Über 400 Turmalinkristalle und mehr als 1.000 hinterleuchtete Dünnschliffe machen die farbigen Wachstumsstrukturen der äusserlich schwarzen Minerale sichtbar; dazu Mitmach- und Medienstationen.
Über das Museum
Den Grundstock des Museums bildet die Sammlung des Lübecker Arztes und Naturforschers Johann Julius Walbaum, die seine Erben 1800 der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit schenkten – damit hat das Haus die längste Geschichte unter den Lübecker Museen. Die Naturaliensammlung zog im 19. Jahrhundert mehrfach um, hiess ab 1884 Naturhistorisches Museum und erhielt 1893 Räume im neu gebauten Museum am Dom, das ein Vermächtnis des Kaufmanns Georg Ludwig Blohm ermöglicht hatte. 1934 ging das Haus an die Stadt über.
Beim Luftangriff auf Lübeck 1942 wurde das Museum am Dom zerstört und der grösste Teil der Sammlungen vernichtet. Mit geretteten Resten und neu zusammengetragenen Beständen entstand zunächst ein Provisorium in der Königstrasse, bis 1961 am alten Standort ein Neubau für das Museum und das Stadtarchiv fertig wurde – nach Angaben des Hauses das erste nach dem Krieg wiederaufgebaute naturkundliche Museum.
1993 wurden die fossilen Bartenwale aus Gross Pampau und die Erdgeschichte Schleswig-Holsteins neu präsentiert, 1998 bekam das Museum seinen heutigen Namen und ein neues Konzept. 2008 folgte die Erlebnisausstellung zu den Gewässern der Region; im gläsernen Anbau am Domhof ist das Skelett eines 1997 vor Rømø gestrandeten Pottwals zu sehen. Das Haus ist als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert. Derzeit wird eine grundlegende Sanierung, Neukonzeption und Erweiterung vorbereitet, an deren Planung sich Besucherinnen und Besucher beteiligen können.
Highlights
Rund 14 Meter langes Pottwalskelett im gläsernen Anbau am Domhof
Fossile Bartenwale aus dem Miozän-Meer von Gross Pampau
Mammut- und Riesenhirschfunde aus der Eiszeit
Erlebnisausstellung zu Wakenitz, Trave und Lübecker Bucht mit Planktonkammer
Zwei grosse Meteoriten im Eingangsbereich
Dauerausstellungen
Von Flüssen und Meer – Erlebnisausstellung zu den Gewässern der Region von Wakenitz und Trave bis zur Lübecker Bucht, mit Wasservögeln, Planktonkammer und Walen der Ostsee.
Steine erzählen – Streifzug durch die Erdgeschichte Schleswig-Holsteins: von frühen Meeresfossilien über die versteinerten Bartenwale aus Gross Pampau bis zu Mammut und Riesenhirsch der Eiszeit.
Natur vor der Tür – Einblicke in die Stadtnatur und den Wald rund um Lübeck, ergänzt um ein Schaufenster zu aktueller Forschung.
Gegründet
1800
Träger
Die Lübecker Museen – Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Leitung
Susanne Füting
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
7 €
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen
Menschen mit Behinderung
freiBegleitperson frei · Schwerbehinderte ab GdB 50 frei
Studierende & Azubis
freiSchüler:innen, Studierende, Auszubildende und FSJler:innen frei
Gruppen (ab 12 Pers.)
6 € p. P.Erwachsenengruppen ab 12 Personen 6 € p. P.; Kurzbesuch im Rahmen einer Stadtführung 3,50 € p. P. Gruppenführungen Erwachsene 75 € (60 Min.) bzw. 100 € (90 Min.) zzgl. Eintritt, Schulklassen 50/80/100 € (60/90/120 Min.); Zuschläge für Mitmachtouren und Workshops.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche frei
Lübeck Day Pass (Tageskarte aller Lübecker Museen)
14 €Beliebig viele Besuche am gebuchten Tag, nicht übertragbar
Lübeck Day Pass (2 Tage)
18 €Gebuchter und folgender Tag
Lübeck Day Pass plus
18 €Zusätzlich Marienkirche und Turm von St. Petri
Lübeck Day Pass plus (2 Tage)
22 €
Jahreskarte Lübecker Museen
40 €Alle Ausstellungen der Lübecker Museen, ohne Veranstaltungen; nicht übertragbar
Öffentliche Führung
4 €Zzgl. Eintritt
Erwachsenengruppe – Kurzbesuch im Rahmen einer Stadtführung
3,50 €Pro Person
Preise gültig seit 1.4.2026. Freier Eintritt ausserdem für Inhaber:innen von LübeckCard und Ehrenamtskarte sowie Mitglieder des Museumsverbands Schleswig-Holstein und Hamburg, des Deutschen Museumsbunds und von ICOM. Online wird der Lübeck Day Pass verkauft.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: nicht vorhanden
Angebote in Leichter Sprache: nicht vorhanden
Audiodeskription: keine Angabe
Kein eigener Aufzug; nach Voranmeldung (Tel. 0451 122 4122) begleitet das Personal Rollstuhlfahrende über den Personenaufzug des benachbarten Stadtarchivs in weitere Ausstellungsbereiche. Keine behindertengerechten Toiletten, keine Leihrollstühle, aber Klapphocker. Blindenführungen mit Tast-, Hör- und Riechobjekten; einige Exponate dürfen berührt werden. Führungen mit Gebärdensprache nur, wenn die Gruppe selbst dolmetscht. Das Café ist ebenerdig über den Domhof erreichbar.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Ferienprogramme, Workshops und sonntägliche Familienangebote (Reihe „Familienzeit“); Kinder- und Jugendbeirat. Café mit Kindersitzen. Kein Aufzug im Museum und keine Kinderwagen zum Verleih; mit Kinderwagen vorab unter 0451 122 4122 anmelden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Fegefeuer
Bus 1, 2, 6, 7, 9, 10, 15 und 16 ab Hauptbahnhof/ZOB bis Haltestelle Fegefeuer; zu Fuss vom Hauptbahnhof ca. 20 Minuten.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Gebührenpflichtige Parkplätze direkt vor dem Museum an der Musterbahn (sonntags kostenlos); Parkhaus Mitte (Schmiedestrasse, ca. 5 Gehminuten) und Haerder-Center in der Nähe.
Der Durchgang an den Domtürmen vom Zeughaus zum Museum ist wegen Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit gesperrt; der Weg über die Mühlendammstrasse ist frei.
Café und Bäckerei „KONVENT am Dom – by J.J. Walbaum“ im Museum mit Aussenplätzen im Domhof beim Pottwalskelett. Museumsshop mit Büchern, Mineralien, Fossilien und Kinderartikeln.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen, Workshops und Umweltbildungsangebote für Schulen und Gruppen; Anmeldung Museumspädagogik unter +49 451 122 2296. Dazu Vorträge, Ferienprogramme und naturkundliche Exkursionen mit dem NABU.