
Künstlerhaus Marktoberdorf
Museum für zeitgenössische Kunst in Marktoberdorf: Wechselausstellungen in einem Klinkerbau von Bearth & Deplazes und einer Villa der 1920er.
Über das Museum
Den Grundstein legte 1997 die Kunst- und Kulturstiftung Dr. Geiger-Haus, die der damalige Altbürgermeister Franz Schmid zusammen mit der Stadt Marktoberdorf ins Leben rief. Ausgangspunkt war eine bürgerliche Villa aus dem Jahr 1923, die Dr. Julius Geiger der Stadt bereits 1969 überlassen hatte. Neben öffentlichen und privaten Zuschüssen trug Schmid einen grossen Teil der Kosten für einen Erweiterungsbau, die Stadt brachte ihre Sammlung schwäbischer Gegenwartskunst ein. Seit 2001 werden beide Gebäude gemeinsam als Künstlerhaus Marktoberdorf geführt.
Architektonisch fällt vor allem der Neubau, das Franz Schmid-Haus, auf: Die Schweizer Architekten Bearth & Deplazes entwarfen zwei leicht gegeneinander versetzte Kuben aus Sichtmauerwerk, die über einen gläsernen Gang mit dem Altbau verbunden sind. Ein ummauerter Vorhof mit Toren aus Cortenstahl bildet den Eingang. Das denkmalgeschützte Geiger-Haus wurde 2022 saniert und bietet zusätzliche Ausstellungsräume.
Das Haus zeigt drei bis vier Wechselausstellungen im Jahr. Fester Bestandteil ist die seit 1978 von der Stadt veranstaltete Ostallgäuer Kunstausstellung, die seit 2006 im Künstlerhaus stattfindet; aus ihr erwirbt die Stadt regelmässig Werke für ihre inzwischen über 250 Arbeiten umfassende Sammlung. 2013 und 2016 kam durch Zustiftung die Sammlung Franz Hitzler hinzu, mit 52 grossformatigen Gemälden und mehr als 350 Arbeiten auf Papier der weltweit grösste Museumsbestand dieses Ostallgäuer Malers. Alle fünf Jahre richtet das Haus ausserdem die Ausstellung JUNGE KUNST zum Förderpreis der Antonia und Hermann Götz-Stiftung aus. Zum Jahreswechsel 2027 übernimmt eine neue künstlerische Leitung.
Highlights
- Museumsneubau von Bearth & Deplazes (2001) aus Sichtmauerwerk
- Weltweit grösster Museumsbestand an Werken von Franz Hitzler
- Städtische Sammlung schwäbischer Gegenwartskunst mit über 250 Werken
- Jährliche Ostallgäuer Kunstausstellung mit Kunstpreisen
- Saniertes Dr. Geiger-Haus, eine Villa von 1923
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Kunst- und Kulturstiftung Dr. Geiger-Haus
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. |
| Gruppen | –Einstündige Gruppenführung mit Voranmeldung, Preis auf Anfrage zuzüglich Eintritt; höchstens 20 Personen pro Führung. |
| Sonntagsführung mit Kaffee und Kuchen | 8 €Eintritt, Führung, Kaffee und Kuchen inklusive |
Der Eintritt gilt für die jeweils laufende Ausstellung. Architekturführungen sind im Eintritt enthalten.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Neubau ist vollständig barrierefrei, ebenso das Erdgeschoss des Altbaus (Dr. Geiger-Haus). Dessen Obergeschoss – ein kleiner Teil der Ausstellungsfläche – ist nur über eine Treppe erreichbar.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
Zu jeder Ausstellung gibt es Werkstatt-Termine und Workshops für Kinder und Jugendliche, dazu Projektwochen und Angebote für Kindergärten und Schulen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Kleiner Museumsshop, u. a. mit dem Baukulturführer zum Künstlerhaus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führungen zu festen Terminen je Ausstellung, ausserdem Architekturführungen. Führungen für Gruppen, Kindergärten, Schulen und Unternehmen nach telefonischer Absprache; Anmeldung erwünscht. |





