
St.-Anna-Stollen
Historische Eisenerzgrube am Kolbenberg bei Nothweiler im Pfälzerwald mit 420 m langem beleuchtetem Rundgang – seit April 2025 bis auf Weiteres geschlossen.
Über das Museum
Bei Nothweiler im Wasgau, dem südlichen Pfälzerwald, füllen Brauneisenerze Spalten im Buntsandstein, die bei der Entstehung des Oberrheingrabens aufrissen. Ihr Abbau ist spätestens seit 1582 belegt, als Herzog Johann von Pfalz-Zweibrücken die Grube einrichten liess; das Erz ging an die Eisenhütte im nahen Schönau. Nach Zerstörungen im Dreissigjährigen Krieg ruhte der Bergbau für lange Zeit.
Nachdem Ludwig von Gienanth 1835 Hütte und Grube erworben hatte, wurde 1838 der heutige St.-Anna-Stollen angesetzt – die Jahreszahl trägt ein Gedenkstein am Mundloch. Das manganreiche Erz war wegen der Stahlqualität geschätzt, doch mit dem Niedergang der pfälzischen Eisenindustrie erloschen die Hochöfen in Schönau, und 1883 wurde die Grube aufgegeben.
Ab 1976 räumten Bürgerinnen und Bürger aus Nothweiler in über 1.000 freiwilligen Arbeitsstunden die Gänge und sicherten die Schächte; nach Plänen des Bergamts Bad Kreuznach kamen Beleuchtung und Geländer hinzu. Am 22. Juli 1978 wurde das Schaubergwerk offiziell eröffnet. Der ebenerdige Rundgang führt über 420 Meter zu grossen Abbauhohlräumen mit farbigen Erzadern, einem doppelten Sturzschacht, einer Zisterne und dem Wetterschacht; ein Informationszentrum zeigt Werkzeuge und Gussprodukte des Hüttenwesens im Wasgau. Im Winter dient die Grube rund 500 Fledermäusen als Quartier. Seit April 2025 ist das Bergwerk mangels Personal geschlossen, die Gemeinde sucht einen Pächter.
Highlights
- Ebenerdiger, trockener Rundgang von 420 m durch die hell beleuchtete Grube
- Farbige Brauneisenerzadern und bis zu 500 m³ grosse Abbauhohlräume
- Doppelter Sturzschacht (2 × 40 m) und 80 m hoher Wetterschacht
- Informationszentrum „Bergbau und Hüttenwesen im Wasgau“
- Winterquartier für rund 500 Fledermäuse aus sieben Arten
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Ortsgemeinde Nothweiler
Eintrittspreise & Ermässigungen
Derzeit kein Besuch möglich. Zuletzt gültige Preise (2024): Erwachsene 6 €, Rentner und Schwerbehinderte 5 €, Kinder ab 6 Jahren und Studierende 4 €, Kinder bis 5 Jahre frei, Familienkarte 14 €; Gruppen ab 12 Personen 0,50 € Nachlass pro Person; Ermässigung mit Pfälzerwald-Card; Informationszentrum frei. Preise nach einer Wiedereröffnung sind nicht bekannt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Rundgang unter Tage ist laut Ortsgemeinde ebenerdig und trocken; weitere Angaben zur Barrierefreiheit liegen nicht vor.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nothweiler · 1.5 km
Nächster Bahnhof Hinterweidenthal, weiter mit Buslinie 252 nach Nothweiler oder mit dem Anrufsammeltaxi (60 Minuten vorher bestellen).
Mit dem Auto über Bad Bergzabern bzw. Dahn und Erlenbach, dann der Beschilderung „Erzgrube“ folgen.
Route planenService & Gastronomie
Zum Bergwerk gehört ein Kiosk, für den derzeit ebenfalls ein Pächter gesucht wird.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Bei Betrieb Besichtigung nur mit Führung (Deutsch und Englisch), Gruppen nach Anmeldung. Im Stollen konstant etwa 8 °C. Der Premiumwanderweg „Grenzgängerweg“ führt am Bergwerk vorbei. |




