
Technisches Museum Neue Hütte
Holzkohle-Hochofen von 1835 im Schmalkaldener Ortsteil Weidebrunn mit Wasserkraftanlage und Ausstellung zur regionalen Eisenwarenproduktion.
Über das Museum
Die Neue Hütte im Schmalkaldener Ortsteil Weidebrunn wurde 1835 als Hochofenanlage errichtet, in der Eisenerze aus der Region zu Roheisen verhüttet wurden. Ihr rund 9,60 Meter hoher Hochofen wurde mit Holzkohle betrieben und entsprach beim Bau dem neuesten Stand der Technik. Ein Kunstgraben leitete Wasser der Schmalkalde zum Wasserrad, das ein Zylindergebläse antrieb; die Gebläseluft wurde mit den Gichtgasen des Ofens vorgewärmt, was Holzkohle sparte und eine fortlaufende Produktion ermöglichte. 1921 kam eine Turbine hinzu, die auch eine benachbarte Spatmühle und eine Grube bei Trusetal mit Strom versorgte. Bis 1924 wurde hier Roheisen erzeugt.
Fachleute sehen in der Anlage ein Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen Rennfeuer und dem modernen Kokshochofen und zählen sie zu den letzten erhaltenen Zeugnissen dieser Technik in Mitteleuropa. 1950 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt, später erwarb die Stadt Schmalkalden das Areal für museale Zwecke und liess es restaurieren. Am 3. Oktober 1989 öffnete das Museum.
Im Hüttengebäude am originalen Ofen wird die Roheisengewinnung auf Holzkohlebasis erklärt. Nebengebäude widmen sich der Montananalyse, der Köhlerei, der Mineralienkunde und der wieder funktionsfähigen Wasserkraftanlage. In den früheren Holzkohleschuppen zeichnet eine Ausstellung die rund 1.300-jährige Geschichte der Schmalkaldener Eisen- und Stahlwarenproduktion nach – von den Schmieden der Zunftzeit bis zu den Industriebetrieben, deren Erzeugnisse von 1956 bis 1990 unter der Marke „Smalcalda“ verkauft wurden.
Highlights
- Original erhaltener Holzkohle-Hochofen von 1835
- Funktionstüchtige Wasserkraftanlage mit Wasserrad und Gebläse
- Winderhitzer zur Vorwärmung der Gebläseluft
- Ausstellung zu den „Schmalkalder Artikeln“ und der Marke Smalcalda
- Themenbereiche zu Köhlerei und Mineralien
Dauerausstellungen
- Hochofen und Roheisengewinnung – Im Hüttengebäude am originalen Ofen wird die Verhüttung mit Holzkohle erklärt; Nebengebäude zeigen Köhlerei, Mineralien und die Wasserkraftanlage.
- Schmalkalder Artikel – Eisen- und Stahlwaren aus 1.300 Jahren – In den ehemaligen Holzkohleschuppen: die Entwicklung der Kleineisenwarenproduktion vom Zunfthandwerk bis zum Industriebetrieb und zur Marke Smalcalda.
- Gegründet
- 1989
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Ermässigt | 2 €Menschen mit Schwerbehinderung, Schüler |
| Menschen mit Behinderung | 2 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 2,50 € p. P.Ermässigungsberechtigte Gruppen ab 10 Personen 1 € pro Person. |
| Familien | 7 €Zwei Erwachsene mit Kindern. |
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreies WC vorhanden.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Das Museum liegt im Ortsteil Weidebrunn an der Gothaer Strasse, rund 3 km nördlich der Schmalkaldener Innenstadt.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Gruppenbesuche und Führungen nach Vereinbarung, auch ausserhalb der Öffnungszeiten. |




