Erste umfassende Schau der expressionistischen Druckgrafikerin Hedwig Kruse (1895–1991) mit Farbholzschnitten, Linolschnitten und Collagen voller mythologischer und spiritueller Motive; verlängert bis 18. Oktober.
Im Oberlichtsaal hängen vier grossformatige Bildteppiche aus den 1950er-Jahren, u. a. von Else Mögelin, Johanna Schütz-Wolff und Fritz Winter, zusammen mit ihren Entwürfen.
Grossformatige Fotografien und Fachinformationen zeigen die Vielfalt der Insekten und ihre Bedrohung durch Lebensraumverlust und Klimawandel – mit regionalen Beispielen aus der Griesheimer Düne.
Die spartenübergreifende Schau verbindet europäische und ostasiatische Drachendarstellungen von der Antike bis heute mit Fossilien und Präparaten aus der Naturkunde (Eintritt 12 €, ermässigt 8 €).
Zum 200. Geburtstag des Schweizer Symbolisten ergänzen über 30 Leihgaben die eigene Böcklin-Sammlung und zeigen, wie seine fantastischen Bildwelten bis in den Surrealismus nachwirkten.
Über das Museum
Den Grundstock des Hessischen Landesmuseums bilden die Sammlungen der Landgrafen und späteren Grossherzöge von Hessen-Darmstadt, die seit dem 17. Jahrhundert Kunstwerke, Naturalien und Kuriositäten zusammentrugen. 1820 überführte Grossherzog Ludewig I. diese Bestände in eine öffentliche Einrichtung, die Wissen und Aufklärung in der Bevölkerung fördern sollte – das Gründungsjahr des Museums.
Ab 1897 entstand am Friedensplatz nach Plänen von Alfred Messel ein eigener Museumsbau, der 1906 eröffnet wurde. Messel stimmte die Räume auf die Epochen der Sammlung ab, etwa mit einem romanischen Gang und einem gotischen Kirchenraum. In der NS-Zeit verlor das Haus 1937 über hundert Werke der Moderne durch die Aktion „Entartete Kunst“; 1944 wurde das Gebäude bei Luftangriffen schwer getroffen, die ausgelagerten Hauptwerke blieben jedoch erhalten. 1955 öffnete das Museum wieder.
Anfang der 1980er-Jahre kam ein Erweiterungsbau von Reinhold Kargel hinzu. 1989 erwarb das Land Hessen den Block Beuys, den umfangreichen Werkkomplex von Joseph Beuys, der seit 1970 in Darmstadt zu sehen ist. Von 2007 bis 2014 blieb das Haus für eine Generalsanierung geschlossen und wurde im September 2014 wiedereröffnet.
Heute vereint das Landesmuseum als Mehrspartenhaus Kunst- und Kulturgeschichte mit Naturgeschichte: Gemäldegalerie, Graphische Sammlung, Jugendstil, mittelalterliche Kunst und Archäologie stehen neben Zoologie, Geologie, Mineralogie und Paläontologie – darunter bedeutende Fossilien aus der Welterbestätte Grube Messel und die historischen Darmstädter Dioramen.
Highlights
Block Beuys – rund 300 Arbeiten von Joseph Beuys in sieben Räumen
Fossilien aus der UNESCO-Welterbestätte Grube Messel
Darmstädter Dioramen aus dem frühen 20. Jahrhundert
Jugendstil-Sammlung von internationalem Rang
Gemäldegalerie mit Werken u. a. von Pieter Bruegel und Arnold Böcklin
Skelett eines Amerikanischen Mastodons am Eingang zur Paläontologie
Dauerausstellungen
Kunst- und Kulturgeschichte – Rundgang von der Archäologie über mittelalterliche Kunst, Schatzkammer und Waffensaal bis zur Gemäldegalerie, zum Jugendstil und zum Block Beuys.
Naturgeschichte – Zoologie, Geologie, Mineralogie und Paläontologie mit den historischen Darmstädter Dioramen und Fossilien aus der Grube Messel.
Gegründet
1820
Träger
Land Hessen (Einrichtung im Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur)
Leitung
Julia Hillebrand (stellvertretende Direktorin; Direktorenstelle nach dem Wechsel von Martin Faass derzeit unbesetzt)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
8 €
Ermässigt
5 €Studierende, Auszubildende, Menschen mit Schwerbehinderung, Freiwilligendienstleistende, Erwerbslose sowie Bürgergeld-, Teilhabe- und Sozialcard-Beziehende, Inhaber von artcard, DarmstadtCard, Ehrenamtscard oder JULEICA und Mitglieder von Berufsverbänden bildender Künstler (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schülerinnen und Schüler (auch über 18) haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine allgemeine Seniorenermässigung. Grosseltern mit Enkeln (4–12 Jahre) zahlen am letzten Samstag im Monat den ermässigten Preis.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ermässigter Eintritt für Menschen mit Schwerbehinderung; Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung frei.
Studierende & Azubis
5 €Studierende der TU Darmstadt, der Hochschule Darmstadt (h_da) und der Evangelischen Hochschule Darmstadt sowie Studierendengruppen mit Dozent haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Ab 10 Personen; Anmeldung vorab unter vermittlung@hlmd.de erbeten (mind. 10 Tage vorher). Buchbare Führungen 85 € pro Gruppe zzgl. Eintritt, fremdsprachig 105 €. Schulklassen frei, max. zwei Begleitpersonen frei.
Familien
–Kein eigenes Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 sind frei. Inhaber der Familienkarte Hessen bzw. FamilienApp Hessen erhalten freien Eintritt.
Sonderausstellungen kosten extra: z. B. „Drachen – Mythos und Wirklichkeit“ 12 €, ermässigt 8 €, Gruppen 10 € p. P. (inkl. Dauerausstellung). Online gekaufte Tickets für die Dauerausstellung gelten ein Jahr ab Buchung. Freier Eintritt u. a. für ICOM- und Museumsbund-Mitglieder, Mitglieder der Freundeskreise der Museen Darmstadt, Wiesbaden und Kassel, Lehrkräfte zur Unterrichtsvorbereitung, Geflüchtete und Presse.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: nicht vorhanden
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreier Eingang über den Museumsshop an der Westseite neben dem Museumscafé; die Ausstellungsbereiche sind über barrierefreie Aufzüge erreichbar. Zwei Bereiche sind wegen der historischen Bausituation nicht zugänglich und werden über Medienstationen erschlossen (u. a. ein visueller Rundgang durch den Block Beuys). Barrierefreie Toiletten im Untergeschoss. Behindertenparkplätze in der Q-Park-Schlossgarage (Einfahrt Cityring) und in der Schleiermacherstrasse; von der Garage per Aufzug über das Welcome Hotel ins Museum. Tastmodelle zu ausgewählten Gemälden und Objekten. Informationen in Leichter Sprache online; Inhalte in Gebärdensprache sind laut Website erst angekündigt. Barrierefreier Orientierungsplan als PDF. Angebote für Menschen mit Demenz („Erinnerungskoffer“) und mit Lernschwierigkeiten („Wundertüte Landesmuseum“). Der Aussenbereich des Cafés im Rodensteiner Hof ist nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Kindergeburtstage
Öffentliche Familienführungen (ab 6 Jahren) und Handpuppen-Führungen (ab 4 Jahren), buchbare Familienführungen, Kindergeburtstage für 6- bis 12-Jährige, Kurse wie Samstagsmaler, Ferienprogramme; Schnitzeljagd und Mitmachheft an der Info. Mit Kinderwagen barrierefreier Zugang über den Museumsshop an der Westseite, Aufzüge zu allen Ebenen; Rückentragen für Kinder müssen eingeschlossen werden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schloss
Strassenbahn- und Buslinien bis Schloss, Luisenplatz oder Willy-Brandt-Platz.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentliches Parkhaus Q-Park-Schlossgarage direkt unter dem Friedensplatz (barrierefreie Plätze beim Karolinenplatz/Welcome Hotel); weitere Behindertenparkplätze in der Schleiermacherstrasse. Busse können vor dem Haupteingang halten.
Museumscafé „Dialog & Genuss“ (Di–So ab 9:30 Uhr; Frühstück, kleine Mittagsgerichte, Kuchen; Aussenplätze im historischen Innenhof). Museumsshop am Westeingang. Garderobe und Schliessfächer; Taschen über DIN A4, Rucksäcke, Schirme und Kindertragen müssen eingeschlossen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Auf der offiziellen Website wird keine Vermietung von Museumsräumen angeboten. Das Museumscafé „Dialog & Genuss“ richtet private Feiern aus (Anfrage direkt beim Café).
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren für private Zwecke ohne Blitz erlaubt; keine Stative oder Selfiesticks. Veröffentlichungen im Internet gelten nicht als private Nutzung.