
Reichskammergerichtsmuseum
Rechtshistorisches Museum in Wetzlar über das Reichskammergericht, das höchste Gericht des Alten Reiches – Eintritt nach dem Prinzip „Pay what you want“.
Über das Museum
Wetzlar war der letzte Sitz des Reichskammergerichts, das 1495 unter Kaiser Maximilian I. im Zuge der Reichsreform und des Ewigen Landfriedens eingerichtet worden war. Seine Aufgabe war es, Streitigkeiten auf dem Rechtsweg statt mit Gewalt zu lösen. Mit dem Gericht kamen Richter, Anwälte und Kanzleipersonal in die Stadt, die sich repräsentative Wohnhäuser bauten.
Um die Geschichte dieses Gerichts zu erforschen und zu vermitteln, wurde 1985 die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung gegründet. Bereits 1987 eröffnete sie das Museum in einem dreigeschossigen Stadtpalais, das der Kammergerichtsassessor Franz von Papius (von Pape) erbauen liess. Der Eingang liegt an der Hofstatt 19.
Die Ausstellung im ersten Obergeschoss erläutert mit Gemälden, Möbeln, Skulpturen, zeitgenössischen Drucken sowie Grafiken und Texten, wie das Gericht aufgebaut war, wie es arbeitete, mit welchen Hindernissen es zu kämpfen hatte und welche Wirkung es auf Rechtswissenschaft, Gesellschaft und das Zusammenspiel der Reichsorgane entfaltete. Ein eigener Raum dient der filmischen Einführung. Grundlage sind eigene Bestände und Dauerleihgaben.
Im selben Haus arbeitet die Forschungsstelle der Gesellschaft, die die erhaltenen Prozessakten des Gerichts und die höchste Gerichtsbarkeit im vormodernen Europa untersucht und regelmässig wissenschaftliche Kolloquien ausrichtet. Das Museum wird von der Gesellschaft mit Unterstützung der Stadt Wetzlar betrieben.
Highlights
- Kameralenpalais des Kammergerichtsassessors Franz von Papius
- Darstellung von Aufbau und Arbeitsweise des höchsten Reichsgerichts
- Bildnisse von Kammerrichtern und Amtstrachten von Richtern und Anwälten
- Originale Möbel, Plastiken und zeitgenössische Druckwerke
- Einführungsfilm im eigenen Vorführraum
Dauerausstellungen
- Das Reichskammergericht (Dauerausstellung) – Die Ausstellung zeigt mit Bildwerken, Möbeln, Drucken und Erläuterungen, wie das oberste Gericht des Alten Reiches organisiert war, arbeitete und auf Recht und Gesellschaft wirkte.
- Gegründet
- 1987
- Träger
- Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
„Pay what you want“: Besucher bestimmen ihren Eintrittspreis nach dem Besuch selbst und zahlen in die Spendenbox im Eingangsbereich.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Hinweise | Ein Raum mit Filmvorführung führt in das Thema ein. |
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