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Missionsmuseum der Erzabtei St. Ottilien in Eresing
Foto: Bene16 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Missionsmuseum der Erzabtei St. Ottilien

Völker- und naturkundliche Sammlung der Missionsbenediktiner mit Objekten aus Ost- und Südafrika und Korea in der Erzabtei St. Ottilien – Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Die Erzabtei St. Ottilien gilt als ältestes katholisches Missionshaus Deutschlands; im November 1887 brachen die ersten Missionare nach Ostafrika auf. Auf Anregung von P. Andreas Amrhein schickten sie Alltagsgegenstände, religiöse und künstlerische Objekte, Felle und Pflanzen zurück, mit denen die jungen Ordensanwärter auf ihren Einsatz vorbereitet wurden.

Die Lehrsammlung wuchs rasch; 1896 ist im Klosterarchiv erstmals von einem „Afrika-Museum“ die Rede. Nach Stationen in einem Anbau am Pfortenhaus und im Exerzitienhaus zog es ab 1911 in eigens geplante Räume des neuen Klosterflügels. Als die Mission ab 1909 nach Korea ausgriff, kam eine neue Abteilung hinzu und das Haus wurde in Missionsmuseum umbenannt; in den 1920er Jahren folgten Stücke aus dem Zululand in Südafrika.

Heute umfasst der Bestand rund 5000 Objekte, von denen etwa 1300 auf drei Ebenen gezeigt werden. Die Afrika-Sammlung dokumentiert Haushalt, Handwerk, Musik und Religion, die Korea-Sammlung vor allem Kunst und Alltag der Joseon-Zeit, die Erzabt Norbert Weber und seine Mitbrüder während der japanischen Besatzung erwarben. Lebensnah präparierte Tiere, vor allem aus Afrika, und Stummfilme aus den 1920er Jahren ergänzen die Schau.

Von 2011 bis 2015 wurden Museum und Depot saniert und die Ausstellung neu gestaltet, ohne den Charakter der historischen Missionssammlung aufzugeben. Parallel entstanden ein vollständiges Inventar und eine Provenienzforschung, die 2018 abgeschlossen wurde. Das Museum hat bereits Objekte an Südkorea zurückgegeben und ein eigenes Restitutionskonzept veröffentlicht.

Highlights

  • Rund 1300 Exponate aus Afrika und Korea auf drei Ebenen
  • Korea-Sammlung mit Kunst und Alltagsobjekten der Joseon-Zeit
  • Tierpräparate und Grossdiorama zur Tierwelt Ostafrikas
  • Stummfilme der 1920er Jahre aus Afrika und Korea
  • Freier Eintritt, Klosterdorf mit Kirche, Gasthof und Klosterladen

Dauerausstellungen

  • Afrika-Sammlung – Objekte aus Ostafrika und dem Zululand zu Haushalt, Nahrungserwerb, Handwerk, Musik und Religion, dazu Schnitzereien der Makonde.
  • Korea-Sammlung – Kunst und Alltagsgegenstände aus der späten Joseon-Zeit, die die Missionsbenediktiner ab 1909 in Korea zusammentrugen.
  • Naturhistorische Sammlung – Präparierte Tiere vor allem aus Afrika, teils in Dioramen inszeniert, zeigen die Sammelpraxis eines historischen Missionsmuseums.
Gegründet
1896
Träger
Erzabtei St. Ottilien
Leitung
P. Theophil Gaus OSB

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt für alle frei.

Eintritt frei; Spenden für die laufenden Kosten sind willkommen. Gebuchte Führungen kosten ab 50 € pro Gruppe bis 12 Personen (bar vor Ort).

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Barrierefreier Zugang; die Geschosse sind per Aufzug erreichbar – bitte das Aufsichtspersonal am Eingang ansprechen. Auf Anfrage Führungen für Menschen mit eingeschränkter Seh- oder Hörfähigkeit sowie in einfacher bzw. leichter Sprache.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Bahnhof St. Ottilien

Bahnhof St. Ottilien an der Strecke Augsburg-Oberhausen–Weilheim. Alternativ mit S-Bahn (S4) oder Regionalzug bis Geltendorf und von dort 25 Minuten zu Fuss oder mit der Regionalbahn Richtung Weilheim weiter bis St. Ottilien.

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Zwei grosse Parkplätze am Eingang zum Klostergelände vor dem Klostergasthof.

Mit dem Auto über die A96: aus Richtung München Ausfahrt Windach, aus Richtung Lindau Ausfahrt Schöffelding, dann der Beschilderung über Eresing nach St. Ottilien folgen. Taxi ab Bahnhof Geltendorf nach vorheriger Anmeldung möglich.

Route planen

Service & Gastronomie

    Wenige Schritte entfernt: Klostergasthof St. Ottilien mit Biergarten (Mai bis September bei schönem Wetter), Klostercafé mit Kuchen (Sa, So und feiertags 12–17 Uhr, im Winter geschlossen) und Klosterladen mit kleinen Snacks.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    FotografierenFotografieren für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; Aufnahmen zur Veröffentlichung über die Pressestelle der Erzabtei.
    HinweiseFührungen (Standard 60 Min., Premium 90 Min., Kombiführung mit Klosterdorf 140 Min. sowie Themenführungen) mindestens drei bis vier Wochen vorher per E-Mail anfragen; Standard- und Premiumführung auch auf Englisch und Französisch. Gruppen über 24 Personen werden geteilt.

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