22. Oktober 2026 – 24. Oktober 2027
Pantheon Amsterdam
Sieben zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler schaffen neue Altarbilder zu Glaube, Identität und Ausgrenzung im heutigen Amsterdam, begleitet von acht Feiern über das Jahr.

Grachtenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit einer vollständig erhaltenen katholischen Kirche auf dem Dachboden, einer verborgenen Hauskirche mitten in Amsterdam.
22. Oktober 2026 – 24. Oktober 2027
Sieben zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler schaffen neue Altarbilder zu Glaube, Identität und Ausgrenzung im heutigen Amsterdam, begleitet von acht Feiern über das Jahr.
Sonderausstellung
Das restaurierte Triptychon von Pieter Coecke van Aelst hängt wieder in der Dachbodenkirche; eine Kurzdokumentation über die Restaurierung ist laut Museum bis Ende 2026 zu sehen.
Der katholische Kaufmann Jan Hartman, ein aus Coesfeld stammender ehemaliger Bäckergeselle, kaufte 1661 das Grachtenhaus an der Oudezijds Voorburgwal samt zwei dahinter liegenden Gassenhäusern. Weil Katholiken in der protestantisch regierten Stadt ihren Glauben nicht öffentlich ausüben durften, liess er die Dachböden der drei Häuser zu einer Kirche verbinden, die 1663 in Gebrauch genommen wurde. Solche Hauskirchen waren offiziell verboten, wurden vom Stadtrat aber geduldet.
In der Zolderkerk fanden rund 150 Gläubige Platz; sie betraten sie über einen Seiteneingang in der Heintje Hoekssteeg. Erster Priester war der Augustiner Petrus Parmentier. Nach Hartmans Tod 1668 musste die verschuldete Familie das Anwesen verkaufen, die Kirche blieb jedoch bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch.
Als 1887 in der Nähe die neue Sint-Nicolaaskerk eröffnete, wurde die Dachbodenkirche überflüssig. Katholische Amsterdamer bewahrten das Haus vor dem Abriss, 1888 öffnete es als Museum, damals unter dem Namen Museum Amstelkring. Schon 1891 erwarb das junge Museum das Triptychon der Kreuzabnahme von Pieter Coecke van Aelst.
Nach umfassender Restaurierung erhielt das Museum 2015 ein modernes Eingangsgebäude, das unterirdisch mit dem Grachtenhaus verbunden ist. Die Hauskirche gehört zum Kanon der niederländischen Geschichte und trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel als Symbol der Gewissensfreiheit; bis heute wird dort an vielen ersten Sonntagen des Monats eine Messe gefeiert.
| Erwachsene | 18 € |
|---|---|
| Ermässigt | 11,50 €CJP, Studierende (Studentenpas, ISIC) |
| Kinder & Jugendliche | 7,50 €bis 4 Jahre frei · 5–17 Jahre 7,50 €; bis einschliesslich 4 Jahre frei. |
| Menschen mit Behinderung | –Begleitperson frei · Begleitperson einer Person mit Behinderung frei. |
| Studierende & Azubis | 11,50 €CJP, Studentenpas, ISIC. |
| Gruppen | –Gruppen besuchen das Haus mit der Audiotour oder buchen eine Führung (siehe Besuchshinweise). |
| Amsterdam Uitpas | 10 € |
Mit Museumkaart frei, ebenso mit I amsterdam City Card, Museumvriend-Karte, Stadspas, Vereniging Rembrandt und ICOM – das Gratis-Ticket vorab im Ticketshop reservieren. Die VriendenLoterij VIP-KAART gilt nicht. Ticket mit Zeitfenster empfohlen, aber nicht Pflicht; Umtausch möglich, keine Erstattung. Bargeldlos. Museumkaart an der Kasse erhältlich.
Nur das moderne Eingangsgebäude (Café, Shop, Wechselausstellungsraum, Toilette) ist per Aufzug zugänglich; das Grachtenhaus mit der Dachbodenkirche hat viele schmale, steile Treppen und keinen Aufzug. Für Menschen mit Gehbehinderung gibt es die kostenlose „CoVisit“: virtueller Rundgang per Smartphone-Verbindung zur Begleitperson (Anmeldung empfohlen). Audiotour „Samen zie je meer“ für blinde und sehbehinderte Menschen mit Tastmodell und Tastobjekten; Führungen für sehbehinderte Gruppen. Audiotour per QR-Code auch zum Mitlesen oder über Hörgeräte; Sitzgelegenheiten und Klapphocker.
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 50 Min. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 4 Jahre frei |
Suchspiel mit dem Marienkäfer „Kapoentje“ für 5- bis 10-Jährige (Heft im Eintritt enthalten; Kästchen zum Öffnen im Haus) und „Feest!“-Audiotour für 10- bis 12-Jährige mit Diplom. Zur Nikolaus- und Weihnachtszeit Sonderprogramm „Sint op Solder“ (ab 14.11.2026). Kindergeburtstage möglich. Kinderwagen können wegen der Treppen nicht ins historische Haus.
Amsterdam Centraal · 5 Min. zu Fuss
Etwa fünf Minuten zu Fuss vom Bahnhof Amsterdam Centraal und vom Metrostation Nieuwmarkt; Tram 4, 14 und 24 bis Dam, von dort ebenfalls rund fünf Minuten.
Parkplatz vorhanden
Parking Centrum Oosterdok, wenige Gehminuten entfernt.
Das Haus liegt versteckt mitten im Rotlichtviertel De Wallen; Eingang über das moderne Eingangsgebäude neben dem Grachtenhaus.
Route planenMuseumscafé im Erdgeschoss des Eingangsgebäudes (seit dem Umbau 2024; die FAQ nennt noch die erste Etage) mit Kaffee und Gebäck, ohne Ticket zugänglich; ebenso der Museumsshop. Unbewachte Garderobe und kostenlose Schliessfächer, grosse Taschen und Rucksäcke müssen dort bleiben; kein Platz für grosse Koffer. Keine Gutscheine.
Trauungen in der Dachbodenkirche (nur die Zeremonie; Feier über die Partnerlocation Olofskapel), Anfragen an trouwen@opsolder.nl. Öffentliche Räume im Eingangsgebäude und im Grachtenhaus für Empfänge, Vorträge, Sitzungen und Filmaufnahmen, Anfragen an boekingen@opsolder.nl.
Anfrage & Details| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja (NL, EN, FR, DE, ES, IT, PT, ZH, RU) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotos ohne Blitz und Videos ohne Zusatzlicht erlaubt; in einzelnen Wechselausstellungen nicht gestattet. |
| Hinweise | Besuchsdauer laut Museum etwa 50 Minuten bis 1,5 Stunden. Kostenlose Audiotour (Praxisseite: neun Sprachen, FAQ: acht ohne Portugiesisch), Kinder-Audiotour auf Niederländisch und Englisch. Gruppenführungen 1,5 Stunden (120 €) oder Kurzfassung 1 Stunde (90 €), jeweils zzgl. Eintritt, max. 12 Personen, auf NL, EN, FR, DE (Fremdsprache +10 €). Keine Speisen, Getränke oder Wasserflaschen, keine Regenschirme, Stöcke mit Spitze oder Pfennigabsätze; nicht telefonieren. |
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