Zum 30-jährigen Jubiläum im Hafenbahnhof beleuchtet das Museum erstmals umfassend, wie Zeppeline im NS-Staat politisch genutzt wurden – und wirft dabei auch einen Blick auf die eigene Geschichte.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen ins 19. Jahrhundert: Der 1868 gegründete Verein für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung zeigte seine Sammlungen ab 1869 öffentlich. Das frühere Museumsgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg bei Bombenangriffen vollständig zerstört; ab 1948 begann man, die Sammlung neu aufzubauen.
Seit 1996 ist das Museum im ehemaligen Hafenbahnhof untergebracht, einem markanten weissen Bau der Neuen Sachlichkeit aus den frühen 1930er-Jahren direkt an der Uferpromenade. Beim Umbau wurde grosser Wert auf Barrierefreiheit gelegt; die Ausstellungsgestaltung stammte von HG Merz. Das Haus wird von der Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH betrieben, Hauptträger ist die Zeppelin-Stiftung der Stadt.
Das Konzept verbindet Technik und Kunst: Auf über 4.000 Quadratmetern zeigt das Museum nach eigenen Angaben die weltweit grösste Sammlung zur Geschichte und Technik der Luftschifffahrt, darunter eine 33 Meter lange, begehbare Teilrekonstruktion der LZ 129 Hindenburg. Die Kunstabteilung reicht von gotischen Skulpturen über Barock bis zur Klassischen Moderne mit Werken von Otto Dix und wird seit einigen Jahren im Licht der Provenienzforschung präsentiert.
2026 feiert das Haus 30 Jahre im Hafenbahnhof und arbeitet aus diesem Anlass die Verstrickungen von Zeppelin-Luftschifffahrt und NS-Staat in einer grossen Sonderausstellung auf. Seit Dezember 2025 leitet Silvia Rückert das Museum; zur Einrichtung gehört ausserdem das Schauhaus im Zeppelindorf als Aussenstelle.
Highlights
Begehbare 33-Meter-Teilrekonstruktion der LZ 129 Hindenburg mit Passagierräumen
Weltgrösste Sammlung zu Geschichte und Technik der Luftschifffahrt
Kunstsammlung mit Werken von Otto Dix, Fokus auf Provenienzforschung
Lage im Hafenbahnhof der 1930er-Jahre direkt am Bodenseeufer
Schauhaus im Zeppelindorf als historisches Arbeiterwohnhaus (Aussenstelle)
Dauerausstellungen
Technikrundgang – Technik und Geschichte der Zeppeline – Die Dauerausstellung erklärt Aufbau, Start und Landung der Luftschiffe, stellt Berufe und Pioniere vor und führt in die begehbare Teilrekonstruktion der Hindenburg.
Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand – Die Kunstausstellung verfolgt die Herkunft der eigenen Werke von der Gotik bis zur Moderne und thematisiert Raubkunst sowie Kunsthandelsnetzwerke rund um den Bodensee.
Gegründet
1996
Träger
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH (Hauptträger: Zeppelin-Stiftung)
Leitung
Silvia Rückert
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
14,50 €
Ermässigt
9,50 €Schwerbehinderte, Schüler*innen, Studierende und Arbeitslose mit Nachweis
Kinder & Jugendliche
8 €bis 5 Jahre frei · Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren; Kinder unter 6 Jahren frei
Seniorinnen & Senioren
13,50 €
Menschen mit Behinderung
9,50 €Begleitperson frei · Ermässigter Eintritt mit Ausweis; Begleitperson frei bei entsprechendem Vermerk im Schwerbehindertenausweis
Studierende & Azubis
9,50 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
13,50 € p. P.Schulgruppen 4,50 € (bis 16 Jahre) bzw. 5,50 € (ab 17 Jahren) pro Person; begleitende Lehrkräfte frei. Führungen zzgl. ab 85 € (werktags, deutsch).
Familien
33 €Familienkarte
Schnupperpreis ab 16 Uhr
9 €Ermässigt 6 €
Jahreskarte
40 €
Kombi-Ticket Zeppelin Museum + Dornier Museum
25,50 €Senioren 23,50 €, Familien 58 €, Gruppen 23 € p. P.; 7 Tage gültig
Kombi-Ticket Zeppelin Museum + Schulmuseum
17 €Kinder (6–16) 8,50 €, Familien 41 €, Gruppen 16 € p. P.; 7 Tage gültig
Kombi-Ticket Zeppelin Museum + Schauhaus
15 €Erwachsene ab 17 Jahren
Schauhaus im Zeppelindorf
5 €Kinder bis 16 Jahre frei; mit Echt Bodensee Card 4,50 €
1 € Rabatt u. a. mit Deutschland-Ticket, bwtarif-Ticket, Echt Bodensee Card und Gästekarten Friedrichshafen/Tettnang; 2 € Rabatt mit Artcard oder Katamaran-Fahrkarte (Erwachsene); 10 % mit Vorarlberger Vorteilskarte. Freier Eintritt u. a. mit Bodensee Card Plus, ICOM- und Museumsbund-Ausweis. Rabatte nicht kombinierbar. Kartenzahlung möglich, keine Barzahlung in CHF.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Ebenerdiger Eingang mit elektrischen Türen; alle Ausstellungsräume per Aufzug oder Rampe erreichbar, einige Vitrinen unterfahrbar. Leihrollstühle, Rollator, Gehstöcke und Klapphocker an der Kasse. Barrierefreies WC im Erdgeschoss (Euroschlüssel an der Kasse). Drei Behindertenparkplätze an der Ostseite. Inklusive Führungen (Einfache Sprache, DGS, für blinde/sehbehinderte Menschen, für Menschen mit Demenz); ZeppGuide mit Audiodeskriptionen und DGS-Tour. Assistenzhunde erlaubt (Kenndecken ausleihbar).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Besuchsdauer
ca. 2 Std.
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
33 € · Familienkarte
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
Museumskoffer für Kinder ab 5 Jahren an der Kasse, Familienführungen (April–Oktober freitags) und Kindergeburtstage für 6- bis 10-Jährige. Kinderwagen sind erlaubt, Bollerwagen und Fahrradanhänger nicht; Wickelraum bei den Schliessfächern.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Friedrichshafen Hafen · 100 m
Bahnhof Friedrichshafen Hafen (mit Aufzug) direkt am Museum; Bushaltestelle Friedrichshafen Hafenbahnhof (ca. 200 m); Katamaran und BSB-Schiffe am Hafen
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Keine eigenen Besucherparkplätze; gebührenpflichtige Parkhäuser und Parkplätze in der Innenstadt, nächstgelegen Parkhaus Altstadt und Parkplatz Hinterer Hafen. Drei Behindertenparkplätze an der Ostseite des Gebäudes.
TressBrüder BIO-Museumsrestaurant im 1. OG mit Seeblick-Terrasse, auch ohne Museumseintritt zugänglich. Keine Garderobe, aber Schliessfächer in der Eingangshalle (Taschen, Rucksäcke und Schirme müssen eingeschlossen werden).
Veranstaltungen & Vermietung
Keine Angaben zur Raumvermietung auf der Museumswebsite; das Museumsrestaurant (TressBrüder) bietet eigene Event- und Hochzeitsarrangements an.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja (DE, EN, FR)
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren und Filmen für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; nicht bei Werken mit VG-Bild-Kunst-Hinweis, in Wechselausstellungen ggf. abweichende Regeln.
Hinweise
Kostenloser ZeppGuide (App) mit Audiotouren auf Deutsch, Englisch, Französisch, in Einfacher Sprache und DGS. Öffentliche Sonntagsführungen ohne Anmeldung; Gruppen- und Privatführungen mind. drei Wochen vorher über anmeldung@zeppelin-museum.de buchen. Für einen vollständigen Rundgang 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt.