MuseumsAtlasEntdecke Museen weltweit.
Währung
de Appel in Amsterdam
Foto: Basned · CC BY-SA 3.0 nl · Wikimedia Commons

de Appel

Ausstellungshaus für Gegenwartskunst im früheren Theosophen-Tempel an der Tolstraat in Amsterdam-De Pijp, gegründet 1975 als Ort für Performance und Video.

ÖffnungszeitenEintritt ab 6 € Teilweise barrierefrei

Aktuelle Ausstellungen

12. September 2026 – 21. November 2026

Lapdogs of the Bourgeoisie 2026: Class Hegemony in Contemporary Art

Neuauflage eines Forschungs- und Ausstellungsprojekts ab 2006, das fragt, wie soziale Klasse die Herstellung und Wahrnehmung von Gegenwartskunst prägt – mit Archivmaterial und neuen Beiträgen von Özgür Atlagan und Alina Lupu.

12. Dezember 2026 – 12. Februar 2027

Subversive Film: An Exercise in Assembling

Das Kollektiv Subversive Film montiert Szenen öffentlicher Versammlungen aus militanten Filmen antikolonialer und sozialer Bewegungen; die Raumgestaltung stammt von Iswanto Hartono. Eine Kooperation mit NW in Aalst.

Über das Museum

De Appel entstand 1975 auf Initiative von Wies Smals und zählt damit zu den ältesten nichtkommerziellen Institutionen für Gegenwartskunst in den Niederlanden. In den ersten Jahren an der Brouwersgracht machte sich das Haus international einen Namen als Bühne für damals junge Kunstformen wie Performance, Installation und Video; zu den Gästen gehörten etwa Marina Abramović, Laurie Anderson, Chris Burden und Gina Pane.

Unter Saskia Bos (1984–2006) wurde de Appel zu einer international beachteten Adresse für junge Positionen; 1994 kam das Curatorial Programme hinzu, ein mehrmonatiger Ausbildungskurs für angehende Kuratorinnen und Kuratoren, der bis heute besteht. Das Haus zog mehrfach um – über Prinseneiland, die Nieuwe Spiegelstraat und die Prins Hendrikkade bis in ein ehemaliges Schulgebäude an der Schipluidenlaan in Nieuw-West. Auf Ann Demeester folgten Lorenzo Benedetti, Niels Van Tomme und Monika Szewczyk; seit 2023 leitet Lara Khaldi das Programm künstlerisch.

Anfang 2024 bezog de Appel die Tolstraat 160 in der Diamantbuurt. Der fächerförmige Bau von Jan Brinkman und Leendert van der Vlugt wurde 1927 als Versammlungssaal der Theosophischen Vereinigung errichtet, diente später als Kino Cinétol, Moschee und Bibliothek und steht heute als Rijksmonument unter Schutz; wegen seiner Form beschreibt das Haus ihn selbst als UFO-artig.

Neben wechselnden Ausstellungen betreibt de Appel ein öffentliches Veranstaltungsprogramm, das Vermittlungsprogramm Embedded Art in Schulen und Nachbarschaft sowie ein Archiv und eine Kunstbibliothek zur eigenen Ausstellungsgeschichte seit 1975.

Highlights

  • Wechselausstellungen zu Gegenwartskunst mit Rahmenprogramm aus Gesprächen, Filmen und Performances
  • Denkmalgeschützter Fächerbau von Brinkman & Van der Vlugt (1927), früher Theosophen-Tempel und Kino Cinétol
  • Archiv zur Geschichte von Performance- und Videokunst seit 1975
  • Curatorial Programme – Ausbildungskurs für Kuratorinnen und Kuratoren seit 1994
  • Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Gegründet
1975
Träger
Stichting de Appel
Leitung
Lara Khaldi (künstlerische Leitung), Sofia Patat (kaufmännische Leitung)
Besucher pro Jahr
ca. 3'429 (2025)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene6 €
Ermässigt3 €Studierende, Anwohner aus der Nachbarschaft und Inhaber des Uitpas
Kinder & Jugendlichefreibis 18 Jahre frei · 0–18 Jahre frei
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermässigung in der Preisliste
Studierende & Azubis3 €
Gruppen–Gruppen- und Studienbesuche mit Einführung nach Absprache

Mit Museumkaart frei; ebenso mit ICOM-Ausweis und Stadspas. Die Museumkaart ist am Empfang erhältlich. Pressevertreter mit gültigem Presseausweis frei.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: nicht vorhanden
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Der Ausstellungsraum ist nur über eine Treppe erreichbar; für Besucher mit eingeschränkter Mobilität steht ein Treppensteiger bereit, den das Aufsichtspersonal bedient. Ein Teil jeder Ausstellung (meist Videos oder Dokumentation) wird zusätzlich im Erdgeschoss gezeigt (Angaben laut Jahresbericht 2025).

Kinder & Familie

Eintritt Kinderbis 18 Jahre frei

    Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Das Programm richtet sich überwiegend an Erwachsene; gelegentlich gibt es Ausstellungen speziell für Kinder (2025 etwa CaccHho CucchhA von Mercedes Azpilicueta).

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Van Woustraat · 5 Min. zu Fuss

    Strassenbahn bis Haltestelle Van Woustraat, von dort etwa 5 Minuten zu Fuss.

    Mit dem Auto

    Kein eigener Parkplatz am Museum.

    Kein eigener Parkplatz; gebührenpflichtiges Parken (Stundentarif) in den umliegenden Strassen.

    Mit dem Fahrrad etwa 6 Minuten vom Sarphatipark und etwa 10 Minuten vom Oosterpark. Das Gebäude ist an seiner fächer- bzw. UFO-artigen Form erkennbar.

    Route planen

    Service & Gastronomie

      Online-Buchhandlung (Boekenwinkel) mit Publikationen, Editionen und Musik; Bestellungen können vor Ort abgeholt werden.

      Veranstaltungen & Vermietung

      Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

      Besuch planen

      Angebote für Schulenja
      HinweiseVermittlungsprogramm Embedded Art mit Angeboten für Grund- und weiterführende Schulen; dazu ein Programm für jugendliche Nachwuchskuratoren (Tiener Curatoren). Rahmenprogramme oft auf Englisch.

      Museen in der Nähe