Gewerbemuseum Spaichingen
Stadtmuseum im Gewerbemuseumsbau von 1876 mit Spaichinger Handwerks- und Industriegeschichte, Brauerei und Friseursalon.
Über das Museum
Das Gebäude in der Bahnhofstrasse entstand 1876 im Stil der Neorenaissance. Bauherren waren der 1861 gegründete Gewerbeverein Spaichingen-Heuberg und die Handwerkerbank, die hier Gewerbetreibende und junge Leute technisch und kaufmännisch weiterbilden wollten, um der ländlichen Region den Anschluss an die Industrialisierung zu erleichtern. 1918 kaufte die Stadt das Haus und nutzte es für Schulen und andere öffentliche Zwecke.
Ende der 1980er-Jahre wurde das sanierungsbedürftige Gebäude frei. Gleichzeitig suchte der 1983 gegründete Spaichinger Heimatverein Räume für seine über Jahre aufgebaute Sammlung. Die Stadt liess den denkmalgeschützten Bau restaurieren und richtete gemeinsam mit einer Kulturwissenschaftlerin ein Museum ein, das am 5. September 1991 im Rahmen der 1200-Jahr-Feier eröffnet wurde. Träger ist die Stadt Spaichingen.
Die Dauerausstellung reicht von der Geologie am Fuss des Dreifaltigkeitsbergs und der frühen Besiedlung über Kirche und Volksfrömmigkeit bis zur Industrialisierung nach dem Bahnanschluss 1869. Eigene Räume gelten der Holzverarbeitung und Möbelindustrie, den einst neun Brauereien des Ortes, den Gasthäusern, dem Bildhauer Karl Kuolt und dem bis in die 1990er-Jahre betriebenen Friseursalon Stehle. Im Festsaal finden Sonderausstellungen und Kulturveranstaltungen statt.
Highlights
- Original erhaltener Friseursalon Stehle
- Teile der Waldhornbrauerei
- Wandrelief zur Geologie des Dreifaltigkeitsbergs
- Neorenaissance-Bau von 1876 mit Festsaal
- „Grüner Salon“ im Stil der Jahrhundertwende
Dauerausstellungen
- Vom Dorf zum Industriestandort – Die Ausstellung verfolgt Spaichingens Weg von Landwirtschaft und Handwerk zur Industriestadt nach dem Bahnanschluss 1869.
- Historischer Friseursalon Stehle – Die komplette Einrichtung eines von 1899 bis in die 1990er-Jahre betriebenen Friseurgeschäfts.
- Neun Brauereien für 2500 Einwohner – Erhaltene Teile der Waldhornbrauerei erzählen von der einst reichen Brautradition des Ortes.
- Gegründet
- 1991
- Träger
- Stadt Spaichingen
- Leitung
- Larissa Menssen
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppen | –Gruppenführungen bis max. 25 Personen: Kurzführung 15 €, Führung 45–60 Minuten 25 €; für Schulklassen kostenlos |
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Eintritt frei, Spenden erwünscht.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Für Schulklassen gibt es das Museums-Quiz „Schatzsuche im Museum“; Führungen für Schulklassen sind kostenlos.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Spaichingen · 3 Min. zu Fuss
Bahn oder Linienbus bis Bahnhof Spaichingen, von dort etwa 3 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Reisebusse können vor dem Museum halten und am Bahnhof parken.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Hochzeiten / Trauungen
Der „Grüne Salon“ dient als Trauzimmer; der rund 115 m² grosse Festsaal wird für Kulturveranstaltungen und festliche Empfänge genutzt.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppen- und Themenführungen nach Anmeldung, für Schulklassen mindestens 7 Tage vorher. |




