Wiederentdeckung des in Hannover ansässigen Expressionisten und Mitglieds der Hannoverschen Sezession, der in den 1910er und 1920er Jahren erfolgreich war.
Überblick über das vielgestaltige Werk des Künstlers zwischen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Performance und Installation.
Über das Museum
Den Grundstein legte der hannoversche Schokoladenfabrikant Bernhard Sprengel, der gemeinsam mit seiner Frau Margrit ab 1937 moderne Kunst sammelte – den Anstoss gab ausgerechnet der Besuch der NS-Propagandaschau „Entartete Kunst“. 1969 schenkte das Paar seine Sammlung der Stadt Hannover und beteiligte sich zudem an den Baukosten eines neuen Museums. Stadt und Land Niedersachsen vereinbarten, Bau und Betrieb gemeinsam zu tragen, und führten ihre eigenen Bestände zur Kunst des 20. Jahrhunderts aus dem Landesmuseum und dem Kestner-Museum mit der Schenkung zusammen.
Nach einem Architekturwettbewerb, den Peter und Ursula Trint mit Dieter Quast gewannen, öffnete 1979 der erste Bauabschnitt am Nordufer des Maschsees, zunächst als Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel. Seinen heutigen Namen erhielt das Haus 1984. Charakteristisch ist die lange, gassenartige Museumsstrasse aus Sichtbeton, von der die Ausstellungsbereiche abzweigen. 1992 kam ein zweiter Bauabschnitt mit Wechselausstellungshalle und Auditorium hinzu, 2015 ein Erweiterungsbau der Zürcher Architekten Meili, Peter mit dem Calder-Saal.
Zu den Schwerpunkten zählen Expressionismus und französische Moderne, das Kurt Schwitters Archiv, eine Rekonstruktion von Schwitters’ Merzbau sowie die rund 400 Werke umfassende Schenkung von Niki de Saint Phalle aus dem Jahr 2000. Der Bestand ist auf rund 49.000 Werke und Dokumente angewachsen. 2017 wählte die deutsche Sektion der Kunstkritiker das Sprengel Museum zum Museum des Jahres. Seit Mai 2026 zeigt es seine Sammlung in der neu konzipierten Präsentation „Mein lieber Schwan!“.
Highlights
Rekonstruktion des Merzbaus von Kurt Schwitters und das Kurt Schwitters Archiv
Schenkung von rund 400 Werken Niki de Saint Phalles
Werke von Paul Klee, Max Ernst, Pablo Picasso und Emil Nolde
Calder-Saal mit zwei Mobiles von Alexander Calder
Lichträume von James Turrell (derzeit wegen Sanierung geschlossen)
Lage direkt am Maschsee mit Restaurant-Terrasse
Dauerausstellungen
Mein lieber Schwan! Highlights aus der Sammlung – Neu konzipierte Sammlungspräsentation auf rund 3.000 m² in 20 Räumen, die mehr als 170 künstlerische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts in überraschende Nachbarschaften bringt.
Abenteuer Abstraktion – Sammlungsschau im Untergeschoss mit 19 Räumen zur abstrakten Kunst vom frühen 20. Jahrhundert bis heute – von Malerei und Skulptur bis zu Medienkunst und frühen Filmen.
Kunst in Hannover im Nationalsozialismus – Multimediale Dokumentation im Zwischengeschoss, die anhand von neun Biografien die Lage von Kunst und Kunstschaffenden in der NS-Zeit und die eigene Sammlungsgeschichte beleuchtet.
Gegründet
1979
Träger
Landeshauptstadt Hannover (gemeinsam mit dem Land Niedersachsen)
Leitung
Dr. Reinhard Spieler
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
14 €
Ermässigt
6 €Gruppen ab 10 Personen, Auszubildende, Studierende, BFD/FSJ, Arbeitslose, Teilnehmende an VHS-Forum-Kursen, Senior*innen ab 65, Schwerbehinderte
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schulklassen frei
Seniorinnen & Senioren
6 €Ab 65 Jahren
Menschen mit Behinderung
6 €Begleitperson frei · Mit Schwerbehindertenausweis; Begleitpersonen mit Merkzeichen B frei
Studierende & Azubis
6 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Pro Person; Kita-Gruppen und Schulklassen frei
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche frei. MuseumsCard-Zusatzkarte Familie 8 €
Jahreskarte
50 €Ermässigt 35 €
MuseumsCard Hannover (ein Jahr freier Eintritt in teilnehmenden Museen)
60 €Zusatzkarte Familie 8 €
Führungen und Veranstaltungen (Zuschlag, 20 oder 60 Min.)
3 €90 Min. 5 €, sofern nicht anders angegeben
Freier Eintritt:Jeden Freitag freier Eintritt für alle
Freier Eintritt ausserdem für Mitglieder der Freunde des Sprengel Museum Hannover, ICOM und CIMAM sowie mit Hannover Aktivpass oder Juleica. Tagestickets online oder an der Kasse; Jahreskarten, MuseumsCards und Gutscheine nur an der Kasse.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ (Reisen für Alle) von März 2024 bis Februar 2027. Haupteingang über Rampe (Klingel am Fuss) oder Aussenaufzug am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer; alle Ebenen per Aufzug; drei barrierefreie Toiletten; zwei Behindertenparkplätze in der Gneiststrasse. Leihrollstühle und Klapphocker kostenlos. Blinden- und Epilepsiehunde erlaubt. Erläuterungen zu „Abenteuer Abstraktion“ auch in Deutscher Gebärdensprache (online).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
„Sprengel Knirpse“ für 3- bis 5-Jährige (freitags), „Sprengel Atelier“ für 5- bis 12-Jährige (samstags), „Mit Baby ins Sprengel“, Ferienkurse für 6- bis 12-Jährige und Kindergeburtstage (6–12 Jahre, 120 Min.). Ein Kinderbuggy wird kostenlos verliehen, zwei Wickelplätze im Untergeschoss.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Maschsee/Sprengel Museum
Bus 100, 200, 800 bis Maschsee/Sprengel Museum (direkt vor dem Haus); U-Bahn 1, 2, 4, 5, 6, 8, 11 bis Aegidientorplatz (ca. 10 Min. Fussweg); vom Hauptbahnhof ca. 20 Min. zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine museumseigenen Parkplätze; am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 8–18 Uhr mit Parkscheibe drei Stunden kostenlos, nächstes Parkhaus Osterstrasse 42 (ca. 15 Gehminuten). Zwei Behindertenparkplätze in der Gneiststrasse, zwei Reisebusparkplätze vor dem Haupteingang.
Restaurant bell'ARTE mit Wintergarten und grosser Terrasse zum Maschsee (Di–Do und So 11.30–22 Uhr, Fr/Sa bis 23 Uhr, Mo geschlossen). Sprengel Shop auch ohne Eintrittskarte zugänglich. Garderobe und Schliessfächer; grössere Taschen, Schirme und Stative nicht in den Ausstellungen, kein Platz für Reisegepäck.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern: nicht vorhanden
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen: nicht vorhanden
Bis zu 300 Personen.
Auditorium (292 Sitzplätze, auch während der Öffnungszeiten) und Calder-Saal (bis 300 Personen stehend, 180 an Tafeln; nur ausserhalb der Öffnungszeiten), kombinierbar; Führungen und exklusive Ausstellungsbesuche buchbar. Private Veranstaltungen sind ausgeschlossen.
Fotografieren für private Zwecke ohne Blitz erlaubt; kein Zusatzlicht, keine Stative oder Selfie-Sticks. Gewerbliche Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung.
Hinweise
Audioguides zu „Mein lieber Schwan!“ und „Abenteuer Abstraktion“ per Leihgerät oder kostenlos per QR-Code auf dem Smartphone. Individuelle Führungen auf Deutsch und Englisch, auch zur Architektur (fuehrungen.smh@hannover-stadt.de, 0511 168-44646). Die Zahl der Gruppen in den Ausstellungen ist begrenzt. Turrell-Räume derzeit geschlossen.