
Kernerhaus
Wohnhaus des Arztes und Dichters Justinus Kerner in Weinsberg, seit 1908 Gedenkstätte mit Biedermeier-Räumen, Geisterturm und Romantik-Erinnerungen.
Über das Museum
Justinus Kerner (1786–1862), Oberamtsarzt in Weinsberg und einer der Dichter der schwäbischen Romantik, liess das Haus 1822 am Fuss des Burgbergs mit der Weibertreu bauen. 1827 kam ein hölzerner Anbau, das sogenannte Schweizerhaus, hinzu. Unter Kerner und seiner Frau Friederike („Rickele“) wurde das Haus zu einem Treffpunkt für Gäste aus allen Ständen: Ludwig Uhland, Gustav Schwab, Nikolaus Lenau, Graf Alexander von Württemberg und viele andere kehrten hier ein. Lenau wohnte zeitweise im alten Gefängnisturm der Stadtmauer im Garten, den Kerner gekauft und als Gästezimmer eingerichtet hatte – dem „Geisterturm“.
Nach Kerners Tod bewohnte sein Sohn Theobald das Haus. 1907 erwarb der zwei Jahre zuvor gegründete Justinus-Kerner-Verein das Anwesen und machte es 1908 als Gedenkstätte zugänglich. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus geschlossen und das Inventar ausgelagert; ab 1950 konnte es wieder eingerichtet werden. Bei einer umfassenden Renovierung 1985/86 versuchte man, den ursprünglichen Charakter wiederherzustellen.
Im Erdgeschoss zeichnen Bilder, Bücher, Handschriften und persönliche Gegenstände Kerners Lebensweg, seinen Freundeskreis und sein Wirken als Arzt nach, einschliesslich des Geräts, mit dem er die als „Seherin von Prevorst“ bekannte Friederike Hauffe behandelte. Im Obergeschoss sind die Wohnräume der Familie mit Biedermeiertapeten und Resten der originalen Einrichtung zu sehen, darunter Studier-, Wohn- und Esszimmer sowie das „Sargzimmer“ unter dem Dach. Betreut wird das Haus bis heute ehrenamtlich vom Justinus-Kerner-Verein gemeinsam mit dem Frauenverein Weinsberg.
Highlights
- Studier- und Wohnzimmer mit Kerners selbst gebautem Schreibtisch
- Geisterturm im Garten, in dem Nikolaus Lenau wohnte
- Kerners Therapiegerät für die „Seherin von Prevorst“
- Esszimmer im Schweizerhaus und „Sargzimmer“ im Dachgeschoss
- Alabastermadonna aus dem 15. Jahrhundert im Marienzimmer
Dauerausstellungen
- Justinus Kerner – Lebensstationen, Dichter und Arzt – Im Erdgeschoss dokumentieren Bilder, Handschriften und persönliche Gegenstände Kerners Lebensweg, seinen Freundeskreis und seine medizinische Arbeit.
- Wohnräume der Familie Kerner – Im Obergeschoss sind Studier-, Wohn-, Ess- und Marienzimmer mit Biedermeiertapeten und originalen Möbeln wieder eingerichtet.
- Gegründet
- 1908
- Träger
- Justinus-Kerner-Verein Weinsberg e. V. und Frauenverein Weinsberg e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermässigt | 4 €Schüler und Studierende |
| Studierende & Azubis | 4 € |
| Führung während der Öffnungszeiten (bis 10 Personen, inkl. Eintritt) | 60 €jede weitere Person 6 €; Gruppen von Schülern und Studierenden 40 € |
| Führung ausserhalb der Öffnungszeiten (bis 10 Personen, inkl. Eintritt) | 70 €jede weitere Person 7 €; Schulklassen 40 € |
Preise ohne Führung. Schulklassen aus dem Weinsberger Tal haben freien Eintritt. Sonderführungen zu Familienfeiern, Tagungen oder Firmenveranstaltungen nach Absprache.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Weinsberg Bahnhof · 5 Min. zu Fuss
Stadtbahn S4 (Öhringen – Baden-Baden) bis Weinsberg Bahnhof, von dort 5 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplatz auf dem Grasigen Hag am Fuss der Burg Weibertreu, wenige Meter entfernt; auch für Busse.
Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen telefonisch während der Öffnungszeiten (07134 2553) oder per E-Mail vereinbaren. Zum Anwesen gehören der Geisterturm im Garten und das gegenüberliegende Alexanderhäuschen, Kerners einstiges Gästehaus. |





