Blumenstillleben und Wunderkammer-Objekte des 17. Jahrhunderts aus der Sammlung der Phoebus Foundation, inszeniert vom Modedesigner Walter Van Beirendonck im Dialog mit zeitgenössischer Mode.
Porträts und weitere Gemälde der weitgehend vergessenen Malerin und Galeristin aus ihren Leidener Jahren 1940 bis 1953.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen ins 16. Jahrhundert: 1566 liess der Leidener Magistrat aus Sorge vor dem Bildersturm mehrere Altarbilder, darunter Lucas van Leydens Weltgerichts-Triptychon, ins Rathaus bringen. Dort wurden nach dem Entsatz der Stadt 1574 auch Erinnerungsstücke an die Belagerung öffentlich gezeigt.
Das Gebäude, die Laecken-Halle, entstand 1639 bis 1641 nach Entwürfen von Arent van ’s-Gravesande als klassizistischer Prüfhof für das berühmte Leidener Wolltuch. Mit dem Niedergang der Textilindustrie verlor es 1820 diese Aufgabe; 1868 beschloss der Gemeinderat, hier ein Museum einzurichten. Am 1. Mai 1874, 300 Jahre nach dem Entsatz, wurde das gesamte Gebäude als städtisches Museum für Kunst und Geschichte eröffnet.
Schenkungen ermöglichten weitere Säle: 1890 die Harteveltzaal, in der früh zeitgenössische Kunst wie die Haager Schule gezeigt wurde, und 1922 den Papevleugel. Im Zweiten Weltkrieg wurden die wertvollsten Stücke ausgelagert; 1945 öffnete das Haus als eines der ersten Museen des Landes wieder.
Von 2016 bis 2019 war das Museum wegen Restaurierung und Erweiterung geschlossen. Julian Harrap Architects restaurierten den Altbau, Happel Cornelisse Verhoeven ergänzten die neuen Van-Steijn-Säle und überdachten den Innenhof, die Achterplaats, die heute alle Gebäudeteile verbindet. Die Sammlung von rund 22.000 Objekten reicht von Lucas van Leyden, Rembrandt und Jan Steen bis zu Theo van Doesburg und Erwin Olaf und erzählt zugleich die Geschichte der Stadt.
Highlights
Triptychon „Het Laatste Oordeel“ von Lucas van Leyden (um 1526/27)
Werke von Rembrandt, Jan Steen und weiteren Leidener Meistern
Monumentalgemälde zur Selbstaufopferung von Bürgermeister Van der Werff von Mattheus Ignatius van Bree
Erinnerungsstücke an Belagerung und Entsatz Leidens 1574, darunter der Hutspot-Kessel und Notmünzen
Sieben Jahrhunderte Leidener Tuchindustrie mit historischen Musterbüchern
Moderne Kunst von Theo van Doesburg bis Erwin Olaf
Dauerausstellungen
Het Beleg en Ontzet van Leiden – Sammlungspräsentation zur spanischen Belagerung und Befreiung Leidens 1574 mit Gemälden, Notmünzen, Brieftauben-Botschaften und dem legendären Hutspot-Kessel.
Zeven eeuwen Leids Laken – Geschichte der Leidener Wolltuchproduktion, die die Stadt reich machte und dem Gebäude seinen Namen gab.
Gegründet
1874
Leitung
Tanja Elstgeest
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
16 €
Ermässigt
9,50 €Inhaber des CJP-Passes
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Bis einschliesslich 17 Jahre frei.
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Eine Begleitperson mit OV-Begeleiderskaart oder GPK-Passagierskaart sowie Gebärden-, Schrift- und Sprachdolmetscher haben freien Eintritt.
Studierende & Azubis
–Keine allgemeine Studierendenermässigung genannt; mit dem „Lakenhal-studententasje“ freier Eintritt.
Gruppen
–Kein Gruppentarif genannt; Gruppen ab 8 Personen bitte vorab über boekingen@lakenhal.nl anmelden (mindestens zwei Wochen vorher, Programme nach Mass vier Wochen).
Gruppenführung „Hoogtepunten & Architectuur“ (60 Minuten, bis 15 Personen)
120 €Pro Gruppe, zuzüglich Eintritt; auf Niederländisch, Englisch, Deutsch oder in Niederländischer Gebärdensprache.
Familienführung (90 Minuten, bis 15 Personen)
145 €60 Minuten 120 €; pro Gruppe, zuzüglich Eintritt für Erwachsene, für Kinder ab 6 Jahren.
Freier Eintritt:3. Oktober (Leidens Ontzet), 10–13 Uhr
Mit Museumkaart frei; ebenso als Mitglied der Vriendenvereniging VBL, des Lucas van Leyden Mecenaat oder der Vereniging Rembrandt sowie mit ICOM-Ausweis und VriendenLoterij VIP-KAART. Mit dem Leidener Sleutelpas einmal im Jahr frei. Das Ticket gilt für das ganze Museum einschliesslich Sonderausstellungen. Museumkaart an der Kasse erhältlich.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Grösstenteils zugänglich, fast alle Etagen per Aufzug. Im ersten Stock der historischen Lakenhal sind Türen und Gänge teils nur 85 cm breit; breitere Rollstühle und Scootmobile können dort nicht fahren (Umstieg auf Leihrollstuhl möglich). Altholländische Küche, Bierbrauerzimmer und das Obergeschoss der Universitätskammer sind mit Gehhilfe nicht erreichbar. Kostenlose Leihrollstühle, Rollatoren und Klapphocker an der Infotheke. Ein Behindertenparkplatz vor dem Eingang, weitere im Parkhaus Lammermarkt. Eine barrierefreie Toilette bei der Garderobe. Tastmaterialien an der Infotheke; die Tast-Audiotour ist derzeit nicht verfügbar. Induktionsschleife im Auditorium und auf der Achterplaats, regelmässige Führungen in Gebärdensprache durch einen gehörlosen Guide, monatliche demenzfreundliche Führungen („Memorabel“).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Mitmach- & Anfassstationen
Familienpfad mit 13 Schubladen voller interaktiver Aufgaben für Familien mit Kindern ab 6 Jahren (Begleitheft kostenlos an der Kasse). Familienführungen für Gruppen sowie Workshops und Familienaktivitäten im Atelier laut Programm. Eintritt bis 17 Jahre frei.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nieuwe Beestenmarkt · 2 Min. zu Fuss
Etwa 10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Leiden Centraal. Die nächste rollstuhlgerechte Bushaltestelle ist „Nieuwe Beestenmarkt“, von dort rund 2 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig · 3 Min. zu Fuss zum Eingang
Nächstes Parkhaus: Lammermarkt (Lammermarkt 20P, 2312 CW Leiden), mit Online-Reservierung über die Gemeinde günstiger; an der Museumskasse werden keine Ausfahrtkarten verkauft.
Behindertenparkplatz
Das Museum liegt in der Altstadt; Wege und Gehsteige dorthin können holprig sein.
Café Laken mit regionalen Bio-Produkten, leichten Gerichten und geschütztem Terrassenhof. Museumsshop im Eingangsbereich, u. a. mit exklusiven Stoffen „Nieuw Leids Laken“.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Auditorium, Atelier, Achterplaats und Café Laken (ausserhalb der Öffnungszeiten) werden nur für Veranstaltungen vermietet, die zu Mission und Profil des Museums passen. Kontakt: events@lakenhal.nl.
Kostenlose Audiotour „Hoogtepunten“ durch die Sammlung (Niederländisch und Englisch) an der Infotheke, nicht reservierbar; zusätzlich kostenlose Lakenhal-App. Kein fester Rundgang. Gruppenführungen nur nach Voranmeldung (boekingen@lakenhal.nl, +31 71 516 5357, Di–Do); externe Guides nur nach Absprache. Ruhigste Zeiten werktags am Anfang und Ende des Tages.