauten Roms.
Träger
Hessen Kassel Heritage (Land Hessen)
Leitung
Justus Lange (Leitung Gemäldegalerie Alte Meister)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
8 €
Ermässigt
5 €Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte (ab GdB 50), Freiwilligendienstleistende, Erwerbslose/Bürgergeldempfangende, Gruppen ab 10 Personen sowie Inhaber u. a. von KasselCard, artcard, Ehrenamtscard, Juleica und NVV-Jahreskarte; auch beim Besuch einer zweiten Einrichtung am selben Tag oder mit Parkticket Bergpark
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schülerinnen und Schüler frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine eigene Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ermässigung ab GdB 50.
Studierende & Azubis
5 €Studierende der Universität Kassel frei.
Gruppen (ab 10 Pers.)
5 € p. P.Ermässigter Preis für Gruppen; Kinder- und Jugendgruppen inkl. 2 Begleitpersonen frei.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder unter 18 frei, mit FamilienApp Hessen auch Eltern frei.
Tagesticket Wilhelmshöhe während der Dürer-Ausstellung (9.10.2026–17.1.2027)
12 €Ermässigt 9 €.
Jahreskarte Hessen Kassel Heritage
60 €Gilt für alle Einrichtungen, auch Planetarium.
Das Tagesticket Wilhelmshöhe gilt auch für die Löwenburg (Führung, Reservierung nötig), den Herkules (1.4.–31.10.) und das Grosse Gewächshaus (1.11.–31.3.). Freier Eintritt ausserdem u. a. für Geflüchtete, ICOM-/Museumsbund-Mitglieder und mit Meine Card+/Auszeit Card+.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das Schloss liegt im Bergpark und ist nur zu Fuss erreichbar (Fahrverbot im Park); von Parkplätzen und Tramhaltestellen ca. 100 Höhenmeter auf befestigten Wegen mit Treppen. Wickeltisch vorhanden.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
Kindergeburtstage in der Gemäldegalerie (z. B. Detektiv- oder Tier-Thema, 5–12 Jahre, 1,5 oder 2,5 Stunden) über den Besucherservice buchbar.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Wilhelmshöhe (Park) · 15 Min. zu Fuss
Tram 1 bis Endhaltestelle Wilhelmshöhe (Park), Bus 24 bis Endhaltestelle Schloss Wilhelmshöhe oder Tram 4 bis Waldorfschule; danach zu Fuss durch den Bergpark.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig · 15 Min. zu Fuss zum Eingang
Gebührenpflichtige Gästeparkplätze am Besucherzentrum Wilhelmshöhe unterhalb des Schlosses.
Behindertenparkplatz
Das Schloss liegt im Bergpark und ist nur zu Fuss erreichbar; Autos und Busse dürfen nicht in den Park. Von Parkplatz und Haltestellen ca. 15–20 Minuten bergauf (rund 100 Höhenmeter, befestigte Wege und Treppen) – festes Schuhwerk empfohlen.