
Oldenburger Wallmuseum
Mittelalter-Erlebnismuseum am slawischen Burgwall Starigard mit zwei Ausstellungen und rund 20 rekonstruierten Häusern im Freigelände.
Über das Museum
Der Oldenburger Wall in der Innenstadt von Oldenburg in Holstein zählt zu den bedeutendsten Bodendenkmälern Schleswig-Holsteins. Die Burg wurde gegen Ende des 7. Jahrhunderts angelegt und gehört damit zu den ältesten slawischen Burgwällen in Deutschland. Schon im 11. Jahrhundert nannten die Slawen sie „Starigard“, alte Burg – daraus wurde der deutsche Name Aldinburg und später Oldenburg. Bis ins 12. Jahrhundert war der Ort Fürstensitz der Wagrier, Handelsplatz, heidnisches Heiligtum und einer der frühesten Bischofssitze im Ostseeraum.
Erste Sondagen unter Karl Wilhelm Struve in den 1950er-Jahren bestätigten die herausragende Bedeutung des Platzes. Grosse Grabungskampagnen in den 1970er- und 1980er-Jahren, später unter Ingo Gabriel, legten den Fürstenhof des 9. und 10. Jahrhunderts, die erste Bischofskirche und ein heidnisches Heiligtum frei.
Das Wallmuseum am Fuss des Walls macht diese Ergebnisse anschaulich. In historischen Bauernhäusern aus der Region, die auf dem Gelände wiederaufgebaut wurden, zeigen zwei Ausstellungen Funde, Modelle und Figurengruppen. Das Freigelände rund um den Wallsee mit einer Inselsiedlung wurde 2014 um Handwerkersiedlung, Einsiedelei und einen Nachbau der Fürstenhalle erweitert; heute stehen dort rund 20 rekonstruierte Gebäude, die von Darstellerinnen und Darstellern bespielt werden. Betrieben wird das Museum von einer gemeinnützigen Gesellschaft; auf dem Gelände zeigt zudem die 1192 gegründete St.-Johannis-Toten- und Schützengilde ihr kleines Gildemuseum.
Highlights
- Rekonstruierte Fürstenhalle von Starigard
- Slawisches Inselheiligtum im Wallsee
- Rund 20 nachgebaute frühmittelalterliche Häuser und Werkstätten
- Funde aus den Grabungen auf dem Oldenburger Wall
- Mitmachstationen wie Kettenhemd-Anprobe und Riechbar
- Gildemuseum der ältesten bestehenden Gilde Deutschlands
Dauerausstellungen
- Starigard/Oldenburg – Leben am slawischen Fürstensitz – Funde, Rekonstruktionen und lebensgrosse Figurengruppen erzählen von Einwanderung der Slawen, Bau der Wallburg, Fürstenhof, Glauben und Christianisierung bis zum Ende der slawischen Herrschaft.
- Leben in einer slawischen Stadt vor 1.000 Jahren – Vergleich mit anderen westslawischen Zentren wie Wolin und Spandau, mit Handelswegen und frühmittelalterlichen Handwerken.
- Slawensiedlungen im Freigelände – Zwei Siedlungen mit rund 20 rekonstruierten Bauten, darunter Heiligtum und Fürstenhalle, die von Paten bespielt und ständig weiterentwickelt werden.
- Träger
- Wallmuseum Oldenburg in Holstein gemeinnützige Betreibergesellschaft mbH
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 11 € |
|---|---|
| Ermässigt | 9 €Menschen mit Schwerbehinderung, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler, Studierende (mit Nachweis) |
| Kinder & Jugendliche | 4 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei; Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 4 €. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung angegeben. |
| Menschen mit Behinderung | 9 €Begleitperson frei · Ermässigter Eintritt mit Schwerbehindertenausweis. |
| Studierende & Azubis | 9 € |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 9 € p. P.Ab 15 Personen: Erwachsene 9 €, ermässigt 8 €, Kinder und Jugendliche 3,50 €, unter 6 Jahren frei. Gruppenführung (max. 25 Personen pro Guide) 40 €, für Jugendgruppen 35 €. |
| Familien | 24 €Zwei Erwachsene (Paar) mit eigenen Kindern oder Enkeln, Kinderzahl unbegrenzt. |
| Erwachsene mit Ostseecard | 10 € |
| Saisonkarte Erwachsene | 40 €Ermässigt 35 €, Kinder/Jugendliche 15 €; nicht gültig bei Sonderveranstaltungen mit eigenem Eintritt. |
| Saisonkarte Familie | 65 € |
| Gruppenführung (pro Gruppe, max. 25 Personen) | 40 €Jugendgruppen 35 € |
Hunde an der Leine sind frei. Für Sonderveranstaltungen (z. B. Abendveranstaltungen, Seminare, Slawentage) gelten eigene Preise.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Angaben zur Barrierefreiheit werden auf der Website nicht gemacht. Hunde sind an der Leine erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 24 € · Zwei Erwachsene (Paar) mit eigenen Kindern oder Enkeln, Kinderzahl unbegrenzt. |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
Audioguide und Rallyebögen für Kinder, auch für Kinder, die noch nicht lesen können; Mitmachstationen, Ferienprogramme in den Schulferien sowie ein Kinderfest.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Burgtorstrasse · 2 Min. zu Fuss
Bushaltestelle Burgtorstrasse (ca. 2 Minuten Fussweg; Linien 540, 550, 560, 570, 574, 576, 580) oder Markt (ca. 12 Minuten). Oldenburg hat derzeit keinen Bahnhalt; der Ersatzbus X85 Lübeck–Fehmarn hält am ZOB/Bahnhof (ca. 20 Minuten Fussweg).
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenloser Besucherparkplatz direkt am Museumseingang, Zufahrt über die Strasse Langer Segen.
Über die A1, Abfahrt Oldenburg i. H.-Nord; Navi-Adresse Professor-Struve-Weg 1.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant
- Museumsshop
Café-Restaurant „Zweizack“ auf dem historischen Hofgelände. Museumsladen im Eingangsgebäude.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 30 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, DA) |
| Hinweise | Audioguides für Erwachsene und Kinder. Ausstellungstexte liegen auch auf Dänisch, Englisch und Russisch aus. In der Saison regelmässig sonntags um 14 Uhr Themenführungen durch Ehrenamtliche (30–60 Minuten, ohne Anmeldung, im Eintritt enthalten). In den Siedlungen sind regelmässig Darstellerinnen und Darsteller anwesend; dazu kommen Handwerkerlager, Ferienprogramme und Winterkurse. |





