
Residenzschloss Rastatt
Erste Barockresidenz am Oberrhein: Prunkräume des Türkenlouis per Führung, dazu Schlosskirche und Wehrgeschichtliches Museum.
Über das Museum
Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, als erfolgreicher Feldherr gegen die Osmanen „Türkenlouis“ genannt, verlegte seine Residenz nach der Zerstörung Baden-Badens in den Pfälzischen Erbfolgekriegen nach Rastatt. Ab 1697 errichtete der italienische Baumeister Domenico Egidio Rossi dort statt eines zunächst geplanten Jagdschlosses eine weitläufige Residenz nach dem Vorbild von Versailles; bereits um 1702 war der Rohbau weitgehend vollendet. Rastatt wurde gleichzeitig zur planmässig angelegten Residenzstadt ausgebaut.
Nach dem Tod des Markgrafen 1707 führte seine Witwe Sibylla Augusta die Ausstattung fort und liess unter anderem die Schlosskirche Heilig Kreuz sowie in der Umgebung das Lustschloss Favorite errichten. 1714 wurde im Schloss der Friede von Rastatt geschlossen, der den Spanischen Erbfolgekrieg zwischen Frankreich und dem Kaiser beendete; von 1797 bis 1799 tagte hier der Rastatter Kongress.
Nach dem Aussterben der baden-badischen Linie 1771 verlor Rastatt seine Residenzfunktion, das Schloss diente im 19. und 20. Jahrhundert vor allem als Kaserne und Behördensitz. Im Unterschied zu vielen anderen Residenzen überstand es die Weltkriege ohne schwere Schäden, sodass Prunkräume mit originaler Stuck- und Freskenausstattung erhalten blieben.
Heute betreuen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg die Beletage mit Ahnensaal und Paradeappartements, die nur bei Führungen zu sehen sind. Im Schloss befinden sich ausserdem das Wehrgeschichtliche Museum und die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte des Bundesarchivs.
Highlights
- Ahnensaal mit Deckengemälde und gefesselten Türkenfiguren
- Original erhaltene barocke Paradeappartements von Markgraf und Markgräfin
- Schlosskirche Heilig Kreuz (nur mit Führung)
- Ort des Friedens von Rastatt 1714
- Wehrgeschichtliches Museum im Schloss
Dauerausstellungen
- Barockresidenz – Beletage und Ahnensaal – Führung durch die weitgehend original ausgestatteten Paraderäume von Markgraf Ludwig Wilhelm und Markgräfin Sibylla Augusta.
- Wehrgeschichtliches Museum – Militärgeschichte des deutschen Südwestens mit Waffen, Uniformen und Ausrüstung aus mehreren Jahrhunderten.
- Gegründet
- 1697
- Träger
- Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 10 € |
|---|---|
| Ermässigt | 5 €Kinder ab 6 Jahren, Schüler und Studierende bis 28 Jahre, Freiwilligen- und Wehrdienstleistende, Menschen mit Schwerbehinderung (ab GdB 50) |
| Kinder & Jugendliche | 5 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung angegeben |
| Menschen mit Behinderung | 5 €Ab GdB 50 ermässigt |
| Studierende & Azubis | 5 €Schüler und Studierende bis 28 Jahre |
| Gruppen (ab 20 Pers.) | 9 € p. P.Pro Person ab 20 Personen |
| Familien | 25 € |
| Schlosskirche (Führung) | 8 €Ermässigt 4 €, Familien 20 €, Gruppen 7,20 € p. P. |
| Kombiticket Residenzschloss, Wehrgeschichtliches Museum & Schloss Favorite | 16 €Ermässigt 8 €, Familien 40 €, Gruppen 14,40 € p. P. |
| Kombiticket Residenzschloss, Museum & Schlosskirche | 14 €Ermässigt 7 €, Familien 35 €, Gruppen 12,60 € p. P. |
| Sonderführung | 14 €Ermässigt 7 €, Familien 35 €, Gruppen 12,60 € p. P. |
Grundticket umfasst Führung durch die Barockresidenz und das Wehrgeschichtliche Museum. Die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen (Bundesarchiv) ist kostenlos. Schlosscard, Museums-PASS-Musées und Landesfamilienpass werden anerkannt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Schlossverwaltung barrierefrei zugänglich; Aufzug im Wehrgeschichtlichen Museum. Zwei Rollatoren und Klappstühle zum Ausleihen, Gehstöcke nur mit Gummifuss. Website mit Leichter Sprache und Gebärdensprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 25 € |
- Familienführungen & Workshops
- Kindergeburtstage
Kinder- und Familienführungen laut Veranstaltungskalender, etwa „Wir bewachen das Schloss“ für Kinder ab 8 Jahren (ca. 1,5 Stunden), auch als Kindergeburtstag buchbar. Familienticket für die Schlossführung.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schlossgalerie
Vom Bahnhof Rastatt 10–15 Minuten zu Fuss oder Bus 222, 231, 239 (Mo–Sa) bis „Schlossgalerie“ bzw. Bus 232, 235 bis „Schloss“.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Rund 50 gebührenpflichtige Pkw-Stellplätze in kurzer Entfernung; zwei kostenlose öffentliche Stellplätze für Reisebusse.
Service & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Keine eigene Gastronomie im Schloss; das Park-Restaurant Rastatt (Poststrasse 21) liegt in der Nähe. Hunde nur angeleint im Schlossgarten.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 200 Personen.
Ahnensaal mit Foyer (280 m², Standesamtliche Trauungen) und Sala Terrena (280 m², bis 200 Personen stehend, 110 bei Bankett). Anfragen über die Schlossverwaltung (07222 978570).
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 50 Min. |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Fotografieren | Private Fotos erlaubt, in Museumsräumen ohne Blitz, Stativ und Selfiestick; Hochzeits- und Gewerbeaufnahmen genehmigungspflichtig. |
| Hinweise | Prunkräume nur mit Führung; zusätzliche Themen-, Kostüm- und Familienführungen laut Veranstaltungskalender. Keine Klimaanlage – im Sommer bis ca. 30 °C in den Räumen. |





