
Über das Museum
Das Geymüllerschlössel entstand nach 1808 als Sommersitz für den Wiener Grosshändler und Bankier Johann Jakob Geymüller in Pötzleinsdorf, damals einem Ort vor den Toren der Stadt. Der Baumeister ist nicht bekannt; das Lustgebäude mischt, wie damals beliebt, gotische, indische und arabische Stilformen.
1888 kaufte der Textilindustrielle Isidor Mautner das Anwesen. Nachdem es 1929 an die Oesterreichische Nationalbank verpfändet worden war, verloren seine jüdischen Erben nach dem „Anschluss“ 1938 alle Rechte und mussten fliehen; 1944 übernahm die Deutsche Reichsbank das Haus. Nach dem Krieg ging es an die Nationalbank, die es 1948 an die Republik Österreich verkaufte. Den Kaufpreis bezahlte der Sammler Franz Sobek, der dafür lebenslanges Wohnrecht erhielt und die Renovierung leitete. Nachdem die Republik 1965 seine Rechte abgelöst hatte, wurde das Schlössel als Aussenstelle dem MAK angegliedert.
Mit dem Gebäude kam Sobeks Sammlung von rund 160 Alt-Wiener Uhren aus der Zeit von etwa 1760 bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie Mobiliar von 1800 bis 1840 an das Museum, ergänzt durch Empire- und Biedermeiermöbel aus dem MAK. Ende der 1980er Jahre wurden Fassade und Raumausmalung wiederhergestellt und besonders die textile Ausstattung originalgetreu erneuert.
Im Park stehen seit 1997 Hubert Schmalix’ Skulptur „Der Vater weist dem Kind den Weg“ und seit 2004 James Turrells Skyspace „The other Horizon“. 2021 kam ein Dokumentationsraum zur wechselvollen Geschichte des Hauses hinzu.
Highlights
- Originale Empire- und Biedermeier-Einrichtung
- Rund 160 Alt-Wiener Uhren der Sammlung Franz Sobek
- Skyspace „The other Horizon“ von James Turrell im Park
- Skulptur von Hubert Schmalix im Park
- Dokumentationsraum zur Hausgeschichte
Dauerausstellungen
- Biedermeier-Interieurs und Alt-Wiener Uhren – Die Räume des Sommerschlössels zeigen Möbel und Ausstattung aus Empire und Biedermeier zusammen mit Uhren der Sammlung Franz Sobek.
- Kunst im Park: Turrell-Skyspace und Schmalix-Skulptur – Im Garten treten James Turrells begehbarer Lichtraum „The other Horizon“ und Hubert Schmalix’ Skulptur in Dialog mit dem historischen Ensemble.
- Gegründet
- 1808
- Träger
- MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst (Bundesmuseum)
- Leitung
- Lilli Hollein
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 8,50 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren frei. |
| Führung (sonntags 14.30 Uhr, zzgl. Eintritt) | 5,50 € |
| MAK Jahreskarte | 41 €gilt für das MAK und seine Aussenstellen |
Eintritt online 8,50 €, vor Ort 9,50 €. Freier Eintritt u. a. für Begleitpersonen von Schulklassen, mit Vienna Pass, Niederösterreich-CARD, Kulturpass („Hunger auf Kunst & Kultur“), ICOM, Museumsbund Österreich, MAK Jahreskarte und Bundesmuseen-Card sowie für Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Gebäude ist derzeit nicht barrierefrei zugänglich. Assistenzhunde dürfen in Schlössel und Garten mitgenommen werden, andere Tiere nicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Khevenhüllerstrasse (Bus 41A)
Strassenbahn 41 ab Schottentor bis Pötzleinsdorf, dann Bus 41A eine Station bis Khevenhüllerstrasse.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Laut MAK sind Parkplätze vorhanden.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Öffentlicher Rundgang an Sonntagen der Saison um 14.30 Uhr (5,50 € zzgl. Eintritt), keine Anmeldung nötig; gelegentlich Spezialführungen, etwa zur Uhrenrestaurierung. |





