Rund 40 Gemälde und Zeichnungen der Malerin Ida Gerhardi aus ihren Pariser Jahren um 1905, darunter Tanz- und Nachtlebenszenen und Selbstbildnisse. Gerhardi war mit Käthe Kollwitz befreundet und begleitete sie 1904 durch das Pariser Nachtleben.
Ausstellung des Holzbildhauers Klaus Hack mit Skulpturen zwischen surrealen Figuren und konstruktiven Formen, ergänzt um Reliefs, Holzschnitte und Zeichnungen.
Über das Museum
Das Berliner Käthe-Kollwitz-Museum geht auf den Maler, Kunsthändler und Galeristen Hans Pels-Leusden zurück, der ab den 1960er-Jahren Werke der Künstlerin ausstellte und dabei eine eigene Kollwitz-Sammlung aufbaute. Nachdem private Initiativen für ein Kollwitz-Museum im geteilten Berlin lange ins Leere gelaufen waren, eröffnete er das Haus Ende Mai 1986 in einer Villa in der Charlottenburger Fasanenstrasse – etwa zeitgleich mit dem Kölner Kollwitz-Museum.
Mehr als drei Jahrzehnte lang bildete das Museum dort zusammen mit Literaturhaus und Auktionshaus Grisebach einen kleinen Kulturschwerpunkt nahe dem Kurfürstendamm. Seit 1988 ergänzen Sonderausstellungen zur Kunst der Kollwitz-Zeit und zu verwandten Themen der Gegenwartskunst die ständige Präsentation. Träger ist bis heute ein privater Verein, der seit 2014 institutionell vom Land Berlin gefördert und seit 2020 von einer Kollwitz-Stiftung unterstützt wird.
Weil die rund 600 Quadratmeter in der Fasanenstrasse zu eng und nicht barrierefrei waren, zog das Museum im Herbst 2022 in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg um und eröffnete dort am 24. September 2022 neu. Die Sammlung wird seither chronologisch in acht Kabinetten gezeigt und umfasst Zeichnungen, Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Plastiken aus allen Schaffensphasen – von frühen Selbstbildnissen über die grossen Druckzyklen bis zu den späten Arbeiten zu Krieg, Tod und Mutterschaft.
Highlights
Chronologische Sammlungspräsentation „Aber Kunst ist es doch“ in acht Kabinetten
Selbstbildnisse aus allen Lebensphasen der Künstlerin
Druckgrafische Zyklen wie „Ein Weberaufstand“ und die Folge „Tod“
Zeichnung „Gedenkblatt für Karl Liebknecht“ (1919)
Bronzeplastiken wie „Liebespaar“ und „Mutter mit zwei Kindern“
Tastmodelle dreier Hauptwerke und offene Druckwerkstatt am KollwitzSonntag
Dauerausstellungen
Käthe Kollwitz – „Aber Kunst ist es doch“ – Die Sammlungspräsentation im Erdgeschoss des Theaterbaus führt chronologisch durch Leben und Werk der Künstlerin – von frühen Zeichnungen bis zu den späten Lithografien und Plastiken.
Gegründet
1986
Träger
Käthe-Kollwitz-Museum und grafische Sammlung Hans Pels-Leusden e.V.
Leitung
Dr. Josephine Gabler
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
8 €
Ermässigt
5 €Schüler*innen ab 18, Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwillige, Gruppen ab 12 Personen, Schwerbehinderte, Inhaber*innen von artCard und Berliner Ehrenamtskarte sowie Mitglieder u. a. von Museumsbund, BBK, Verband deutscher Kunsthistoriker, Theatergemeinde und Kulturvolk (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ermässigung mit Schwerbehindertenausweis; eine anerkannte Begleitperson hat freien Eintritt.
Studierende & Azubis
5 €Studierende, Auszubildende und Schüler*innen ab 18 Jahren zahlen den ermässigten Preis.
Gruppen (ab 12 Pers.)
5 € p. P.Gruppen ab 12 Personen zahlen den ermässigten Eintritt; Voranmeldung per E-Mail oder Telefon erbeten. Gebuchte Führungen 80 € (Deutsch) bzw. 90 € (Englisch/Französisch) zzgl. Eintritt.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
KollwitzSonntag (jeden ersten Sonntag im Monat)
4 €Sondereintritt inkl. offener Druckwerkstatt (12–15 Uhr) und öffentlicher Führung um 15 Uhr
Tickets sind derzeit nur an der Museumskasse im Theaterbau erhältlich, da das Online-Ticketing umgestellt wird. Freien Eintritt haben ausserdem Inhaber*innen des Berechtigungsnachweises (ehem. berlinpass), Mitglieder des Verbandes Berliner Stadtführer, Pressevertreter*innen und ICOM-Mitglieder.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Rampe zum Haupteingang; die sechs Stufen zu Kasse und Ausstellungsebene sowie die Toilette im Untergeschoss sind per Aufzug erreichbar. Wege im Schlosspark teils uneben. Mobile Sitzgelegenheiten kostenlos an der Kasse. Drei Hauptwerke als Tastmodelle im Obergeschoss; Ausstellungsgespräche in Deutscher Gebärdensprache. Nächster barrierefreier Bahnhof: S Westend.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Ferienkurse für Kinder von 8 bis 12 Jahren, buchbarer Druckworkshop ab 8 Jahren und offene Druckwerkstatt für alle Generationen am KollwitzSonntag.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Klausenerplatz (Bus M45, 309) · 80 m
Bus M45 und 309 bis Klausenerplatz (ca. 80 m), Bus 109 bis Luisenplatz/Schloss Charlottenburg (ca. 600 m); S41/S42/S46 bis Westend (ca. 900 m); U7 bis Richard-Wagner-Platz (ca. 1,1 km).
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Ausreichend kostenpflichtige Parkplätze direkt vor dem Parkeingang zum Theaterbau und auf Höhe der Orangerie.
Museumsshop mit Postkarten, Plakaten und Katalogen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Digitaler „Kollwitz Guide“ zur Ausstellung kostenlos im Browser auf dem eigenen Smartphone (kaethe-kollwitz-digital.de), dazu die Stadttour „Käthe to go“. Öffentliche Sonntagsführung am KollwitzSonntag um 15 Uhr (ohne Anmeldung); Slow-Art-Führungen, Seniorenformate und Lithografie-Vorführungen mit Anmeldung. Führungen und Schulangebote per E-Mail an bildung@kaethe-kollwitz.de buchbar.