Internationale Gruppenausstellung über das Verhältnis von künstlerischer Arbeit und Alltagspflichten wie Kochen und Putzen, mit Werken u. a. von Frances Stark, Zaha Hadid, Alessandro Mendini und Mierle Laderman Ukeles.
Die Künstlerin zeigt Folgen ihrer Video-Seifenoper nach einem Theaterstück des 17. Jahrhunderts, darunter eine im Museum gedrehte neue Episode, im Dialog mit Werken von De Ploeg und Alida Pott.
Im Starck-Pavillon präsentieren Matthew Lutz-Kinoy und Natsuko Uchino ihr über 300-teiliges Keramikgeschirr „Keramikos 2“ zusammen mit ausgewählten Objekten aus der Museumssammlung.
Über das Museum
Das Groninger Museum wurde 1874 gegründet und war zunächst an zwei anderen Standorten in der Stadt untergebracht, bevor es seine heutige Heimat fand. Über ein Jahrhundert lang wuchs die Sammlung zu einem breiten Bestand aus Archäologie, Regionalgeschichte, alter und moderner Kunst sowie Kunsthandwerk heran.
1994 bezog das Museum einen spektakulären Neubau auf einer Insel im Kanal zwischen Hauptbahnhof und Altstadt, verbunden mit der Stadt über die bewegliche H. N. Werkmanbrug. Unter dem damaligen Direktor Frans Haks entwarf Alessandro Mendini das Gesamtkonzept und lud Philippe Starck, Michele de Lucchi und das Wiener Büro Coop Himmelb(l)au ein, jeweils einen eigenen Pavillon zu gestalten. Herzstück ist der goldene, fensterlose Turm, der als Depot gedacht war. Königin Beatrix eröffnete das Haus, das heute als Schlüsselwerk postmoderner Architektur gilt und mehr als 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet.
Die Sammlung umfasst über 60.000 Objekte aus fünf Jahrtausenden – von ostasiatischer Keramik über Gemälde von Vincent van Gogh bis zu Mode von Viktor & Rolf und Iris van Herpen sowie Design von Studio Alchimia und Memphis. Einen Schwerpunkt bildet die Groninger Künstlervereinigung De Ploeg, deren Werke das Museum in der grössten Sammlung überhaupt bewahrt, ergänzt durch eine Dauerleihgabe der Stichting De Ploeg mit über 2.000 Arbeiten.
2021 richtete das Haus als erstes Museum des Landes eine Kinderbiennale aus. Seit 2016 betreut es zudem das Wall House #2 von John Hejduk am Hoornse Meer. Seit Herbst 2026 ordnet das Museum sein Programm jährlich wechselnden Themen unter.
Highlights
Postmodernes Museumsgebäude von Alessandro Mendini mit Pavillons von Philippe Starck, Michele de Lucchi und Coop Himmelb(l)au
Grösste Sammlung der Groninger Künstlervereinigung De Ploeg
Ostasiatische Keramik vom Neolithikum bis ins 20. Jahrhundert
Design von Studio Alchimia und Memphis, Mode von Viktor & Rolf und Iris van Herpen
Goldener Depotturm im Zentrum des Mendini-Pavillons
Kinderbiennale mit Werken, an denen Kinder mitgearbeitet haben
Dauerausstellungen
Nieuw licht – De Ploeg – Langfristige Sammlungspräsentation im De-Lucchi-Pavillon: Sieben Räume zeigen die experimentelle Phase der Groninger Künstlervereinigung De Ploeg zwischen 1918 und 1930 – von expressionistischer Malerei und Grafik bis zu angewandter Kunst.
Gegründet
1874
Träger
Stichting Groninger Museum voor Stad en Lande
Leitung
Roos Gortzak (künstlerische Direktorin), Nynke Stellingsma (allgemeine Direktorin a. i.)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
19,50 €
Ermässigt
10 €Studierende und CJP-Inhaber
Kinder & Jugendliche
freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis einschliesslich 18 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren
–Auf der Preisliste keine Seniorenermässigung genannt.
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Begleitpersonen von Besuchern, die sich nicht selbstständig im Museum bewegen können, erhalten ein kostenloses Ticket (über den Ticketshop bestellbar).
Studierende & Azubis
10 €Studierende und CJP-Inhaber.
Gruppen
–Gruppen buchen Führungen und Arrangements über boekingen@groningermuseum.nl.
JuniorClub-Mitgliedschaft (Kinder 7–12 Jahre, pro Kalenderjahr)
30 €Jedes weitere Kind derselben Familie 20 €; mit freiem Eintritt und Clubaktivitäten.
Mit Museumkaart frei; ebenso mit Rembrandtkaart, ICOM-Karte, Stadjerspas, VriendenLoterij-Karte sowie für Mitglieder von Vereniging Vrienden, Groninger Museum Salon und Groninger Museum Club. Tickets an der Kasse oder vorab online; online gekaufte Tickets mit Datum/Uhrzeit verfallen danach. Die Museumkaart ist im Museum erhältlich.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Für Rollstühle und Scootmobile gut zugänglich; einige Leihrollstühle und Rollatoren (Reservierung empfohlen unter +31 50 366 6555 oder info@groningermuseum.nl). Barrierefreies WC auf Ebene −1. Zwei Behindertenparkplätze an der Ubbo Emmiussingel direkt am Museum. Reizarme Öffnungszeiten mit gedimmtem Licht und Ruheraum, Führungen in Gebärdensprache und für blinde und sehbehinderte Menschen mit Tastobjekten (Termine im Programm). Kostenlose Farbenblindheits-Korrekturbrille an der Infotheke. Museumshuttle holt Besucher zu Hause ab.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 18 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Das Museum veranstaltet eine Kinderbiennale (2026/27: „Playing House“, mit Beiträgen einer Kindergruppe). Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Kinder von 7 bis 12 Jahren können Mitglied der JuniorClub werden (Ateliers, Blicke hinter die Kulissen, Treffen mit Künstlern). Mit einem zum Minimuseum umgebauten Airstream-Wohnwagen („Groninger Museum On Tour“) ist das Museum zudem an Schulen und auf Festivals unterwegs.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Groningen (Hoofdstation) · 300 m
Groningen Hoofdstation (Bahn) liegt nur etwa 300 m entfernt gegenüber dem Museum; Zugang über die Brücke zur Museuminsel.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Nächstgelegenes Parkhaus: Q-Park Museum Centrum; alternativ andere Q-Park-Garagen in der Innenstadt oder günstige P+R-Plätze am Stadtrand mit Weiterfahrt per ÖPNV (aktuelle Infos bei VisitGroningen).
Behindertenparkplatz
Mit dem Auto über A7 oder A28 (via Zwolle), ab dem Europaplein der Beschilderung Richtung Zentrum folgen. Seit 1. April 2025 gilt in der Innenstadt eine Null-Emissions-Zone für Firmenfahrzeuge. Fahrräder an der Ubbo Emmiussingel, in den Ständern am Wasser oder in der Fahrradgarage Stadsbalkon am Hauptbahnhof.
Museumcafé (auch Arrangements mit Kaffee, Lunch oder Umtrunk für Gruppen, Speisesaal Job Lounge); Museumsshop mit Büchern, Postern und Design.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Ausstellungs- und Empfangsräume für Kongresse, Empfänge, Feste, Präsentationen und Sitzungen – laut Museum exklusiv für Sponsoren und Geschäftspartner des Hauses.
Fotografieren und Filmen ohne Blitz, Lampen, Selfiestick und Stativ; Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung der Direktion.
Hinweise
Führungen (massgeschneidert, 60 Minuten) für Gruppen auf Anfrage über boekingen@groningermuseum.nl, auf Alter und Interessen abgestimmt, auch zur Architektur. Schulklassen aller Stufen müssen sich immer vorab anmelden. Koffer und Rucksäcke über 40 × 60 cm bzw. 10 kg sind nicht erlaubt (Schliessfächer im Bahnhof gegenüber); Schirme und grosse Taschen werden an einer zugewiesenen Stelle abgegeben.