
Wenzel-Hablik-Museum
Museum für den Maler, Designer und Architekturvisionär Wenzel Hablik in Itzehoe – wegen Sanierung und Anbau bis voraussichtlich 2027 geschlossen.
Über das Museum
Wenzel Hablik (1881–1934) stammte aus Brüx in Böhmen, lernte zunächst das Tischlerhandwerk und studierte anschliessend in Teplitz, Wien und Prag. 1907 kam er nach Itzehoe, wo er bis zu seinem Tod lebte. Er malte Meer, Küsten und Gebirge, schuf Radierzyklen, Möbel und farbenprächtige Raumausstattungen und entwarf utopische Kristallarchitekturen, mit denen er zum Kreis der „Gläsernen Kette“ um Bruno Taut gehörte. Gemeinsam mit seiner Frau, der Weberin Elisabeth Lindemann, führte er eine Handweberei.
1985 übergaben die Töchter des Künstlers seinen Nachlass einer neu gegründeten Stiftung, die zunächst im früheren Wohn- und Atelierhaus in der Talstrasse arbeitete. Weil dort keine geeigneten Ausstellungsräume vorhanden waren, stellte die Stadt Itzehoe ihr Ausstellungshaus zur Verfügung: Seit 1995 ist das Museum in einem denkmalgeschützten Kaufmannshaus in der Reichenstrasse untergebracht.
Die Stiftung besitzt den umfangreichsten Bestand an Werken Habliks. Die Dauerausstellung zeigte Gemälde, Grafik, Möbelensembles, Kunsthandwerk, Habliks Kristall- und Muschelsammlung sowie Textilien der Handweberei Hablik-Lindemann; dazu kamen Sonderausstellungen zu Kunst, Architektur und Design.
Seit November 2024 ist das Haus geschlossen. Die Stadt Itzehoe lässt den Altbau grundlegend sanieren und nach Plänen von Andreas Heller Architects & Designers einen modernen Pavillon anbauen, der zusätzliche Räume für Ausstellungen und Vermittlung bringt. Die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant.
Highlights
- Utopische Kristallarchitekturen und Radierzyklen wie „Schaffende Kräfte“
- Meer- und Gebirgsbilder Habliks
- Möbelensembles und Raumkunst des Künstlers
- Textilien der Handweberei Hablik-Lindemann
- Habliks Kristall- und Muschelsammlung
Dauerausstellungen
- Wenzel Hablik – Querschnitt durch das Gesamtwerk – Gemälde, Grafik, Möbel, Kunsthandwerk und Webarbeiten aus allen Schaffensbereichen Habliks; nach der Wiedereröffnung 2027 in neuer Gestaltung.
- Gegründet
- 1995
- Träger
- Wenzel-Hablik-Stiftung
- Leitung
- Dr. Axel Feuss
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Kinder & Jugendliche | –Vor der Schliessung hatten Kinder bis 14 Jahre und Schulklassen freien Eintritt. |
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Eintrittspreise nach der Wiedereröffnung noch nicht veröffentlicht. Zuletzt: Erwachsene 6 €, ermässigt 4 €, Kinder bis 14 Jahre und Schulklassen frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die abgesenkte Ausstellungsebene im Erweiterungsbau wird über eine Freitreppe oder einen Aufzug erreichbar sein. Konkrete Angaben für das wiedereröffnete Haus liegen noch nicht vor.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rathaus
Bahnhof Itzehoe (Strecke Hamburg–Westerland), ca. 10 Minuten Fussweg; ZOB ca. 5 Minuten; Stadtbus z. B. Linien 1, 5, 8 bis Haltestelle Rathaus.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentliche Parkplätze in der Reichenstrasse bzw. am Rathaus (mit Parkscheibe, max. 2 Stunden); ausserdem Parkplatz Malzmüllerwiesen/Schumacherallee, ca. 3 Gehminuten, auch für Reisebusse.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Museumsshop derzeit in der Hablik Lounge (Postkarten, Bücher, Neudrucke von Hablik-Radierungen).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Angebote für Schulen | ja |
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| Hinweise | Während der Schliessung kommt das Museum in die Schulen: Programme von zwei Schulstunden mit Theorie- und Praxisteil (Anmeldung mindestens drei Wochen vorher). Kunstberatung und Vorträge in der Hablik Lounge bzw. im Magazin nach Programm. |



