
Jüdisches Museum Worms
Museum im Raschi-Haus zur fast tausendjährigen Geschichte der jüdischen Gemeinde Worms – Teil der UNESCO-Welterbestätte SchUM.
Über das Museum
Erste Judaica wurden in Worms schon kurz nach 1900 in der sogenannten Raschi-Kapelle an der Synagoge gezeigt. Die jüdische Gemeinde plante ab 1912 ein eigenes kleines Museum, das nach dem Ersten Weltkrieg 1924 durch Isidor Kiefer eingerichtet wurde. Beim Novemberpogrom 1938 wurde diese Sammlung weitgehend zerstört; Kiefers Aufzeichnungen über die Bestände blieben jedoch erhalten, weil er sie in die Emigration mitnehmen konnte.
Das heutige Museum eröffnete 1982 im wiederaufgebauten Raschi-Haus in der Hinteren Judengasse. Das Gebäude steht an der Stelle, an der vermutlich das mittelalterliche jüdische Lehrhaus lag, in dem um 1060 der Gelehrte Raschi aus Troyes studierte; Kellergewölbe und Teile des Erdgeschosses stammen noch aus dem Mittelalter. Die oberen Etagen nutzen Stadtarchiv, Fotoarchiv und Denkmalschutzbehörde der Stadt Worms, die das Museum auch betreibt.
Seit September 2020 zeigt das Haus die neu konzipierte Dauerausstellung „SchUM am Rhein – Vom Mittelalter in die Moderne“. Auf rund 160 Quadratmetern in vier Räumen erzählt sie von Religion und Alltag der Wormser Gemeinde, die zusammen mit Speyer und Mainz zu den bedeutendsten jüdischen Zentren Mitteleuropas zählte. Zu sehen sind gerettete Objekte aus der Vorkriegssammlung, Modelle, Kultgeräte und Medienstationen. Seit 2021 gehören die SchUM-Stätten zum UNESCO-Welterbe; das Museum dient zugleich als Anlaufpunkt für Besuche der benachbarten Synagoge mit Mikwe und des Friedhofs „Heiliger Sand“.
Highlights
- Silberpokal der Beerdigungsbruderschaft (Chewra Kadischa) von 1609
- Mittelalterliche Kellergewölbe des Raschi-Hauses
- Dauerausstellung „SchUM am Rhein – Vom Mittelalter in die Moderne“
- Wormser Golem-Überlieferung
- Wenige Schritte zur Synagoge mit mittelalterlicher Mikwe
Dauerausstellungen
- SchUM am Rhein – Vom Mittelalter in die Moderne – Seit September 2020 gezeigte Dauerausstellung über Religion und Alltag der jüdischen Gemeinde Worms vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, mit geretteten Objekten, Modellen und Medienstationen.
- Gegründet
- 1982
- Träger
- Stadt Worms (Stadtarchiv)
- Leitung
- Gerold Bönnen
- Besucher pro Jahr
- ca. 5'275 (2023)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 2,50 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1,50 €Jugendliche ab 13 Jahren 1,50 €; ein Tarif für jüngere Kinder ist nicht angegeben. |
| Seniorinnen & Senioren | –Laut Museum keine Ermässigungen. |
| Menschen mit Behinderung | –Laut Museum keine Ermässigungen. |
| Studierende & Azubis | –Laut Museum keine Ermässigungen. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 1,50 € p. P.Erwachsene ab 10 Personen 1,50 €, Jugendgruppen 1,00 € pro Person; Wormser Schulklassen frei (pro 10 Kinder eine Begleitperson frei). Anmeldung erbeten unter 06241 853-4701. |
| Kombiticket AnRa (mit Museum der Stadt Worms im Andreasstift) | 6,50 €Erwachsene; erhältlich an der Kasse im Andreasstift |
| Kombiticket AnHeyRa (mit Museum Andreasstift und Museum Heylshof) | 11 €Erwachsene; erhältlich an der Kasse im Andreasstift |
Ermässigungen werden nicht gewährt. Kombitickets gelten ein Jahr ab Kauf.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum nicht barrierefrei (historisches Gebäude mit Gewölbekeller).
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Untere Kämmererstrasse · 200 m
Buslinien 401, 402, 408 und 409 bis Haltestelle Untere Kämmererstrasse (ca. 200 m); vom Hauptbahnhof Worms ca. 12 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze und Tiefgaragen in unmittelbarer Nähe.
Über die A61 (Ausfahrt Worms) oder die A67 (Ausfahrt Lorsch), dann B47 Richtung Innenstadt.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
- Garderobe: nicht vorhanden
Keine Garderobe – Jacken und Taschen dürfen mit in die Ausstellung genommen werden. Shop im Eingangsbereich mit Judaica-Literatur und Postkarten. Speisen und Getränke sind in der Ausstellung nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt; gewerbliche Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung der Museumsleitung. |
| Hinweise | Gruppenführungen nach Anmeldung. Öffentliche Stadtführung „UNESCO-Welterbe – die jüdischen Monumente in Worms“ April bis Oktober jeden 1. Sonntag im Monat um 10.30 Uhr ab der Synagoge. Museumspädagogik über „museum live“ der Wormser Museen. |




