
Glasmuseum Bad Driburg
Ehrenamtlich geführtes Museum im Heinz-Koch-Haus zur Glasherstellung und zum Glashandel in Bad Driburg mit rund 2000 Exponaten.
Über das Museum
Bad Driburg am Rand des Eggegebirges ist seit Jahrhunderten mit Glas verbunden: Funde von Ofenfundamenten reichen bis um 1100 zurück, und ab dem 16. Jahrhundert holten die Paderborner Fürstbischöfe Glasmacher gezielt in die waldreiche Gegend. Mit dem Bahnanschluss 1864 lösten Kohle-befeuerte Glasfabriken die alten Waldglashütten ab; parallel entwickelte sich ein bedeutender Glashandel, der die Stadt bis heute prägt.
Das Museum soll diese Tradition als Glasproduktions- und Handelsstandort dokumentieren. Es befindet sich im Heinz-Koch-Haus, einem um 1900 errichteten Backsteinbau mit Fachwerkgiebeln, der lange als Wohnung des Vikars diente und deshalb im Ort auch „Alte Vikarie“ heisst. Benannt ist das Haus nach dem Glasgrosshändler und Ehrenbürger Heinz Koch, einem wichtigen Förderer. Seit 2006 ist das Museum nach einer Phase der Auslagerung wieder hier untergebracht.
Betrieben wird das Haus ausschliesslich ehrenamtlich vom Förderverein Glasmuseum Bad Driburg e.V. Auf mehreren Etagen zeigen rund 2000 Objekte Werkzeuge, Modelle und Gläser aus der heimischen Herstellung, Brunnen- und Apothekengläser aus der Kurgeschichte sowie eine eigene Etage zum Glashandel. Auch zeitgenössische Glaskunst aus Bad Driburg, etwa von Heiner Düsterhaus und der Manufaktur Vera Walther, gehört zur Ausstellung; in unregelmässigen Abständen kommen Sonderausstellungen hinzu.
Highlights
- Driburger Glasmacherfahne aus Glas
- Siebenstern-Pokal um 1880
- Modell eines mittelalterlichen Bienenkorb-Glasofens
- Brunnengläser und Heilwasserflaschen aus der Kurgeschichte
- Etage zur Geschichte des Glashandels
- Glaskunst von Heiner Düsterhaus und Vera Walther
Dauerausstellungen
- Glasherstellung in Bad Driburg – Von den mittelalterlichen Waldglashütten bis zur industriellen Pressglasfertigung: Werkzeuge, Modelle und Gläser zeigen die Entwicklung der heimischen Glasproduktion.
- Glashandel – Eine eigene Etage widmet sich den Driburger Glashändlern von den Anfängen bis zu den grossen Handelsunternehmen der Gegenwart.
- Heilbad und Glas – Heilwasserflaschen, Trinkbecher und pharmazeutische Glasgeräte erzählen von der Verbindung zwischen Glasindustrie und Kurbetrieb.
- Träger
- Förderverein Glasmuseum Bad Driburg e.V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei, Spenden sind willkommen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist als barrierefrei zertifiziert.
Kinder & Familie
- Kinderwagenfreundlich
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bad Driburg, Pyrmonter Strasse · 3 Min. zu Fuss
Linie S30 bis Haltestelle „Bad Driburg, Pyrmonter Strasse“, von dort etwa 3 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze am Museum vorhanden.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Kleiner Museumsshop, u. a. mit Glasobjekten von Heiner Düsterhaus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Führungen nach Vereinbarung für 5–25 Personen, 20 € pro Gruppe; nicht an Feiertagen und nicht während der Winterpause. Anmeldung unter Tel. 05253 974494 oder glasmuseum-bad-driburg@web.de. Erläuterungen zu den Exponaten liegen auch auf Englisch und Niederländisch aus. |




