
Musée du Protestantisme Dauphinois
Vereinsmuseum in einem ehemaligen Tempel von Le Poët-Laval, das die Geschichte des Protestantismus im Dauphiné von der Reformation bis heute zeigt.
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Über das Museum
Le Poët-Laval ist ein mittelalterliches Dorf und war einst eine Kommende der Johanniterritter von Saint-Jean de Jérusalem; im 16. Jahrhundert wandte es sich der Reformation zu. Das Museum befindet sich in einem Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert, das zunächst Gemeindehaus des Dorfes war und im 17. Jahrhundert zum Tempel wurde. Es ist einer der sehr seltenen Tempel, die bei der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 nicht zerstört wurden.
Das 1961 gegründete Museum zeigt die grossen Epochen der Geschichte des Protestantismus im Dauphiné: die Verbreitung der Botschaft durch die waldensischen Hausierer (colporteurs vaudois), die Reformation und die Religionskriege, die Aufhebung des Edikts von Nantes, die Verfolgungen, die Kirche der Wüste (Église du Désert) und das Exil in die Länder des Refuge. Ausserdem geht es um die in der Revolution wiedergewonnene Freiheit, die Verbundenheit der Protestanten mit der Republik und der Bildung, die religiösen Erweckungsbewegungen, das Streben nach Einheit unter den reformierten Kirchen und das Engagement vieler Protestanten in der Résistance und bei der Rettung von Juden während des Zweiten Weltkriegs.
Die Sammlungen umfassen alte Bibeln, Psalterien, historische Dokumente, heimlich genutzte Kultgegenstände, ein Galeerenmodell und eine Sammlung zeitgenössischer Mosaiken von Daniel Kaltenbach zu biblischen Themen. Das Museum besitzt ausserdem eine Bibliothek, die auf Anfrage eingesehen werden kann. Jedes Jahr wird eine thematische Ausstellung organisiert, und das Museum ist Ausgangs- und Endpunkt des europäischen Wanderwegs „Auf den Spuren der Hugenotten“.
Highlights
- Geschichte des Protestantismus im Dauphiné von der Reformation bis heute
- Ehemaliger Tempel aus dem 17. Jahrhundert, bei der Aufhebung des Edikts von Nantes verschont
- Heimlich genutzte Kultgegenstände, alte Bibeln und ein Galeerenmodell
- Zeitgenössische Mosaiken von Daniel Kaltenbach
- Ausgangspunkt des Wanderwegs „Auf den Spuren der Hugenotten“
Dauerausstellung
- Histoire du protestantisme dauphinois – Rundgang von der Reformation bis heute mit alten Bibeln, Psalterien, heimlich genutzten Kultgegenständen, einem Galeerenmodell und zeitgenössischen Mosaiken.
- Gegründet
- 1961
- Träger
- Association Musée du Protestantisme Dauphinois
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Eintritt frei für Kinder unter 18 Jahren. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 3,50 € p. P.Preis pro Person ab 10 Personen. |
Freier Eintritt: Europäische Tage des Denkmals im September
Zahlung vor Ort vor dem Besuch, per Karte oder bar; Fachbesucher können über die buchende Stelle abgerechnet werden.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
| Besuchsdauer | ca. 60 Min. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
Anreise & Parken
Das Museum liegt im alten Dorfkern von Le Poët-Laval, rue de l’Ancien Temple. Es ist Ausgangs- und Endpunkt des europäischen Wanderwegs „Auf den Spuren der Hugenotten“, der 1.600 km bis nach Bad Karlshafen in Deutschland führt.
Route planenService & Gastronomie
Die Seiten des Museums erwähnen weder WLAN für Besucher noch einen Shop oder ein Café.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Die Führungen werden alle ehrenamtlich gemacht. Ein Besuch des Museums dauert in der Regel eine Stunde. Gruppen ab 10 Personen buchen eine Führung telefonisch oder per E-Mail. |


