
Gruberhof
Museumshof in Gross-Umstadt mit Handwerk, Landwirtschaft, Weinbau und Stadtgeschichte – nach einem Wasserschaden vorübergehend geschlossen.
Über das Museum
Der Gruberhof im Raibacher Tal geht auf eine Abdeckerei zurück: 1816 erhielt die Wasenmeister-Familie Klotz, die aus einer Frankfurter Scharfrichterdynastie stammte, hier ein Grundstück vor der Stadt, weil ihr alter Platz inzwischen von Wohnhäusern umgeben war. Durch Heirat ging der Hof 1908 an die Familie Gruber über, die darauf bis in die 1970er-Jahre eine grosse Schäferei mit Tausenden Tieren betrieb.
Der 1979 gegründete Umstädter Museums- und Geschichtsverein zeigte ab 1985 erste Ausstellungen auf dem Hof. Nachdem die Stadt Gross-Umstadt das Anwesen 1986 gekauft hatte, eröffnete der Verein an Ostern 1987 das Museum, das er bis heute ehrenamtlich betreibt; auch der Odenwaldklub hat hier sein Vereinsheim.
Um einen grossen Innenhof liegen Werkstätten früherer Umstädter Handwerke, eine Drogerie der 1920er-Jahre, Scheunen mit Landwirtschaftsgerät und einer Weinbauabteilung samt Küferei und Weinkeller sowie eine archäologische Abteilung mit einem 1993 entdeckten fränkischen Krieger und dem Umstädter Richtschwert. Eine Gesindewohnung und eine bürgerliche Wohnung machen soziale Unterschiede sichtbar, Backhaus und Bauerngarten werden zu Festen genutzt.
Anfang September 2026 beschädigte ein Wasserrohrbruch die Ausstellungsräume im Wohnhaus schwer. Das Museum ist seitdem geschlossen; der Verein hofft, die übrigen Bereiche im Frühjahr 2027 wieder zu öffnen.
Highlights
- Handwerkerabteilungen von der Wagnerei bis zur Schmiede
- Drogerie-Einrichtung aus den 1920er-Jahren
- Weinbauabteilung mit Pressen, Küferwerkstatt und Weinkeller
- Fränkisches Kriegergrab und Umstädter Richtschwert (um 1600)
- Funktionsfähiges Backhaus und Bauerngarten
Dauerausstellungen
- Handwerk und Landwirtschaft – Werkstätten früherer Umstädter Handwerke wie Wagnerei, Sattlerei und Schmiede, eine Drogerie der 1920er-Jahre sowie landwirtschaftliche Geräte in der grossen Scheune.
- Weinbau und Brauereigeschichte – Rebsorten, Keltern, Küferhandwerk und Weinkeller sowie ein Modell der früheren Brauerei Brenner.
- Archäologie und Stadtgeschichte – Funde von der Steinzeit über die Römer bis zum fränkischen Krieger, dazu das Umstädter Richtschwert und Wohnwelten von Gesinde und Bürgertum.
- Gegründet
- 1987
- Träger
- Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei. |
|---|
Eintritt frei; Spenden sind willkommen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Das Team „Kinder im Museum“ bietet Museumsrallye und „Mäusesuche“, Spiele von früher sowie Workshops, etwa eine Kräuter- oder Schokoladenwerkstatt.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz: Parken entlang der Strassen „Am Herrnberg“ und „Raibacher Tal“ oder auf dem Stadthallenparkplatz; der benachbarte Sportplatz steht nicht zur Verfügung, Bürgersteig und Rasen der „Bleiche“ bitte freihalten.
Der Hof liegt neben dem Freizeitgelände „Bleiche“ im Raibacher Tal.
Route planenService & Gastronomie
- Café
An Öffnungstagen bewirtet das Museumsteam mit selbst gebackenem Kuchen, regionalen Produkten und fair gehandeltem Kaffee; Weinproben nach Voranmeldung.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Gruppenbesuche und Führungen durch ausgebildete Museumsführer auf Anfrage. Ein bebilderter Museumsführer (76 Seiten, 7,50 €) ist im Museum erhältlich. |





